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Arbeit in Thüringen

Auch in den Ferien geht der Krieg weiter …

Büro_AusstellungDie neue Tafel der Afghanistan-Ausstellung im Schaufenster meines Weimarer Bürgerbüros in der Marktstraße 17.


Auch in den Ferien geht der Krieg weiter …

Afghanistan

Daran erinnert eine Ausstellung über Afghanistan, die seit einigen Wochen im Schaufenster meines Weimarer Bürgerbüros in der Marktstraße 17 zu sehen ist. Jede Woche gibt es dort eine neue Tafel – die Fotos und Texte wollen über die Situation in diesem Land berichten und unsere Alternativen zur Kriegspolitik der Bundesregierung darstellen.


Auch in den Ferien geht der Krieg weiter…

Schaufenster 3Das Leben der afghanischen Bevölkerung und die Opfer des Krieges werden in Deutschland aus der Debatte um den Krieg in Afghanistan weitgehend ausgeblendet. Selbst im Untersuchungsausschuss über den Bundeswehrangriff in Kundus waren die Meinungen der Betroffenen und deren Familien nicht gefragt.
Meine KollegInnen Christine Buchholz und Jan van Aken, Mitglieder dieses Ausschusses, reisten daher zu Beginn dieses Jahres nach Afghanistan. Sie sprachen mit Opfern und Hinterbliebenen des Luftschlags von Kundus und bekamen einen Eindruck von dem menschlichen Leid, das damit verursacht wurde. An vielen Stellen des Landes bekamen die beiden zu hören: Afghanistan braucht nicht mehr Militär, sondern nachhaltige Hilfe und Gelder für den Wiederaufbau, um seine Zukunft friedlich gestalten zu können.

Mit einer Ausstellung, die aus 9 Tafeln besteht, wollen wir jetzt die Reise, die Diskussion und unsere Alternativen zur Kriegspolitik der Bundesregierung in Afghanistan darstellen.
Die Tafeln sind den Sommer über im wöchentlichen Wechsel im Schaufenster meines Bürgerbüros in der Weimarer Marktstraße 17 zu sehen.


Mein Sonnabend in und um Erfurt herum

Neudietendorf
Auf dem Podium bei der Afghanistan-Konferenz (v.l.n.r.): Christian Hirte, MdB (CDU); Astrid Rothe-Beinlich, Vizepräsidentin des Thüringer Landtags (Bündnis 90/Die Grünen); der Moderator Gerwald Herter; Prof. Dr. Dietmar Herz, Staatssekretär Thüringer Justizministerium (SPD)

Der Tag startete mit einem Interview bei Salve TV in Erfurt und ging weiter beim Tag der offenen Tür im Landtag. Hier war ich am Vormittag Gast beim Kommunalpolitischen Forum Thüringen e.V., das in mehreren Gesprächsrunden „Die Kultur in der Krise!“ in den Mittelpunkt rückte. In der Kultur Tätige oder für Kultur Verantwortliche haben sich über die Situation von Kulturinitiativen ausgetauscht. Diskutiert haben wir über die finanzielle Situation, den von uns geforderten Schutzschirm für die Kultur und die Einheit von Kultur, Bildung und Sozialpolitik. LandtagDanach stand ich für einen Polit-Talk mit Bodo Ramelow auf der Landtags-Bühne und anschließend ging es nach Neudietendorf bei Erfurt, wo die Evangelische Akademie Thüringen und die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einer Tagung zum Thema „Krieg in Afghanistan: Kurskorrektur, Auswege oder dauerhaftes militärisches Engagement?“ eingeladen haben. In der Diskussionsrunde „Abzug oder Aufstockung? Welche politische Strategie gibt es für den Afghanistan-Konflikt?“ habe ich noch einmal unterstrichen, dass die deutschen Truppen sofort aus diesem Land abgezogen werden müssen. Alle anderen Teilnehmer sprachen sich gegen solch einen sofortigen Abzug aus.


Nicht nur morgen muss es heißen: Auf die Plätze! Theater! Los!

DNT1
Der Theaterplatz in Weimar

Raus aus den Gebäuden – rauf auf die Plätze: Das ist das richtige Rezept, um die Vielfalt der Thüringer Kultur darzustellen und für sie zu werben. Ich kann also die gemeinsame Aktion der Thüringer Theater und Orchester am morgigen Samstag nur begrüßen.

In Thüringen gibt es eine hervorragend aufgestellte und qualitativ hochwertige Theater- und Orchesterlandschaft. Leider wird über diese viel zu oft nur in Zusammenhang mit finanzieller Unterstützung oder gar Streichungen gesprochen. Jetzt setzen die Theater das richtige Signal und gehen mit Konzerten, Lesungen und Aufführungen in die Öffentlichkeit – und zeigen damit: ‚Wir sind für die Bürger da!‘

Wer öffentlich um Zuschüsse wirbt muss auch öffentlich zeigen, was er zu bieten hat. Deshalb wäre es schön, regelmäßig solche Aktivitäten in Innenstädten, auf Marktplätzen oder in Einkaufszentren erleben zu können. Außerdem haben die Theater langfristig nur Erfolg, wenn sie gemeinsam gegenüber dem Land auftreten und sich nicht gegeneinander ausspielen lassen.

So treten u.a. das Theater Erfurt mit seinem Philharmonischen Orchester vor der Staatskanzlei in Erfurt und das Deutsche Nationaltheater auf dem Theaterplatz in Weimar jeweils von 11.00 bis 11.30 Uhr auf.


Wanderausstellung „Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland“ im Landratsamt von Apolda eröffnet

WanderausstellungAm Wochenende haben die Thüringer Bundestagsabgeordneten Steffen-Claudio Lemme (SPD), Johannes Selle (CDU) und ich eine gemeinsame Pressemitteilung herausgegeben, in der wir zur Ausstellung „Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland“ der Friedrich-Ebert-Stiftung ins Landratsamt nach Apolda einladen. Die Thüringische Landeszeitung greift diese Meldung in ihrer heutigen Lokalausgabe für das Weimarer Land auch gleich unter der Überschrift „Parteiübergreifend gegen Rechts“ auf. Hier nun unsere gemeinsame Erklärung:

„Eine solche Ausstellung muss von allen Demokraten unterstützt und gefördert werden, darin waren sich alle drei Mandatsträger bei der Eröffnungsveranstaltung am 8. Mai, dem Tag des Kriegsendes, einig.
Rechtsextreme Gewalt ist nach wie vor bedauerlicher Alltag in der Bundesrepublik, kamen die drei Politiker überein. Auch im Jahr 2009 wurden wieder knapp eintausend rechte Gewalttaten im Bundesgebiet gezählt und damit fast drei Delikte pro Tag. weiterlesen …


Ost-West-Treffen in Suhl

Suhl
Ich berichte von meiner achtjährigen Geschichte als Linke zwischen Ost und West.

Unter dem Motto „Die Vielfalt in der Einheit als Chance für eine starke LINKE!“ kamen am vergangenen Samstag ca. 120 Mitglieder unserer Partei und Sympathisanten zusammen, um einen Monat vor dem Bundesparteitag über die weitere Entwicklung der Partei zu diskutieren – im 20. Jahr der deutschen Einheit, als Beitrag zu einem weiteren Zusammenwachsen von Ost und West.

DIE LINKE gibt es bundesweit erst seit 2007, sie hatte sich aus PDS und WASG gegründet und damit das Parteienspektrum in der Bundesrepublik Deutschland nachhaltig verändert. Wie die Wahlergebnisse zeigen, setzen viele Menschen Hoffnung auf eine politische Kraft, die linke Positionen in der Öffentlichkeit stärker thematisiert und Alternativen zur herrschenden neoliberalen Politik entwickelt.


"Der 8. März – Wie die DDR ihre berufstätigen Frauen ehrt"

SchaufensterDer Thüringer Arbeitslosenverband war in der letzten Woche in meinem Weimarer Bürgerbüro und hat zum 99. Frauentag mein Schaufenster umdekoriert (Foto). Das zeigt mir, welchen Stellenwert dieser Tag auch ausserhalb von Parteien oder Gewerkschaften noch immer hat. Auch für mich ist der 8. März ein besonderer Tag.

Im Jahr 1981 hatte ich die Möglichkeit, für die ARD die Dokumentation „Der 8. März – Wie die DDR ihre berufstätigen Frauen ehrt“ zu machen. Ich portraitierte den Berufsalltag von Frauen im Bezirk Erfurt. Eine verheiratete Arbeiterin, eine geschiedene Frau, eine Ärztin und eine LPG-Bäuerin gaben Einblick in ihr Leben – und sagen auch heute noch, dass sie damals nichts beschönigt haben.

Heute wird dieser Film im thüringischen Bad Salzungen und am Sonntag in Hamburg öffentlich gezeigt – und anschließend gibt es jeweils eine Diskussion mit mir und dem Publikum (siehe Termine).
Ankündigung für die Veranstaltung am Sonntag in der Tageszeitung junge Welt.


Besuchergruppe aus Thüringen

BesuchergruppeHeute hatte ich eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus Weimar zu Gast, der ich in unserem Fraktionssaal von meiner Arbeit berichtete – und natürlich Fragen beantwortete.


Schlechte Nachricht aus Thüringen: Vandalismus gegen Wahlkreisbüro

GreizEine alarmierende Nachricht erreichte mich die Woche aus Greiz: In der Nacht zum Dienstag zerstörten Unbekannte eine Schaufensterscheibe des Bürgerbüros meines Fraktionskollegen Frank Tempel – am Markt, mitten in der Stadt. Glücklicherweise kam niemand zu Schaden.

„Ich verurteile jeglichen Einsatz von Gewalt, ob sie gegen Menschen oder gegen Eigentum gerichtet ist. Zumal die Arbeitskraft der MitarbeiterInnen damit vereinnahmt wird und somit auch das Geld der Steuerzahler“, so Frank Tempel. Trotz der nun etwas schwierigen Arbeitsbedingungen bleibt das Büro zu den üblichen Zeiten für die Anliegen der BürgerInnen geöffnet – nun erst recht!


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