Presse
15. August 2011 in Erinnerungskultur, Presse

- Ausschnitt aus der Titelseite der Jungen Welt vom 13.08.2011
Man kann den 13. August durchaus zum Anlaß nehmen, um Danke zu sagen. Zum Beispiel für 28 Jahre ohne Hartz IV, für 28 Jahre ohne Obdachlosigkeit, Suppenküchen, Tafeln oder Neonaziplakate. Danke durchaus auch für 28 Jahre ohne Praxisgebühr und für 28 Jahre Versorgung mit Krippen- und Kindergartenplätzen und für Bildung für alle.
Was man allerdings auf keinen Fall kann – es sei denn, man ist die BILD-Zeitung – am 13.08. ein Foto mit Männern in Uniform und schußbereiten Gewehren vor dem Brandenburger Tor auf der Titelseite verwenden. Und dieses mit einem großen „DANKE“ auf rotem Grund versehen. Für eine linke und aufklärerische Zeitung, wie es die JUNGE WELT sein will, ist das unmöglich. Das ist mein Urteil und meine Bewertung. Ich gehöre zu einer Gruppe von Bundestagsabgeordneten der LINKEN die ab sofort jegliche finanzielle Unterstützung für diese Art von Journalismus einstellen.
Ich will damit nichts zu tun haben!
09. August 2011 in Arbeit in Thüringen, Presse
Am Samstag fand in Gera zum neunten Mal das Hassfestival Rock für Deutschland statt. Zur gleichen Zeit versammelten sich aber auch engagierte, kreative und mutige Bürgerinnen und Bürger, um mit Demonstrationen und durch Sitzblockaden ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. „Diese Gegenveranstaltung ist seit Jahren der größte Erfolg in der Auseinandersetzung mit neonazistischer Gewaltkultur in Gera. Nach polizeilichen Angaben kamen 400 Teilnehmer zum NPD – Hass-Konzert. Dem standen und saßen rund 1.000 Gegendemonstranten gegenüber. Tatsächlich sind die Fakten nicht beruhigend: nicht einmal ein halbes Prozent der Geraer Bevölkerung dürfte sich an der Gegendemonstrationen beteiligt haben. Unser Dank gilt allen Menschen aus Gera, die wiederholt oder erstmals couragiert auf der Straße waren, die mit zivilem Ungehorsam und Sitzblockaden erhebliche Beeinträchtigungen des Nazikonzerts erreichten.“ Hier können Sie eine Einschätzung des Aktionsbündnisses lesen…
Die Thüringer Allgemeine schreibt, dass in Gera ein „deutliches Zeichen gegen Neonazis“ gesetzt wurde.
In der Leipziger Volkszeitung war zu lesen, dass deutlich mehr Neonazi-Gegner mobilisiert werden konnten als Teilnehmer für das NPD-Festival.
Allgemein
sei man recht zufrieden mit dem Tagesverlauf sagen die Sprecher des “Runden Tisches und des Aktionsbündnisses” bei ZEIT ONLINE.
Bodo Ramelow betonte im ND, dass die „Demokraten nicht nachlassen werden in ihrem Kampf gegen Rechtsextremismus und für das Verbot der NPD“!
15. Juli 2011 in Presse
Auch in Russland interessiert man sich für das Stadtschloss. So geraten Pressemitteilungen der Linken sogar in russische Zeitungen wie die Germania-online!
14. Juli 2011 in Arbeit in Thüringen, Presse
„Die einen wollen Träume zählen, die anderen durch die Nacht segeln. Thüringens Mandatsträger kehren dem Alltag im Sommer den Rücken. Viele fahren in den Urlaub, manche bleiben aber auch einfach im schönen Freistaat. Alle touren im Sommer durch ihren Wahlkreis (…)
Für Lukrezia Jochimsen von der Linkspartei fällt der Sommerurlaub 2011 völlig aus.
Sie will endlich ihre Lebensgeschichte mit dem Arbeitstitel „Träume zählen“ zu Papier bringen, auf die der Aufbau-Verlag seit 2005 geduldig wartet.“ Den gesamten Artikel können Sie hier lesen!
13. Juli 2011 in Arbeit in Thüringen, Presse
Heute führte Radio Lotte Weimar mit mir ein Interview. Es ging um den Entwurf unseres neuen Parteiprogramms, über das im Oktober auf dem Bundesparteitag in Erfurt abgestimmt werden soll. Dieses liefert sowohl Grundsätze, als auch praktische Handlungsanweisungen. Themenschwerpunkte sind Krieg und Frieden, die Entkopplung von Kapitalismus und Demokratie, aber auch der Kulturbegriff der Linken.
Hier können Sie sich das Interview anhören:
Interview Radio LOTTE Teil I, Interview Radio LOTTE Teil II
27. Juni 2011 in Presse
Wie der Tagesspiegel berichtet, werden die 552 Millionen Euro für den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses nicht reichen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann gab zu, den ursprünglich geplanten Kostenrahmen nicht einhalten zu können. Er gehe aber davon aus, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages die Mehrkosten schon mittragen werde.
Ich werde im Artikel dazu wie folgt zitiert: „Dagegen erklärte die kulturpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion im Bundestag, Luc Jochimsen, mit der angekündigten Kostensteigerung würden die längst geäußerten und stets zurückgewiesenen Befürchtungen ihrer Partei nun doch wahr. Die Linke sei stets gegen den Schlossbau gewesen und bliebe auch bei ihrer Ablehnung, wenn das Schloss billiger als geplant würde.“
Den ganzen Artikel können sie hier lesen.
17. Juni 2011 in Presse
Die Redaktion der Zeitschrift „Das Parlament“ hat für eine „Serie über Abgeordnetenbüros“ außergewöhnliche Büros gesucht, die abseits der üblichen Einrichtung auffallen – ja, aus der Masse herausragen. Mein Büro ist außergewöhnlich, nicht aber weil meine eigene Kreativität in diesem Fall ein besonderes Arbeitsumfeld geschaffen hat, sondern vielmehr die, der verschiedensten Künstlerinnen und Künstler, deren Werke die Wände meines Büros zieren. Ich empfinde es als großes Privileg in der unmittelbaren Nähe dieser großartigen Kunstwerke zum Beispiel von Max Beckmann, Lovis Corinth oder aber auch von Udo Lindenberg und Anka Kröhnke meiner Arbeit nachzugehen. Sie inspirieren mich jeden Tag neu…
Hier ein Auszug aus dem Artikel: „Seit ihrer Wahl zur Bundestags-Abgeordneten 2005 setzt sich Jochimsen für den Schutz der Kultur ein – der kulturellen Infrastruktur, aber insbesondere auch der Künstler: „Die kulturelle Wirtschaft wächst zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige. Doch die Kreativen sind so arm wie das Proletariat des 19. Jahrhunderts“, moniert sie. Das sei ein zentrales Thema gerade für ihre Fraktion, findet Jochimsen.
Die Auseinandersetzung mit Kunst begleitet sie aber nicht erst, seit sie Kulturpolitikerin ist, sondern von Kindesbeinen an. Ihre Mutter sei eine „sehr kunstinteressierte Frau“ gewesen, habe Theater und Museen geliebt, erzählt Jochimsen, die 1936 in Nürnberg zur Welt kam, ihre Kindheit aber auch in Wien, Budapest und Düsseldorf verbrachte. An die Zeit des „kulturellen Aufbruchs“ nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, den Jochimsen mit der Familie in Frankfurt „überlebte“, erinnert sie sich gut: „Jazz, die neuen Autoren Tennessee Williams und Arthur Miller, die Inszenierungen des großartigen Theaterintendanten Harry Buckwitz – ich bin da so eingetaucht“, erzählt sie und fügt hinzu: „Ich hatte diesen Hunger auf Kultur, und er hat mich mein ganzes Leben begleitet.“
Autorin: Sandra Schmid
Den ganzen Artikel können Sie hier lesen.
25. Mai 2011 in Presse
Das Echo in der Presse auf meine Rede vom Mittwoch im Deutschen Bundestag war groß. Die Zeitungen und Internetauftritte der Magazine sind voll mit Beiträgen darüber:
Focus ONLINE (26.05.2011): Antisemitismus-Vorwürfe – Linksfraktion muss sich stellen
Die Abgeordnete Luc Jochimsen warf den übrigen Fraktionen „Doppelmoral“ und „Stimmungsmache“ vor. „Wir brauchen uns nicht abzukehren von irgendetwas. Unsere Parteispitze ist vollkommen klar in der Haltung gegen Antisemitismus. “ Die aktuelle Debatte werde aus „Parteipolitischem Kalkül“ geführt. Es sei aber ein gemeinsames Problem aller Parteien, dass es Antisemiten in der Gesellschaft gebe, „und zwar nicht wenige“. Dagegen müsse man angehen.
Neues Deutschland (26.05.2011): Antisemitismus-Schelte für LINKE im Bundestag
Vergeblich appellierte für die Linksfraktion Lukrezia Jochimsen an die anderen, das Thema für eine politische Instrumentalisierung nicht zu missbrauchen. Es sei die „Grundposition der LINKEN, gegen jede Form des Antisemitismus vorzugehen. (…) Weiter ist dort zu lesen, dass das Symbol mit Davidstern und Hakenkreuz auf der Internetseite der Duisburger Linkspartei dort nicht mehr stehe, durch illegale Manipulation hingeraten sei und die LINKE Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt habe.“
Frankfurter Rundschau (26.05.2011): Harte Attacken gegen Linkspartei – Union und FDP ziehen in aktueller Stunde zu Antisemitismus Vergleiche zu Rechtsextremisten
Auf Vorwürfe reagierend antisemitische Vorurteile zu schüren und endlich das Existenzrecht Israels anzuerkennen werde ich dort wie folgt zitiert: Genau das habe die Linke längst getan, (…). Sie verwies auf einen Fraktionsbeschluss vom April 2010, in dem die Linke ihre „besondere Verantwortung gegenüber Israel und gegen jede Art von Antisemitismus“ betont. In dem Papier heißt es weiter: „Diese Verantwortung ist nicht relativierbar“
Frankfurter Allgemeine (26.05.2011): Vorwürfe gegen die Linkspartei
Die Linke-Abgeordnete Lukrezia Jochimsen verwahrte sich gegen die Vorwürfe; ihre Partei lehne Antisemitismus ganz klar ab. Sie könne es sich einfach machen und darauf hinweisen, dass ausgerechnet die „Globke-Filbinger-CDU und die Mende-Möllemann-FDP“ ihrer Partei diesen Vorwurf machten. Tatsächlich gehe es ihnen um „Stimmungsmache“ gegen ihre Partei.
04. Mai 2011 in in Berlin, Presse, Veranstaltungen
Die Zeit zwischen Alt und Neu ist immer eine Zeit für Rückblicke…
++ MACHT – FLÜCHTLINGE – FREIHEIT ++ „Kultur neu denken“ in Berlin

Neues Deutschland vom Freitag, 6. Mai 2011 mit einem Beitrag zu unserer Veranstaltung. Klicken Sie auf das Bild oder lesen Sie den Artikel unter www.neues-deutschland.de.

- Gruppenbild mit Dame am späten Nachmittag vor dem Kino Babylon: Dieter Kosslick, Costa-Gavras und Lothar Bisky (v.l.n.r.)


Gisela Zimmer, Redakteurin unserer Fraktion, führte mit Costa-Gavras folgendes Interview: „Zuwanderung: Herausforderung dieses Jahrhunderts“
Innerhalb der Veranstaltungsreihe „Kultur neu denken“ hatte Luc Jochimsen, die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, den europäischen Filmemacher Costa-Gavras für den 4. Mai 2011 ins Berliner Kino Babylon eingeladen. Der 78jährige Regisseur brachte zur Diskussion um Macht – Flüchtlinge – Freiheit seinen Kinostreifen „Eden is West“ mit. Erstmals bei der Berlinale 2009 uraufgeführt, wurde Gavras Filmgeschichte über Zuwanderung seitdem in keinem deutschen Kino gezeigt. Es geht um Zuwanderung, um die Odyssee des illegalen Einwanderers Elias und darum, wie wir in Europa mit Menschen aus der Fremde umgehen. Gisela Zimmer sprach mit dem griechisch-französischen Regisseur Costa-Gavras.
Der Film ist bereits zwei Jahre alt und könnte doch aktueller nicht sein. Man könnte glauben, das alles spielt sich jetzt, hier und heute vor der Insel Lampedusa ab. Hatten Sie einen siebten Sinn, geahnt, wie sich das Flüchtlingsdrama vor den Küsten Europas entwickeln wird?
Nein, diese Dimension hat wohl niemand vorausgesehen. Und die Situation jetzt ist auch noch viel dramatischer als zum Zeitpunkt des Drehens. Die Leute nehmen diese ungewisse Flucht auf sich, weil sie gar nichts mehr zu verlieren haben. Keine Arbeit im eigenen Land, Hunger, Verfolgung, Bürgerkriege. Die europäische Politik aber hat das Problem verdrängt, einfach nicht hingeschaut. Wir Künstler müssen hinsehen und Fragen stellen. Und ich glaube, wir stehen erst am Anfang. Das Flüchtlingsproblem ist das Problem dieses Jahrhunderts.
Sie erzählen die Geschichte eines jungen Mannes. Elias heißt er. Das sind leise Bilder, stille Momente von Einsamkeit, ein ewig Gejagter, immer die Angst, entdeckt zu werden, hin und wieder kleine Gesten von Solidarität, aber auch diese unbändige Hoffnung, doch anzukommen in der Fremde. Sie haben der Masse von Flüchtlingen ein Gesicht gegeben. Welcher Wunsch steckt dahinter? weiterlesen …
28. April 2011 in Presse
„Die aktuelle Debatte um die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik ist eine ethische Herausforderung. Sie trifft auch in Thüringen innerhalb der Parteien auf ablehnende und zustimmende Positionen.“ – so schrieb die Thüringer Allgemeine am 23. April auf ihrer Sonderseite zu diesem Thema. In dem Artikel „Entscheidung zur PID ist keine Parteipolitik“ hat der Redakteur Christian Fröhlich die Meinungen von Thüringer Bundestagsabgeordneten aller fünf Fraktionen zusammengetragen. Er stellte fest: „Das Thema der Präimplantationsdiagnostik (PID) spaltet alle Fraktionen. So kommt es, dass sogar CDU-Politiker auf einer Linie sind mit den Kollegen der Linken.“ So ist es der Fall bei Manfred Grund von der CDU und mir. Grund ist gegen die PID, weil sie für ihn „Leben auf Probe“ bedeutet. Mich zitiert die Zeitung anschließend wie folgt: „Luc Jochimsen, Thüringer Abgeordnete der Linken, ist inzwischen der gleichen Meinung, nachdem sie anfänglich noch Vorteile der Untersuchung gesehen hatte: ‚Nach intensiver Auseinandersetzung mit der Thematik muss ich sagen, dass wir bei der PID um eine Selektion von Leben nicht herumkommen. Das darf nicht sein.‘“
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