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Presse

Interview mit serbischer Autorin – unserem Gast auf der Leipziger Buchmesse

Serbien war Schwerpunktland auf der diesjährigen Buchmesse und die serbische Autorin Sonja Veselinović kam auf Einladung der Bundestagsfraktion DIE LINKE und mir nach Leipzig. Dies war eine schöne Folge meiner Kulturausschuss-Reise nach Ungarn und Serbien im vergangenen September und ein wunderbares Beispiel praktischer Kulturpolitik. Damals lernten wir in Belgrad eine Gruppe junger Autorinnen und Autoren kennen, die gerne mit ihren Werken nach Leipzig gekommen wären, aber durch das serbische Kultusministerium keine finanzielle Hilfe erhalten haben. Wir Abgeordneten bzw. die Fraktionen haben daraufhin für fünf Schriftstellerinnen und Schriftsteller diese Finanzierung übernommen.
Auf der Buchmesse traf ich Sonja Veselinović wieder und veranstaltete mit ihr gemeinsam eine kleine Lesung. Roman Stelzig von der Monatszeitung Leipzigs Neue sprach mit der Serbin – das Interview ist in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht:
Seite 1 und Seite 2.


Interview in der „Thüringer Allgemeine“

Thüringer Allgemeine, 21.04.2011


Wie verbringen Abgeordnete Ostern?

Die Thüringer Allgemeine hat recherchiert, was Bundestagsabgeordnete aus Thüringen in dieser Zeit  machen.

Thüringer Allgemeine, 18.04.2011

Interview in der Mitteldeutschen Zeitung

In der Freitags-Ausgabe der Mitteldeutschen Zeitung veröffentlicht und auch unter www.mz-web.de nachzulesen.

Sueddeutsche.de griff dieses Interview am Freitagmorgen unter der Überschrift „Wir brauchen ihn absolut“ gleich auf: „Sehnsucht nach Oskar: Luc Jochimsen, früher Linken-Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten, möchte Ex-Parteichef Lafontaine stärker einbinden – Emnid nennt das Spitzenduo Lötzsch/Ernst ‚Katastrophen‘“.
HIER der komplette Artikel.

Und die Nachrichtenagentur dapd veröffentlichte eine Meldung vom 2011-04-15 07:30 Uhr „Jochimsen fordert stärkere Einbindung Lafontaines“ und zitiert ebenfalls aus meinem Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung.


Das Freiheits- und Einheitsdenkmal in der Presse

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass man der friedlichen Revolution  gedenken kann, im 21. Jahrhundert, auf dem Schlossplatz, auf dem Sockel eines kaiserlichen Standbildes.“ Diese Kernkritik habe ich gestern in den ZDF heute-Nachrichten geäußert, nachdem Kulturstaatsminister Bernd Neumann dem Kulturausschuss den Siegerentwurf des Designers Johannes Milla und der Choreographin Sasha Waltz für das Denkmal, das an die friedliche Revolution erinnern soll, präsentierte.
(siehe auch Tagebuch von gestern)

Die Zeitungen sind heute übervoll mit Beiträgen darüber: „Hochgeschaukelt“ schreibt der Tagesspiegel / „Deutschland wirft sich in Schale“ titelt das Neue Deutschland / die Berliner Zeitung kommentiert „Der Bürger in der Waagschale“ und spricht vom geplanten Denkmal als einer „Deutschland-Wippe“ / für Bild.de gleicht das Einheitsdenkmal eher einer „riesigen Obstschale“ …
In vielen Berichten wird auch auf unsere Kritik und die der Grünen hingewiesen, wie beispielsweise in der tageszeitung oder wiefolgt im Kölner Stadt-Anzeiger: „Grüne und Linke standen dem Entwurf zwar grundsätzlich offen gegenüber, kritisierten jedoch das Verfahren. Grünen-Chefin Claudia Roth sagte, es gehe um ’sehr viel mehr als ein klassisches Denkmal‘. Daher sei eine sehr breite Debatte über Standort und Gestaltung des Denkmals nötig, um eine möglichst große Akzeptanz zu erreichen. Dieser Forderung schloss sich auch die Linksfraktion an. Deren kulturpolische Sprecherin Luc Jochimsen bemängelte auch die mangelnde Einbindung des Parlaments. Wochenlang habe der Ausschuss vergeblich um einen Sachstandsbericht zum Verfahren gebeten und sei dann mit dem Siegerentwurf vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Der Ausschuss werde so ‚zum Abnickgremium degradiert‘.“


Das Goethe-Institut fragt: Wie geht es eigentlich den Frauen?

Frauenrechte in der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik sind das Thema in der aktuellen Ausgabe des Goethe Magazins des Goethe-Instituts. “Von ihrem Lachen können wir lernen“ meinen auch die Verfasser und haben mir vier Fragen gestellt.

Goethe Magazin: Frauenrechte sind ein wichtiges Thema der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Welche Themen stehen dabei für Sie an erster Stelle?

Lukrezia Jochimsen: Die schwierigste Aufgabe ist und bleibt, Gewalt gegen Frauen überall auf der Welt in ihren vielfältigen Formen zu bekämpfen. Stets wird diese Gewalt als „kulturell“ definiert – von daher ist es auch so besonders kompliziert, Möglichkeiten zu finden, die Gewalt gegen Frauen wenigstens zu reduzieren.

G. M.: Welche Möglichkeiten der Einflussnahme hat die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik überhaupt, um Frauenrechte zu stärken?

L. J.: Bildung, Bildung, Bildung… ist das Fundament, um Frauenrechte zu stärken. Dabei reicht die Einrichtung von Schulen nicht aus, es müssen Möglichkeiten geschaffen werden, Frauen wirtschaftlich unabhängig von den Männern zu machen – gerade in armen Ländern.

G. M.: Wie wirkt das Engagement der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik nach Deutschland zurück?

L. J.: Bisher sind die Auswirkungen vor allem von erfolgreichen Männern geprägt, die man oder frau als Minister, Professoren, Richter oder Klinikchefs von Peking bis Teheran, von Buenos Aires bis Tiflis trifft, die als Stipendiaten in Deutschland studiert haben.

G. M.: Was können Politikerinnen von ihren Kolleginnen im Ausland lernen?

L. J.: In keinem europäischen Land ist es so schwer wie in Deutschland, als Frau Beruf und Familie miteinander zu vereinen und damit politische Karriere zu machen. Französinnen, Italienerinnen, Britinnen lachen über unser Schulsystem – von den Skandinavierinnen ganz zu schweigen. Von ihrem Lachen könnten wir lernen.

Den gesamten Artikel können Sie hier herunter laden: Artikel-GoetheInstitut


Süddeutsche Zeitung: „Das Ende der Unschuld“

Illustration: Katharina Bitzl

Unter der Rubrik JETZT. DE befasst sich die SZ in ihrer Ausgabe vom Montag mit dem „Ende der Unschuld“ und der Frage: „Muss man sich als Politiker irgendwann von den Idealen und Überzeugungen seiner Jugend verabschieden?“. 20 Bundestagsabgeordnete haben sie dazu befragt. Nachfolgend meine Antwort, die in leicht gekürzter Version in der Zeitung steht, in voller Länge unter www.jetzt.de/unschuld nachzulesen ist.

Politik verlangt von Ihnen die Aufgabe einer bestimmten Individualität. Sie müssen für andere handeln. Insofern verändert sich ihr Denken: Sie gehen den Weg vom Ich zum Wir. Ich glaube zum Beispiel, Guttenberg ist den Weg vom Ich zum Wir nie gegangen und letztlich daran gescheitert. Mit Selbstverwirklichung hat Politik dann natürlich nichts mehr zu tun.
Als Oppositionspolitiker müssen Sie ständig auf das reagieren, was die Regierungskoalition vorlegt. Gestern haben wir in der Fraktion einen Antrag verabschiedet: Sofortiges Abschalten der sieben alten Meiler und bis 30. April das Abschalten aller Atomkraftwerke. Wir wissen natürlich, dass unser Antrag sehr wahrscheinlich wieder von allen Fraktionen niedergestimmt wird. Diese Erfahrung machen wir seit 2005. weiterlesen …


Zum Editorial „Opposition“ in der neuen puk

In einem Editorial der Januar-Ausgabe von politik und kultur – der Zeitung des Deutschen Kulturrates – wurde der Opposition pauschal ein Mangel an kulturpolitischen Visionen vorgeworfen:

„Wohin die SPD und Die Linke wollen, und ob sie überhaupt irgendwo hin wollen, ist noch nicht sicher auszumachen. Sind linke kulturpolitische Visionen nicht mehr zeitgemäß?“

Dazu hatte ich dem Autor und Geschäftsführer des Kulturrates, Olaf Zimmermann, Folgendes geschrieben, was nun auch unter der Rubrik Leserbriefe in der neuen Ausgabe veröffentlicht wurde:

Ein schönes Geschenk zum neuen Jahr haben Sie mit Ihrem Editorial „Opposition“ in der neuesten Ausgabe von „politik und kultur“ uns Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitikern zugeschickt. In diesem Leitartikel konstatieren Sie vollkommen richtig, dass „linke Kulturpolitik einmal der Motor der Bundeskulturpolitik war“, einen Kulturstaatsminister und den Kulturausschuss des Bundestages geschaffen hat. Dass davon heutige Regierungspolitik profitiert, indem sie den Kulturstaatsminister, den Vorsitz und die Mehrheit im Kulturausschuss stellt, gehört zum Regelwerk der parlamentarischen Demokratie, dem Wechsel durch Wahlen. weiterlesen …


„Mit freundlichen Grüßen“ …

„Seit 15 Jahren korrespondieren ein ehemaliger Staatsanwalt Ost und ein Politiklehrer West“. Christina Matte vom Neuen Deutschland war vergangenen Sonntag mit einem Fotografen in unser „Café Gedanken frei“ nach Weimar gereist und berichtet nun im WochenND über diese Veranstaltung, und die Geschichte von Klaus Stenzel und Hans Christange.

Foto: Joachim Fieguth

„Bis vor Kurzem hatten sie weder telefonischen noch persönlichen Kontakt. Nun bereits ihre zweite Begegnung: Hans Christange (r.) und Klaus Stenzel trafen sich auf Einladung der Linkspolitikerinnen Luc Jochimsen und Gabriele Zimmer in Weimar. Sie lasen aus dem Briefwechsel, den sie nunmehr seit 15 Jahren pflegen und soeben in Teilen veröffentlichten.“

Der Artikel ist unter www.neues-deutschland.de nachzulesen.

Am Ende schreibt die Redakteurin: „Irgendwann dann die Erkenntnis: »Offensichtlich werden wir stets aneinander vorbeireden.« Wozu dann der ganze Aufwand, die Aufregung, die Kraftanstrengung? Das fragten am vergangenen Sonntag auch Luc Jochimsen und Gabriele Zimmer. Mit Christanges und Stenzels Antwort zeigten sie und die Gäste sich zufrieden: Wenn sie zu streiten aufhörten, würde ihnen etwas fehlen. In diesem Punkt waren sie sich einig. Den Standpunkt des jeweils anderen auszuhalten, zu ertragen, sei zutiefst demokratisches Gebaren. Na bitte, es geht doch.“


„Briefwechsel Ost – West“

Die Thüringische Landeszeitung berichtet in ihrer Weimar-Ausgabe vom Mittwoch über die „Buchpremiere im Café Gedanken frei“: „Fast 100 Menschen drängten sich am Sonntag in der 1. Etage in der Marktstr. 2, ständig mussten neue Sitzgelegenheiten herangeschafft werden. Der Grund war die Februar-Matinée des Café Gedanken frei von Luc Jochimsen, Gabi Zimmer und Dirk Möller. Die drei Vertreter der Linken hatten zwei bemerkenswerte Gäste: Hans Christange, 76, Ex-Staatsanwalt aus Cottbus, und Klaus Stenzel, Pädagoge aus Speyer. (…)“


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