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"Eines langen Tages Reise … Der Weg zur Demokratie"

Gysi vor Kameras_kleinSchorlemmer auf Bühne_kleinSteimle auf Bühne_kleinTschirner auf Bühne_kleinBisky auf Bühne_kleinBürger auf Bühne_klein

Das war also der „lange Tag“ gestern in Erinnerung an den 4. November 89.
Zunächst: das Wetter so miserabel, dass man keinen Hund vor die Tür jagen wollte. Wie gut, dass die Morgen-Veranstaltung im Kino stattfand.Film draußen3_klein
Ziemlich grotesk war die Berichterstattung im Rundfunk und Fernsehen. Radio 1 meldete seit 7 Uhr morgens, DIE LINKE veranstalte auf dem Alexanderplatz eine Groß-Demo – alle Berliner sollten sich dort versammeln. Die Abendschau hatte Uwe Steimle im Programm, der den Absage-Brief von Marianne Birthler verlas – allerdings gab es eine technische Panne und zur Verlesung kam es nicht.
Und in Berlin TV kündigte Vera Lengsfeld an, am Abend zur Podiumsdiskussion zu kommen, um Fragen zu stellen, kam aber nicht, sondern beließ es bei einer verlogenen medialen Verkündung.Eichhorn vor Leinwand_klein
Aber immerhin: selbst die Tagesschau hatte nun wohl doch die historische Veranstaltung für einen ausführlichen Bericht entdeckt.
Nachmittags fiel Schneeregen auf den Rosa-Luxemburg-Platz. Die Großleinwand wurde trotzdem aufgestellt – und ab 18 Uhr füllten die Bilder und Töne der Kundgebung Straßen und Platz, zugeschüttet von fast monsunartigen Wasserfällen. Alfred Eichhorn hielt eine Begrüßungsrede für eine Handvoll durchnässter Interessierter – der Kontrast der Massentotalen von damals und dem leeren Feld vor der Volksbühne hatte fast etwas Gespenstisches.
Resumée der Podiumsdiskussion am späten Abend: die Neugier auf andere Ideen, Vorstellungen und Positionen in unserer heutigen Gesellschaft ist weniger stark als damals – von wirklichem Dialog kaum mehr eine Spur.

Luc vor Leinwand_kleinPodium_klein

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