Mit einer Besuchergruppe aus Thüringen in der Amerikanischen Botschaft
21. Januar 2010 in Arbeit in Thüringen
Vom 20. bis 22. Januar ist auf meine Einladung eine bunt gemischte Truppe aus Thüringen in Berlin – Schülerinnen und Schüler einer berufsbildenden Schule in Weimar und Mitglieder des Theatervereins Hildburghausen –, um gerade das politische Berlin besser kennen zu lernen. Auf ausdrücklichen Wunsch meiner Gäste, besuchten wir heute gemeinsam die Amerikanische Botschaft – auch für mich ein interessanter Termin, da ich das neue Gebäude am Pariser Platz noch nicht kannte. Herr Peterson aus der politischen Abteilung der Botschaft berichtete von seiner Arbeit und stand den interessierten Zuhörern Rede und Antwort. Die Begeisterung für den Präsidenten Obama, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger klare Worte spräche und beispielsweise die Banken zur Verantwortung zöge, war unüberhörbar. Aber es gab durchaus auch viele kritische Anmerkungen und Fragen:
„Wann wird Guantanamo endlich geschlossen?“ / „Ein Krieg ist ein Krieg. Auch unter dem Deckmantel der Hilfe darf man keine militärischen Kräfte nach Afghanistan entsenden“ / „In den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan fließen enorme finanzielle Mittel. Deutschland hat doch eigentlich andere Probleme. Man sollte lieber Geld in die Bildung investieren.“ / „Haben wir das Recht, unsere westliche Demokratie der islamischen Welt aufzudrücken?“
Morgen werde ich diese spannende Diskussion mit ihnen fortsetzen. Denn dann treffe ich die Besuchergruppe zu einem ausführlichen Gespräch in unserem Fraktionssaal.
