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Jutta Voigts "Westbesuch"

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Um „Das Leben in den Zeiten der Sehnsucht“ (Buchuntertitel) ging es heute im „Café Gedanken frei“ mit der Autorin Jutta Voigt, die vor Weimarer Publikum erstmals aus ihrem neuen Buch „Westbesuch“ las.

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Die in Berlin Geborene schrieb nach ihrem Philosophiestudium an der Humboldt-Universität für die Wochenzeitungen Sonntag, Freitag, Woche und Die Zeit. Sie erhielt 2000 den Theodor-Wolff-Preis. Im Aufbau-Verlag veröffentlichte sie 2005 über Essen und Trinken in der DDR das Buch „Der Geschmack des Ostens“.

Jetzt ging es um die Reisen gen Westen und den Besuch von dort. Es ging um die heimliche Wiedervereinigung der Nation abends vor der Tagesschau („eine Viertelstunde Hofgang für Eingemauerte“). Um „das Leben als Wartesaal“ („Vierzigjährige zählten die Jahre, bis sie als Rentner in den Westen reisen durften“. Und um den Udo-Jürgens-Titel „Mit 66 Jahren…“, der in der DDR doppeldeutig war. Jutta Voigt erläuterte, was sie – zwanzig Jahre nach Grenzöffnung – bewogen hat, dieses Buch zu schreiben:

Es geht ihr um die Details und konkreten Dinge, jenseits aller fachwissenschaftlichen Rückblicke und Statistiken. Es geht ihr darum, unter allen trockenen Erklärungen die teilweise absurden Geschichten und die handelnden Menschen sichtbar zu machen, wider alle Binsenweisheiten. Um Gefühle, die festgehalten werden sollen – statt nur Losungen, Phrasen und Vergröberungen.

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Weitere Informationen zu Buch und Autorin:
Einladung zur Veranstaltung