16. Juni 2006 in Publikationen
in: Neues Deutschland
Nomen est omen: DV Deutsche ZEITUNGSHOLDING nennt sich das Konsortium, dem die »Berliner Zeitung« gehört. Sie erinnern sich sicherlich, das sind die »Heuschrecken« um den britischen Zeitungsmanager David Montgomery, die den Berliner Verlag Ende 2005 und den Hamburger Morgenpost Verlag Anfang 2006 übernommen haben. Motiv? Aus den Blättern mehr Gewinn herausholen als dies die bisherigen Eigentümer geschafft haben. Die Erwartung allein an die »Berliner Zeitung« in diesem Jahr – in diesem ersten Geschäftsjahr – lautet: 15 Millionen!
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01. März 2006 in Publikationen
in: politik und kultur 2/06
Kulturpolitische Ziele in der neuen Legislaturperiode
Bis heute gibt es in diesem Lande eine auch im internationalen Vergleich bemerkenswert reiche, vielgestaltige kulturelle Szene. Ich sage das, obwohl wir in den letzten Jahren auch viele schmerzliche Verluste in der kulturellen Infrastruktur zu verzeichnen haben. Und ich sage das im Bewusstsein, dass dieser Reichtum bedroht ist – durch eine ganze Reihe von gesellschaftlichen Entwicklungen im nationalen und internationalen Rahmen. Haushaltskrisen, Legitimationsprobleme der Kulturpolitik, Liberalisierungsbestrebungen der Welthandelsorganisation im Dienstleistungsbereich usw. sind hier nur einige Stichworte.
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02. Januar 2006 in Publikationen
in: Neues Deutschland
Nein, Herr Minister! Da gibt es ein schönes, neues Wort, das wir uns erst mal zurechtübersetzen müssen: »Binnenpluralität.« Der Duden hilft nur teilweise, nennt ein »mehrfaches, vielfaches Vorhandensein, ein Nebeneinanderstehen«, so lange es um die Pluralität geht – von »Binnen« findet sich dabei keine Spur. Was also ist gemeint? Eine Geschäftsformel, der Aufbau eines Medienmacht-Unternehmens, wie wir es in Deutschland noch nicht kennen, kurz genannt: SPRINGER + SAT 1.
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11. November 2005 in Publikationen
in: Freitag
Kommentar zur Verwahrlosung der parlamentarischen Sitten
Seit ich denken kann, gehe ich ins Theater. Tausendmal habe ich dort das Drama öffentlicher Demütigung erlebt. In den antiken Stücken, bei Shakespeare, Schiller, Büchner, Sartre, Brecht …
Da lernt man die Macht kennen und die menschliche Hybris. Da lässt sich auch trefflich analysieren: Wie ist das möglich? Wie kann es dazu kommen? Warum gebietet niemand Einhalt? Was wird angerichtet in dem, der oder den Gedemütigten?
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