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Café Gedanken frei


So heißt die Matinee, die ich seit 2007 jeden dritten Sonntag eines Monats im Weimarer Bürgerbüro veranstalte: Nachdenken, voraus denken, alte und neue Gedanken, Querdenker, Kontroversen…

China! China! China! Welchen Wert hat „Die chinesische Karte“?

Am Sonntag stand das „Café Gedanken frei“ ganz im Zeichen Chinas. Dirk Möller und ich hatten den Asienexperten und Autor Wolfram Adolphi mit seinem aktuellen Buch „Die chinesische Karte“ zu Gast.

Darin geht es unter anderem um die Aufarbeitung der deutschen Wende und der Geschehnisse auf dem Tian‘anmen-Platz, jeweils aus Sicht derer, die den jeweiligen Staat repräsentieren. Warum gab es in Deutschland einen friedlichen Umbruch, während er in China blutig niedergeschlagen wurde? Die Romanfiguren Adolphi’s wissen darauf auch keine eindeutige Antwort. Aber sie beschäftigen sich anhand dieser Fragen auch mit sich selbst: Welchen Einfluss hatten sie? Was bedeutet – aus der zeitlichen Ferne betrachtet – die Tätigkeit für die Stasi heute?

„Die chinesische Karte“ ist der dritte Band von Adolphi’s China-Reihe. Im ersten Band („Chinafieber“ 2004) beschäftigte er sich mit den deutsch-chinesischen Beziehungen in den 1930er und 40er Jahren, im zweiten („Chinatraum“ 2007) mit den 1980er und beginnenden 1990er Jahren.

In der anschließenden Diskussion wurde Adolphi auch zur augenblicklichen Situation in China befragt. Aus seiner Sicht gibt es in China zwei Grundauffassungen: Für die einen ist der Kapitalismus nicht die Lösung für die chinesischen Probleme, die anderen dagegen wollen eben mit der kapitalistischen Logik eine führende Rolle Chinas in der Welt erobern.


Ist das politische Kabarett noch zu retten?

Uli Masuth beim Café Gedanken frei

Im „Café Gedanken frei“ am vergangenen Sonntag wurde viel gelacht – „Schuld“ daran war der Kabarettist und Wahl-Weimarer Uli Masuth. Auch im Namen von Gabi Zimmer und mir begrüßte Dirk Möller, der diesmal durch den Vormittag führte, unseren Gast.

Gleich zu Beginn stellte er klar: „Darf man in einer Zeit der Katastrophen lachen? Man darf! Und sei es mit schlechtem Gewissen.“ Dann folgten einige Kostproben aus seinem neuen Programm „Ein Mann packt ein.“ Es ging um den Rückzug des Männlichen in vielen Facetten, in der Politik, in der Kultur und natürlich in der Familie.
Anschließend gab er im Gespräch einen Einblick in das Leben eines Kabarettisten. „Woher nehmen sie ihren Stoff?“ Masuths Antwort: „Sie beobachten, hören zu, sortieren ein. Dabei ist Schwarz-Gelb ein Segen für die Kabarettisten. Da werden die Pointen gleich druckreif geliefert.“ weiterlesen …


Das „Café Gedanken frei“ am Sonntag in Weimar: In welcher Verfassung ist Thüringen?

Gabi Zimmer und ich hatten die Richterinnen am Thüringer Verfassungsgericht Iris Martin-Gehl (2.v.r.) und Petra Pollak (2.v.l.) zu Gast und diskutierten über die Rolle des höchsten Gerichts in Thüringen.
„Richter haben Macht. Verfassungsrichter haben besonders viel Macht. Sie machen nämlich mit ihren Urteilen Politik.“ Mit diesem Zitat von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung zum Verfassungsgericht in NRW konfrontierte ich zum Einstieg die beiden Gäste und verband dies mit der Frage, ob das Landesverfassungsgericht (LVG) ein politisches Gericht sei. „In gewisser Weise schon“, sind sich die ehrenamtlichen Richterinnen, die beide selbständige Rechtsanwältinnen sind, einig. Martin-Gehl brachte es auf den Punkt: „Die Hauptaufgabe des LVG besteht darin, die Thüringer Gesetze auf die Vereinbarkeit mit der Thüringer Landesverfassung zu überprüfen.“ weiterlesen …


„Mit freundlichen Grüßen“ …

„Seit 15 Jahren korrespondieren ein ehemaliger Staatsanwalt Ost und ein Politiklehrer West“. Christina Matte vom Neuen Deutschland war vergangenen Sonntag mit einem Fotografen in unser „Café Gedanken frei“ nach Weimar gereist und berichtet nun im WochenND über diese Veranstaltung, und die Geschichte von Klaus Stenzel und Hans Christange.

Foto: Joachim Fieguth

„Bis vor Kurzem hatten sie weder telefonischen noch persönlichen Kontakt. Nun bereits ihre zweite Begegnung: Hans Christange (r.) und Klaus Stenzel trafen sich auf Einladung der Linkspolitikerinnen Luc Jochimsen und Gabriele Zimmer in Weimar. Sie lasen aus dem Briefwechsel, den sie nunmehr seit 15 Jahren pflegen und soeben in Teilen veröffentlichten.“

Der Artikel ist unter www.neues-deutschland.de nachzulesen.

Am Ende schreibt die Redakteurin: „Irgendwann dann die Erkenntnis: »Offensichtlich werden wir stets aneinander vorbeireden.« Wozu dann der ganze Aufwand, die Aufregung, die Kraftanstrengung? Das fragten am vergangenen Sonntag auch Luc Jochimsen und Gabriele Zimmer. Mit Christanges und Stenzels Antwort zeigten sie und die Gäste sich zufrieden: Wenn sie zu streiten aufhörten, würde ihnen etwas fehlen. In diesem Punkt waren sie sich einig. Den Standpunkt des jeweils anderen auszuhalten, zu ertragen, sei zutiefst demokratisches Gebaren. Na bitte, es geht doch.“


„Briefwechsel Ost – West“

Die Thüringische Landeszeitung berichtet in ihrer Weimar-Ausgabe vom Mittwoch über die „Buchpremiere im Café Gedanken frei“: „Fast 100 Menschen drängten sich am Sonntag in der 1. Etage in der Marktstr. 2, ständig mussten neue Sitzgelegenheiten herangeschafft werden. Der Grund war die Februar-Matinée des Café Gedanken frei von Luc Jochimsen, Gabi Zimmer und Dirk Möller. Die drei Vertreter der Linken hatten zwei bemerkenswerte Gäste: Hans Christange, 76, Ex-Staatsanwalt aus Cottbus, und Klaus Stenzel, Pädagoge aus Speyer. (…)“


Aufarbeitung „mit freundlichen Grüßen“ – Ein Briefwechsel zu 14 Jahren Einheit

Am Sonntag hatten Gabi Zimmer und ich Klaus Stenzel (links) und Hans Christange zu Gast im „Café Gedanken frei“ – und knapp 100 Interessierte, die teilweise aus Berlin, Cottbus, Ludwigshafen, Speyer und Darmstadt nach Weimar in die Eckermann-Buchhandlung kamen. Hans Christange, 76, Ex-Staatsanwalt aus Cottbus und Klaus Stenzel, Studienrat aus Speyer verbindet eine besondere Geschichte: Sie haben sich 14 Jahre lang Briefe geschrieben, ohne auch nur ein einziges Telefonat oder Treffen. Beide haben ihre sehr eigene Sicht auf die deutsche Geschichte: Christange verteidigt die DDR, für Stenzel ist sie von Stacheldraht und Stasi dominiert. Begonnen hatte der Briefwechsel mit einem Besuch einer Schülergruppe von Stenzel im Jahr 1996 in Magdeburg. Deren Eindrücke waren im Neuen Deutschland veröffentlicht worden, Christange las den Artikel und schilderte den SchülerInnen in einem Brief seine Sicht auf  die Lebenssituation in der DDR. Daraus entwickelte sich ein Briefwechsel, der nunmehr in Buchform vorliegt – „Ost-West Denkstrukturen“. Daraus lasen Stenzel und Christange nun erstmals gemeinsam vor.

Zu Beginn erkundigte ich mich nach den Motiven der beiden für diesen langen Briefwechsel: Stenzel wollte „über seinen westdeutschen Tellerrand hinausblicken“, Christange forderte von den Westdeutschen eine Auseinandersetzung mit den Lebensverhältnissen in der DDR und kein „Wiedergeben der Vorurteile, die ständig über die Medien transportiert werden“. Deshalb waren seine Antworten in der Regel auch dreimal so lang wie Stenzels Eingaben. Beide betonen aber unisono: „Der Pluralismus in unserer Gesellschaft ist uns wichtig!“. Und bei all‘ den kontroversen Ansichten zu BRD und DDR, Wende und Wiedervereinigung gibt es hier und da auch Gemeinsamkeiten, die Herr Christange im Namen beider zusammenfasste: „Arbeitslosigkeit ist ein Krebsgeschwür des Kapitalismus“ oder „Der zunehmende Lobbyismus ist nur politisch zu bekämpfen“ sind solche übereinstimmenden Aussagen. Gabi Zimmer lobte genau diese Kultur der Streitbarkeit zwischen Trennendem und Gemeinsamkeit: „Wir alle sind geprägt von persönlichen Erfahrungen und Bewertungen. Und ich finde, wir sollten diese nicht aufgeben, sondern in die gemeinsame Diskussion einbringen.“
Am Ende fasste Klaus Stenzel unter dem Beifall aller Gäste zusammen: „Wenn wir jetzt in der Schule wären, würde ich sagen: „Eine sehr gelungene Schulstunde.“ Und eine ehemalige Schülerin von Stenzel, die extra für diese Veranstaltung aus Süddeutschland nach Weimar gekommen war, bekräftigte noch einmal: „Ost und West reden und diskutieren zu wenig miteinander. Dieses Buch ist ein wundervoller Beitrag, diese Diskussion endlich zu beginnen.“


Presse zu unserem Weimarer „Café Gedanken frei“

Im Feuilleton der „Thüringer Allgemeine“ vom Montag steht ein Bericht über unsere Veranstaltung: „Anschauliches Bild vom Denken in Ost und West“. „Wie Hans Christange und Klaus Stenzel so in Hemd und Pullover, und beide bebrillt, auf der Bühne in der Weimarer Eckermann-Buchhandlung sitzen, sind sie sich durchaus ähnlich“, schreibt der Redakteur Hanno Müller. „Doch die beiden Männer könnten unterschiedlicher nicht sein. (…) Dass sie durchhielten, macht ihren Briefwechsel zu einem einzigartigen, ebenso toleranten wie fairen, Stimmungsbild des Denkens in Ost und West.“

Die Speyerer Lokalausgabe der „Rheinpfalz“ berichtete mehrfach über den Studienrat aus Speyer, Klaus Stenzel, und Hans Christange aus Cottbus und deren Briefwechsel „Ost-West Denkstrukturen“ – und die Redaktion verfolgt das Projekt weiter. Am Donnerstag vor der Veranstaltung wurde über die „Wende-Sicht aus Speyer in Weimar“ berichtet:

„Das Werk blieb nicht unbeachtet in hohen politischen Kreisen. Die Autoren werden zu Lesungen geladen. Die Bundestagsabgeordnete Luc Jochimsen, zuletzt Kandidatin der Partei „Die Linke“ für das Bundespräsidentenamt, hat sie ins „Café Gedanken frei“ nach Weimar eingeladen. Dort werden die beiden zum ersten Mal gemeinsam lesen. ‚Was mich besonders an dem Briefwechsel fasziniert, ist die Authentizität der zwei Individuen. Es sind eben keine Redakteure oder Direktoren von Gedenkstätten, sondern authentische Bürger, und das Generationsübergreifende. Es geht ja nicht nur um Stenzel und Christange, sondern es werden Schüler von heute einbezogen. Das ist besonders wichtig, denn diese Generation braucht den Dialog als Fundament für ein vereinigtes Zusammengehen‘, würdigt Jochimsen den Ansatz und die Bedeutung des Briefwechsels.“


„Mein Rezept: gegenseitige Toleranz“

Dirk Möller und ich hatten am vergangenen Sonntag in Weimar – im ersten „Café Gedanken frei“ des Jahres – Erzpriester Mihail Rahr, Pfarrer der Russisch Orthodoxen Gemeinde in Weimar, zu Gast.

Sein Weg hatte viele Stationen, bevor er im Jahr 2000 nach Weimar kam – und blieb. Er studierte Theologie in Jordanville, USA und in Presov, CSFR und lehrte am Priesterseminar in Minsk – um nur einige zu nennen. Sein Vater wurde von Buchenwald auf den Todesmarsch nach Dachau geschickt und dort von den Amerikanern befreit. „Mein Vater hat es überlebt, es gab also ein Happy End. Dennoch spielt seine Geschichte eine große Rolle in unserer Familie – gerade hier in Weimar, Buchenwald immer in Sichtweite.“
Schon früh stand für Mihail Rahr fest, dass er der Kirche dienen wolle, habe er doch den Ruf Gottes in seinem Herzen vernommen. Und nur so könne man auch dieses Amt ausfüllen: „Es ist eine Berufung und kein Beruf.“ In Thüringen, Rahrs Wahlheimat, gibt es nur diese eine orthodoxe Gemeinde, weshalb er auch Griechen, Rumänen, Georgier, Serben… betreut und damit eine Art ‚orthodoxe Ökumene‘ entwickelt. „Menschen guten Willens können immer miteinander auskommen, auch bei unterschiedlichen Ansichten und Herkünften“, so Rahr. Auf die Frage, wie er denn den Spagat zwischen seinem Vaterland und seiner neuen Heimat hinbekäme, sagte er, dass natürlich beides ginge. Man könne sowohl ein russisches Fundament, als auch die hiesige Kultur vermitteln. „Zwei Kulturen, zwei Sprachen, zwei Denkweisen, zwei Horizonte… können nur eine Bereicherung sein. Eine Person mit diesem Hintergrund kann schon einmal nicht engstirnig werden.“

Zum Schluss zitierte ich noch aus Mihail Rahrs Brief, den er mir zu unserer Veranstaltung „Kultur neu denken: Frieden – Macht – Freiheit“ im vergangenen Sommer auf Schloss Friedenstein in Gotha geschickt hat. Schon damals verlas ich folgende Sätze, die Mihail Rahrs tiefer Überzeugung entstammen: „Einbringen in das gesellschaftliche Leben sollte sich als Dienst an der Allgemeinheit verstehen, nicht als Einsatz zur Stärkung ausschließlich der eigenen Positionen. Was ich für mich fordere, darf ich anderen nicht verweigern; was ich anderen nicht zugestehe, darf ich für mich nicht beanspruchen.“

Eine besondere Freude war es auch, den Präsidenten der Klassik Stiftung Weimar, Hellmut Seemann (2.v.l.), begrüßen zu können.

„Café Gedanken frei“ zur Jugendliteratur

Zum Abschluss des Jahres hatten wir uns ein besonderes Thema vorgenommen: Wie ist der große, auch kommerzielle, Erfolg von Jugendbuchreihen zu erklären? Wo doch viele sogenannte Fachleute das Buch immer wieder totgesagt hatten. Insbesondere Jugendliche, so hatten diese Fachleute erklärt, würden lieber Computer spielen statt lesen. Weit gefehlt. Allein die Harry-Potter-Reihe, mittlerweile fast 400 Millionen mal verkauft, schlägt alle Auflagenrekorde.

Um diese Frage zu beantworten, hatten wir viel Prominenz in den Gewölbekeller der Stadtbücherei in Weimar eingeladen. Willi van Ooyen, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im hessischen Landtag; Dirk Adams, Thüringer Landtagsabgeordneter für Bündnis 90/Die Grünen; Renate Licht, Thüringer DGB-Vorsitzende und den Erfurter Kabarettisten Ulf Annel (von links). Erkrankt war leider der Thüringer Justizminister Holger Poppenhäger und die ebenfalls eingeladene Luisa Liebtrau, Hauptdarstellerin aus der KiKa-Reihe „Schloss Einstein“, konnte wegen eines ungeplanten Drehtages nicht nach Weimar kommen.
Zunächst trugen unsere Gäste aus Büchern vor, die für sie selbst oder für ihre Kinder einen wichtigen Einstieg in die Welt der Bücher bedeuteten. Und da kamen viele unterschiedliche Werke zum Vorschein: natürlich Harry Potter, aber auch wunderbare Kinderbücher wie „Der Grüffelo“ von Julia Donaldson oder eine Kurzgeschichte von Roald Dahl. weiterlesen …


„Ohne Idealismus kein Sozialismus“

Unsere November-Veranstaltung des „Café Gedanken frei“ in Weimar erinnerte an den Kriegsgegner und Revolutionär Gustav Landauer. Dazu hatten wir den Berliner Theaterkritiker Ernst Schumacher eingeladen, der die Biografie Landauers „Erschlagt mich doch! Daß ihr Menschen seid!“ verfasst hat, die dessen Anschauungen anhand markanter Lebensstationen vermittelt. Daraus las er gemeinsam mit seiner Frau und diskutierte anschließend mit Dirk Möller, dem Publikum und mir über Landauer damals und seine Aktualität heute.

In seinem „Aufruf zum Sozialismus“ aus dem Jahr 1911 schrieb Gustav Landauer: „Wer zum Sozialismus aufruft, muss der Meinung sein, Sozialismus sei eine Sache, die nicht oder so gut wie nicht, noch nicht oder nicht mehr in der Welt sei. … Der Sozialismus ist ein Bestreben, mit Hilfe eines Ideals eine neue Wirklichkeit zu schaffen.“ Mit diesem Appell richtete Landauer sich an jeden einzelnen Menschen – und um jeden Einzelnen in der Gesellschaft und Ideale geht es auch heute, Stichwort Stuttgart 21 oder die Antiatombewegung. Insofern ist Landauer auch 100 Jahre später noch ganz aktuell: wir dürfen vom Ideal des Sozialismus nicht lassen, dürfen weder müde werden, noch aufhören.

Lesen Sie den folgenden Bericht über unsere Matinée – einen Vorabdruck aus dem ROTEN Ginkgo-Blatt in Weimar – von Siegfried R. Krebs, Redakteur des Humanistischen Pressedienstes und ehemaliger Student Schumachers:

„Ohne Idealismus kein Sozialismus“

WEIMAR. Mit dem Satz „Es gibt keinen Sozialismus mehr ohne Idealismus!“, faßte Ernst Schumacher nicht nur die Lesung (gemeinsam mit seiner Frau Renate) über Gustav Landauer im „Café Gedanken frei“ am 21. November zusammen. Er gab damit auch eine Antwort auf die Frage der Gastgeberin Luc Jochimsen, was denn in heutiger Zeit aufrüttelnd und modern an Landauer sei.

Ernst und Renate Schumacher begannen ihre Lesung mit den letzten Lebens-Stunden Gustav Landauers am 2. Mai 1919: wie dieser verhöhnt, gequält und schließlich auf grausame Weise ermordet wurde. Die Täter waren aufgeputschte Reichswehr-Soldaten und Freikorps-Leute, die mit Wissen und Billigung des SPD-Ministers Gustav Noske („Einer muß der Bluthund sein.“) handelten. weiterlesen …


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