Presseinformation aus Thüringen
16. Januar 2012 in Arbeit in Thüringen
Hier eine Pressemitteilung von Bodo Ramelow zur Gründung einer jüdischen Fakultät an der Universität Erfurt.
Die Universität Erfurt würde zum Zentrum des interreligiösen Dialogs
Die Ankündigung der Thüringer Ministerpräsidentin, im kommenden Jahr eine jüdische Fakultät an der Universität Erfurt gründen zu wollen, wird von Bodo Ramelow ausdrücklich begrüßt. „Damit würde die erste jüdische Fakultät in Deutschland in Erfurt entstehen und die Universität Erfurt zu einem Zentrum des interreligiösen Dialogs werden“, betont der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Thüringer Landtag.
„Angesichts des angestrebten Weltkulturerbestatuts Erfurts hinsichtlich seiner einmaligen Zeugnisse mittelalterlicher jüdischer Kultur und im Spannungsbogen zwischen dem neu errichteten NS-Gedenkort Topf & Söhne und der alten Synagoge, in der der jüdische Schatz seit diesem Jahr gezeigt wird, bettet sich eine Fakultät der jüdischen Lehre sehr gut in diese Entwicklung ein“, erklärt der Landespolitiker.
Bodo Ramelow, der selbst Mitglied des Stiftungsrates der Leo Baeck Foundation ist und damit Vertreter des Abraham Geiger Kollegs, begrüßt es ebenfalls, dass schon im kommenden Jahr in Weimar an der Musikhochschule Franz Liszt die Kantorenausbildung einen festen Platz bekommt. „Mit der Kantoren- und der Rabbinerausbildung wäre es ein konsequenter Schritt, dies alles in einer Fakultät zu vereinen. Es ist eine Verbindung zwischen Forschung und Lehre und würde den gesamten Bereich von den aramäischen bis zu den hebräischen Schriften umfassen“, hebt Ramelow hervor und sagt: „Dies bettet sich wunderbar ein zwischen Papstbesuch und Lutherdekade und Erfurt würde damit zu einem zentralen Ort des religiösen Dialogs.“
ZUSATZ: Es bedarf sicher keines besonderen Kommentars: Ich fände es großartig, wenn Erfurt eine jüdische Fakultät erhielte.