Respekt für eine wunderbare, mutige Frau
14. Januar 2010 in Arbeit in Thüringen, Tagebuch
Lange habe ich gar nicht gewusst, dass die Schriftstellerin Gisela Kraft in Weimar lebt und arbeitet. Als ich sie dann zum ersten mal traf, war es ein besonderes Erlebnis, das ich nie vergessen habe.
Zum Frauentag im vergangenen Jahr hatten wir Gisela Kraft dann in unserem „Café Gedanken frei“ zu Gast, wo sie aus ihrem bewegten Leben im Spannungsfeld zwischen Ost und West berichtete und aus ihren „Deutsch-deutschen Erinnerungen“ las – ein spannender und kurzweiliger Vormittag. Nun möchte ich im nächsten „Café Gedanken frei“ am 24. Januar u.a. an die Weimarpreis-Trägerin erinnern, die sich so für ihre Stadt einsetzte und auch uns Politiker immer wieder dazu aufrief, unsere „Talente zu nutzen“, um die Kultur in Weimar und Thüringen zu schützen.
Gisela Kraft wird heute, um 13 Uhr auf dem Weimarer Hauptfriedhof beigesetzt. Ich nehme daran teil und werde ihr Lebensmotto im Gedächtnis behalten, wie sie es zu ihrem 70. Geburtstag beschrieb:
„Das Leben in vollen Zügen weiterleben. Also Arbeiten, also Lesen, also Geselligkeit, Gespräche mit Freunden, Widersachern und Sympathisanten, Worte und Whiskey, Cello und Theater, Poesie und Gewürz.“
