Auch in den Ferien geht der Krieg weiter…
15. Juli 2010 in Arbeit in Thüringen
Das Leben der afghanischen Bevölkerung und die Opfer des Krieges werden in Deutschland aus der Debatte um den Krieg in Afghanistan weitgehend ausgeblendet. Selbst im Untersuchungsausschuss über den Bundeswehrangriff in Kundus waren die Meinungen der Betroffenen und deren Familien nicht gefragt.
Meine KollegInnen Christine Buchholz und Jan van Aken, Mitglieder dieses Ausschusses, reisten daher zu Beginn dieses Jahres nach Afghanistan. Sie sprachen mit Opfern und Hinterbliebenen des Luftschlags von Kundus und bekamen einen Eindruck von dem menschlichen Leid, das damit verursacht wurde. An vielen Stellen des Landes bekamen die beiden zu hören: Afghanistan braucht nicht mehr Militär, sondern nachhaltige Hilfe und Gelder für den Wiederaufbau, um seine Zukunft friedlich gestalten zu können.
Mit einer Ausstellung, die aus 9 Tafeln besteht, wollen wir jetzt die Reise, die Diskussion und unsere Alternativen zur Kriegspolitik der Bundesregierung in Afghanistan darstellen.
Die Tafeln sind den Sommer über im wöchentlichen Wechsel im Schaufenster meines Bürgerbüros in der Weimarer Marktstraße 17 zu sehen.