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Publikationen

Bücher:

  • Zigeuner heute: Untersuchung einer Außenseitergruppe in einer deutschen Mittelstadt, Enke Verlag, Stuttgart, 1963
  • Hinterhöfe der Nation: Die deutsche Grundschulmisere, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1971
  • Sozialismus als Männersache oder kennen Sie ‘Bebels Frau’?: seit 100 Jahren ohne Konsequenz, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1978
  • Telegramme aus London, Konkret-Literatur-Verlag, Hamburg, 1986
  • Warenhaus Journalismus – Erfahrungen mit der Kommerzialisierung des Fernsehens, Picus Verlag, Wien, 2004
  • Dieses Jahr in Jerusalem. Theodor Herzl – Traum und Wirklichkeit, Aufbau Verlag, Berlin, 2004

Kultur trotz(t) Krise?

soziokulturFür die aktuelle Ausgabe des Magazins „soziokultur“ der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. habe ich folgenden Artikel geschrieben. Unter dem Titel „Gerade in schwierigen Zeiten“ äußern sich alle fünf kulturpolitischen SprecherInnen der Bundestagsfraktionen zum Praxisfeld der Soziokultur. Mehr Informationen zu diesem Heft unter www.soziokultur.de.

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Trotz ermutigender Ansätze und Initiativen von unten, die sich gegen einen Kahlschlag in Folge der Finanzkrise wehren, ist die kulturelle Infrastruktur in den Ländern und Kommunen derzeit massiv bedroht. Es ist keineswegs sicher, dass die Kultur der Krise trotzen kann und dass es gelingt, die vorhandene kulturelle Vielfalt zu erhalten. Die Bedingungen, sie zu gestalten, neue Wege zu gehen und dennoch das Ererbte zu pflegen, sind denkbar schlecht. Ich kann diese Krise nur schwer als Chance begreifen, engt doch der finanzielle Druck den Gestaltungsspielraum elementar ein. So bleibt für die Kommunen oft nur ein Entweder-Oder. Sie haben keine Möglichkeiten mehr zu entscheiden, was sie wollen: das Theater erhalten, den Jugendklub, das soziokulturelle Zentrum oder eine neue Initiative gegen rechts fördern. Sie haben für alles kein Geld mehr und – wenn sie sich in Haushaltsnotlage befinden – auch keinerlei Entscheidungsfreiheit, die sogenannten „freiwilligen Aufgaben“ weiter wahrzunehmen. weiterlesen …


Mein halbes Jahrhundert "mit den Zigeunern" – 3. und letzter Teil

ZigeunerÄhnlich ist es auch mit den Zigeunern: sie fahren in modernen Autos herum mit überprüften Führerscheinen, aber aus dem Wohnwagenplatz kommen sie nicht heraus. Warum? Das zeigt vielleicht am besten die Geschichte dieses Wohnwagenlagers. Eine Geschichte, die man aus Polizeiakten erfahren kann, den Bürgern und den Lagerplatzbewohnern! Der über 70jährige Helmut Franz erzählt: weiterlesen …


Mein halbes Jahrhundert "mit den Zigeunern" – Teil 2

ZigeunerDiese Szene in Büchen – war sie ein Hinweis, dass das widerspruchslose Hinnehmen stereotyper Meinungen von einem gewissen Punkt an auch bedeutet, zuzulassen, dass diese stereotypen Meinungen sich verwirklichen in Form von Abschiebungen zum Beispiel, von Diskriminierungen, neuen Verfolgungen? Als ich den Bahnhof verließ, wartete auf dem Vorplatz eine Gruppe Zigeuner aus Hamburg. Sie wollten die Aussiedler aus Polen abholen. Einer von ihnen, ein alter Mann in einem dunklen Anzug, kam auf mich zu und sagte: weiterlesen …


Mein halbes Jahrhundert "mit den Zigeunern" – Teil 1

ZigeunerDer Autor Hans-Werner Kiefer hat gerade das Buch „Hommage an die Zigeuner“ veröffentlicht – das erste Buch seiner Art im deutschsprachigen Raum, das zu einem Dialog auf Augenhöhe zwischen Zigeunern und Nichtzigeunern beitragen will.

Schon früh habe ich mich mit dieser Thematik beschäftigt. 1961 promovierte ich an der Universität in Münster mit der Arbeit „Zigeuner heute – Untersuchung einer Außenseitergruppe in einer deutschen Mittelstadt“. Für diese nun vorliegende Publikation habe ich den Beitrag „Mein halbes Jahrhundert ‚mit den Zigeunern‘“ geschrieben. weiterlesen …


Sperrminorität unmöglich

nmzEin kleiner Presse-Nachtrag:
In ihrer Februar-Ausgabe hat die „neue musikzeitung“ unter Kulturpolitikern eine Umfrage zu dem Thema „Sperrminorität steht für Kontrolle – Staatliche Einflussnahme auf zivilgesellschaftliche Institutionen?“ durchgeführt. Hintergrund ist, dass der Deutsche Musikrat e.V. Ende Januar beschlossen hat, mit dem Staatsminister für Kultur und Medien einen Vertrag abzuschließen, der den Zuwendungsgebern (BKM, BMSFS, KMK) im Aufsichtsrat der Deutscher Musikrat Projektgesellschaft mbH eine Sperrminorität in entscheidenden Fragen einräumt, z.B. bei der Neuaufnahme mehrjähriger Projekte oder auch bei Bestellung und Wiederbestellung von Geschäftsführern.

Lesen Sie nacholgend mein Statement und auf www.nmz.de auch alle anderen Beiträge dazu. weiterlesen …


"Urheberrecht zwischen Schutz und Abschaffung"

Logo„Im Internet können Musik und Filme heruntergeladen werden, ohne dass die Urheber dafür entschädigt werden. Ist eine Pauschalabgabe auf Internetanschlüsse die Lösung?“ Diese Frage wird in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Das Parlament“ gestellt und die kulturpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen geben Antworten. Welcher Auffassungen Wolfgang Börnsen (CDU/CSU), Siegmund Ehrmann (SPD), Reiner Deutschmann (FDP) und Agnes Krumwiede (Bündnis 90/Grüne) sind, können Sie unter www.das-parlament.de nachlesen. Hier meine Meinung:

Eine Kulturflatrate im Sinne einer allgemeinen Medienabgabe auf das Internet ist problematisch. Sie führte zu Zwangsvergütung aller kostenfreier Inhalte, zu einem beständigen Streit um Vergütungsquoten und in ungeahnte Höhen. Schließlich sind nahezu alle Kulturgüter digital darstellbar und erhöhten eine pauschale Medienabgabe kontinuierlich. weiterlesen …


Sollte die Stasi-Überprüfung in Behörden verlängert werden?

Braunschweiger-Zeitung_mediumDiese Frage stellt heute die
„Braunschweiger Zeitung“ auf ihrer Meinungs-Seite und veröffentlicht dazu ein Pro & Contra. Ich sage NEIN – wie ich das begründe, können Sie nachfolgend in meinem Beitrag lesen. GANZ ANDERS sieht das der Bundestagsabgeordnete Arnold Vaatz (CDU), dessen Pro wir hier gerne dagegengestellt hätten, weil die Demokratie schließlich von Pro & Contra lebt. Doch leider ist die Zustimmung von Herrn Vaatz nicht zu erhalten.

BildDie Vergangenheit unseres 40 Jahre in zwei Gesellschaftssysteme getrennten und nunmehr seit 20 Jahren vereinten Landes verlangt eine Auseinandersetzung mit dem Umgang der Geschichte der DDR und ihrer Aufarbeitung einerseits und eine humane Gewichtung der Rechtsprinzipien, „Verjährung“ und „Verhältnismäßigkeit“ andererseits.

Unser Credo als LINKE lautet unmissverständlich:
JA, wir sind für die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit, und zwar je vertiefter und differenzierter, desto besser.
Aber wir sagen NEIN zu weiteren Überprüfungsfristen für den öffentlichen Dienst. Wir haben schon die Verlängerung der Überprüfungsfristen über 2006 hinaus abgelehnt, weil wir durch sie das Rechts-Prinzip der Verhältnismäßigkeit verletzt sehen. weiterlesen …


Was alles möglich ist!

clara_13in: clara (Nr. 13)

Unvergessen die Wahlnacht 2005: zu erleben wie Bundeskanzler Schröder die Kontrolle über sich verliert, über seine Gesichtszüge, über sein Lachen, über seine Gesten, über seine Worte … Sturz aus der Macht. Und dies zu erleben in einem Moment, in dem feststeht, dass ich Mitglied des Bundestages sein werde. Sehe ich dieses öffentliche Schauspiel einer Abwahl immer noch mit meinen »journalistischen« Augen oder schon mit »politischen«?

Die versteinerte Miene der Herausforderin, das müde Einmischen des Außenministers, der genussvoll hohe Ton des liberalen Chefs, das zufriedene Gesicht von Lothar Bisky … Beobachte ich das mit »journalistischem« oder »politischem« Blick?

Ich weiß nur, dass ich dachte: Wie gut, dass es eine Verfassung gibt, ein Parlament, feste Regeln, die sich Geschäftsordnung nennen. Und meine Neugier auf die Arbeit in diesem Rahmen einer Demokratie – sowieso das Motiv für meinen Wechsel in die Politik – meine Neugier wuchs in dieser Nacht. Der Machtwechsel in dieser Nacht war Ausgangspunkt für unsere politische Arbeit in dieser Legislaturperiode – und wir waren der Ausgangspunkt für diesen Machtwechsel. Die Zeit der alten Blöcke war vorbei. LINKS wirkte schon in diesem allerersten Augenblick. weiterlesen …


Gagen für die Plaudertaschen

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Faksimile des Artikels

Alles ist ungerecht. Ungerecht ist, dass Tom Buhrow als „Mister Tagesthemen“ ein ARD-Gehalt bezieht, während Claus Kleber vom ZDF pro Moderation des „Heute Journals“ bezahlt wird und damit wahrscheinlich viel mehr verdient. Ungerecht ist, dass Tom Buhrow sich Nebentätigkeiten als Angestellter genehmigen lassen muss, während Anne Will ihre Sendungen als eigene Firmenchefin produziert und niemanden gegenüber Rechenschaft schuldig ist, wo sie wann und gegen welches Entgelt sonst noch auftritt.

Das alles ist ungerecht und wird deshalb immer mal wieder in der Öffentlichkeit diskutiert. Sind die Spitzenleute des öffentlich-rechtlichen Systems tatsächlich so seriös, sachlich, unabhängig und der Information verpflichtet, wie sie selbst und ihre Anstalten behaupten, wenn sie gleichzeitig bei Banken und Firmen auftreten als Vertragsredner, Conferenciers, Interviewer, Moderatoren? Sind sie glaubwürdige, integre Journalisten oder nicht?

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Vierzig Jahre, vierzig Werke

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Gastkolumne Luc Jochimsen, Publizistin und Bundestagsabgeordnete der Linkspartei

VIERZIG JAHRE, VIERZIG WERKE

So, jetzt haben wir uns genug geärgert und zur Genüge empört über die westdeutsche Siegershow 60 Jahre, 60 Werke mitten aus dem kalten Krieg im 20. Jahr unserer Einheit.

Günter Grass hat „Skandal“ gerufen. Wolfgang Thierse hat geschimpft: „Der Kurator aus dem Rheinland hat immer noch nichts gelernt!“ Und die Akademie der Künste hat erklärt: „Der Verlust historischen Denkens über Kunst in diesem Land hat beunruhigende Ausmaße angenommen.“ Und Christoph Hein hat in einem bewegenden offenen Brief (Freitag 19/09) an die Bundesregierung geschrieben.

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