Lesung und Gespräch mit dem Erfurter Stadtschreiber Catalin Florescu
21. Juni 2010 in Café Gedanken frei
Auf der Suche nach der eigenen Identität, ja aus der damit einhergehenden Unruhe heraus, entsteht oftmals etwas Neues und Hoffnungsvolles. Die Freude, daran teilhaben zu können, bescherte uns gestern der Erfurter Stadtschreiber Catalin Florescu, den ich zusammen mit Gabi Zimmer in die Eckermann-Buchhandlung eingeladen hatte.
Die Suche, die der in Rumänien geborene und in der Schweiz aufgewachsene Schriftsteller unternimmt, ist nicht nur mit zahlreichen weiteren Landschaften und Orten verknüpft – man bedenke nur, dass er für seinen im C.H. Beck Verlag erschienenen Roman „Zaira“ einen längeren Aufenthalt in Washington (USA) absolvierte, um Teile der Handlung dorthin möglichst authentisch verlegen zu können.
Neben weiteren Landschaften und Orten sind es vor allem die zutiefst humanen Motive, an denen sich Florescus Suche inhaltlich orientiert: Ihn interessiert vor allem die Frage, wie wir glücklich und in Würde leben können. Sein Vortrag und seine Lesung aus „Zaira“ bestach durch Neugier, Wärme und Milde. Hiervon waren auch die Schilderungen und vorgelesenen Passagen geprägt, die vom Leben hinter dem Eisernen Vorhang handelten. Wir dürfen nun auf das nächste Werk von Catalin Florescu gespannt sein, das schon nächstes Jahr erscheinen soll. Uns erwartet ein weiteres Werk von europäischer Größe.