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Weimar: Podiumsdiskussion über die Zukunft der Theater

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Auf dem Podium in Weimar: DNT-Intendant Märki

Sind Theater Luxusveranstaltungen, auf die in Zeiten von Weltwirtschaftskrise und Finanznot bei Ländern und Kommunen verzichtet werden kann – oder wird Theater gerade dann umso wertvoller? Darüber wurde heute unter dem Motto Theater hier und jetzt! Und erst recht morgen im Weimarer Jugendtheater „stellwerk“ diskutiert. Die Veranstaltung moderierte ich zusammen mit Birgit Klaubert, der Vizepräsidentin des Thüringer Landtags. – Einige Stimmen:

Stephan Märki: „Wir haben das Theater zum Thema der Stadt gemacht, eigene Lösungen gesucht und gefunden und nicht nur die Hand aufgehalten. Aber auch als Idealisten müssen wir an die Verantwortung der Politiker appellieren.“

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Senftenberger Theaterintendant Latchinian und die Vizepräsidentin des Thüringer Landtags

Sewan Latchinian: „Poetischer Reichtum kann auch aus materiellem Mangel heraus entstehen. Wenn Gelder gekürzt werden, ziehen wir daraus Energie für unsere Arbeit – für den Staat ist es eine Blamage. Aber mein Theater geht dann noch lange nicht unter.“

Ida Schillen: „Es ist ökonomischer Schwachsinn zu glauben, daß man mit weniger Geld die Qualität halten oder sogar noch steigern kann. Theater, die doch eine öffentliche Aufgabe haben, dürfen nicht schlechter behandelt werden als andere öffentliche Betriebe.“

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Rostocker Ex-Kultursenatorin Schillen und LINKE-Abgeordneter Koplin in Mecklenburg-Vorpommern

Torsten Koplin: „Kunst und Kultur sind unser Fundament. Wo sie gestrichen werden, zieht Barbarei ein und führt zur Verrohung unserer Gesellschaft.“

Stephan Märki faßte die Stimmung vieler zusammen als er abschließend bemerkte, daß Kunst immer nur Fragen aufwerfen, aber keine Lösungen anbieten kann. Die heutige Diskussion sei in dem Sinn ein Schritt in die richtige Richtung. Sewan Latchinian bekräftigte seinen Wunsch, daß das „K“ in „DIE LINKE“ für „Kultur“ stehen möge. Außerdem hoffe er, daß DIE LINKE Geld für die Kultur erkämpfe und die Künstler nicht im Stich lasse.

Und dafür werden wir uns auch immer wieder mit vereinten Kräften einsetzen – hier und jetzt und erst recht morgen! Und eines Tages wird sich Sewan Latchinians Wunsch hoffentlich erfüllen und das „K“ in „DIE LINKE“ steht tatsächlich für Kultur.

Bericht in „Unsere Neue Zeitung“: Theater hier und jetzt! Und erst recht morgen

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"Thüringische Landeszeitung"
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"Thüringer Allgemeine"