Café Gedanken frei

So heißt die Matinee, die ich seit 2007 jeden dritten Sonntag eines Monats im Weimarer Bürgerbüro veranstalte: Nachdenken, voraus denken, alte und neue Gedanken, Querdenker, Kontroversen…
16. Mai 2012 in Arbeit in Thüringen, Café Gedanken frei, Startseite
Im heutigen Café Gedanken frei in der Eckermann-Buchhandlung in Weimar ging es um das Thema Europa. Diskutiert wurde speziell die Frage der Zukunft der Sicherheit von der linken Europaabgeordneten Gabi Zimmer und dem zukünftigen linken Landtagsabgeordneten Dirk Möller. Welche Rolle kann und soll die „Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa“, kurz OSZE, dabei spielen? Zu Gast war mit dem Weimarer Stephan Schmidt ein Kenner dieser Organisation. Als Praktikant bei der OSZE-Präsenz in Albanien und im NATO-Hauptquartier in Brüssel lernte er die Sicherheitslage in Europa „von innen“ her kennen.
Zu Beginn der Veranstaltung zeigte Schmidt eine Präsentation, in der er auf die Geschichte, die Entstehung und die unterschiedlichen Aufgaben der OSZE einging. Neben den Beobachtermissionen hat sich die OSZE vor allem als Wahlbeobachter profiliert: 35.000 Beobachter bei 150 Wahlen sind ein Beleg dafür.
„Warum findet die OSZE in den Medien kaum statt?“ lautete die Eingangsfrage von Dirk Möller zu Beginn der Diskussionsrunde. Die Antwort Schmidts war eindeutig. „In der OSZE herrscht das Prinzip der Einstimmigkeit. Also findet nur statt, was alle wollen“. Und das seien dann eben nur Aktionen des kleinsten gemeinsamen Nenners, die meist wenig spektakulär und damit wenig beachtet seien. Außerdem steht die OSZE nach wie vor im Schatten der großen Organisationen wie UNO oder Nato.
Gabi Zimmer zweifelte die Wirksamkeit der Einsätze an. „Was kann eine OSZE Mission erreichen?“. Schmidt verwies zunächst auf das knappe Budget (ca. 150 Mio. Euro pro Jahr) und das geringe Personal (nur rund 3000 Mitarbeiter, davon 2500 in den unterschiedlichen Missionen). „Die Regierungen wollen eben keine wirksameren Einsätze. Sie wollen nicht mehr Kompetenzen abgeben und auch nicht mehr Geld zur Verfügung stellen.“ Dabei sind die OSZE-Missionen weit mehr als bloße Präsenz. „Der Auftrag lautet immer, so weit wie möglich in die Zivilgesellschaft hinein zu wirken.“ Das geschieht durch Bildung und Informationen der Konfliktparteien übereinander, in gemeinsamen Projekten oder Veranstaltungen. So sei zum Beispiel im sehr patriarchisch geprägten Albanien sehr viel zum Thema Gleichberechtigung der Geschlechter und Frauenrechte getan worden.
Aber dabei ist die Arbeit der OSZE nach wie vor sehr westlich geprägt. „Wenn wir einen Konflikt in Asien, in Afrika oder auf dem Balkan sehen, wird die OSZE schnell gerufen.“ Einen Einsatz im Baskenland oder im Nordirlandkonflikt aber sei nie in Frage gekommen. „Das ist dann eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Staates“ beschrieb Schmidt die aus seiner Sicht „krasse Doppelmoral“ westlicher Staaten. Dennoch ist die OSZE die einzig anerkannte Dialogorganisation, die weit über Wahlbeobachtung hinaus wirke. Schmidt wörtlich: „Im Georgienkonflikt hätte Russland einem Mandat der UNO oder gar der Nato niemals zugestimmt. Der OSZE aber wurde die Vermittlungsrolle zuerkannt.“
Es folgte eine sehr kontroverse Diskussion mit den knapp 40 BesucherInnen um die Frage der Anwendung der Gewalt zur Konfliktlösung oder zum Schutz der Menschenrechte. Dabei sieht Schmidt die OSZE außen vor. „Die OSZE darf niemals in eine gewalttätige Auseinandersetzung hinein gezogen werden, sonst verspielt sie ihre Glaubwürdigkeit“ ist er sich sicher.
Am Ende herrschte Konsens, das die OSZE nur die Rolle spielen kann, die ihr von den 56 Mitgliedsstaaten zugewiesen wird. „Aber einer Veränderung dieser Rolle müssen nationalstaatliche Initiativen voran gehen meinte Gabi Zimmer. „Das geht nicht aus dem europäischen Parlament heraus“ bemerkte sie am Ende der Diskussion.
Am Schluss der Veranstaltung gab es noch eine nette Geste: eine Weimarer Bürgerin hatte am Vorabend in der Buchhandlung ihren 60. Geburtstag gefeiert. Und sie bat die Gäste des Café Gedanken frei, sich von ihren vielen Geburtstagsblumen einige mit nach Hause zu nehmen.
29. April 2012 in Café Gedanken frei
Im heutigen Café Gedanken frei hatte ich einen besonderen Gast: die Kabarettistin Zara Arnold. In Weimar geboren, hat es sie über Leipzig und Berlin nach Suhl verschlagen. Das Wiedersehen mit ihrer Geburtstadt hat sie sehr gefreut: „In Weimar hat sich viel zum Positiven verändert. Die Klassikerstadt ist heute ein richtiges Kleinod“ schwärmte sie zu Beginn der Veranstaltung.
Ihr aktuelles Programm, aus dem sie Teile vorstellte, war wie man es von ihr gewohnt ist: temporeich. Aktuelle Politik wird erläutert mit Anleihen bei Goethe und Schiller. „Durch diese hohle Phrase muss ich kommen“ legte Arnold „Mutti Merkel“ in den Mund.
30 Jahre hat Arnold in Leipzig gelebt, deshalb bekamen auch die Sachsen ihr Fett weg: „In Sachsen wird „Bolle dick“ gemacht – deshalb habe wir ja auch Helmut Kohl bekommen“ war sich Arnold sicher. Selbst im Cognacschwenker kann sie Politisches entdecken: „Wenn ich mein Glas so hin und her schwenke und den Cognac betrachte, habe ich wenigstens das Gefühl, es bewegt sich etwas.“ Ob als himmlischer russischer Beobachter der Menschenrechte oder als Rezitatorin eines sächsischen Erlkönigs – Arnold trifft den Lachpunkt ihrer Zuschauer an diesem Vormittag in der Eckermann-Buchhandlung sicher.
In der anschließenden Diskussion mit mir und dem Publikum schlägt sie ernstere Töne an: „Das politische Kabarett hat ein großes Problem: das Publikum.“ Immer öfter bemerke sie, dass ihre Pointen vom Publikum nicht verstanden werden. Es fehle an politischen Hintergrundwissen, viele Leute wollen offenbar nur noch oberflächlich bespaßt werden. „Dieter Hildebrandt hat mal zu mir gesagt, wenn ich den Leuten noch die Pointe erklären muss, brauch ich nicht mehr auf die Bühne zu gehen. Recht hat er“ sagt sie und ist deshalb über den immer näher kommenden Ruhestand auch nicht verzweifelt. Und: „Heute sitzt die Zensur an der Kasse“ ist sich Arnold sicher.
Aber was darf Kabarett, welche Meinungsäußerungen sind möglich, wie weit dürfen Künstler und Literaten gehen? Am Beispiel Günter Grass und Peter Handke diskutieren wir mit dem Publikum, wie mit kritischen und aufrüttelnden Stimmen jenseits des Mainstream in der „veröffentlichten“ Meinung umgegangen wird. Wir sind uns einig: hier existiert in vielen Redaktionen eine Art Maulkorberlass. Entweder wird nicht berichtet oder mit gespielter Entrüstung die Autoren nieder gemacht. Nach knapp zwei Stunden war dieses Café (leider) vorbei – herzlichen Dank an die engagierte Frau, die sich danach wieder auf den Weg nach Suhl „jenseits des Bratwurstäquators“ machte.
26. März 2012 in Arbeit in Thüringen, Café Gedanken frei
Am Sonntag fand das „Café Gedanken frei“ ausnahmsweise in Erfurt statt. Der Stadtverband der LINKEN hat meine sonntägliche Matinee zu seiner Frauentagsveranstaltung genutzt und in den „Kaffee-Treffpunkt“ am Erfurter Johannesplatz eingeladen.
Zu Gast war Martina Rellin mit ihrem Buch Klar, bin ich eine Ost-Frau. Rellin, eine Frau aus dem Westen, lässt in diesem Buch Frauen aus dem Osten sprechen. Und genau darin liegt die Besonderheit dieses Buches, eigentlich ist es eher eine Art Dokumentation. Rellin lässt der jeweiligen Interviewpartnerin ihre eigene Sprache, sie ließ nicht, wie für gewöhnlich, ein Band mitlaufen, stattdessen schrieb sie die Geschichten per Hand nieder. Sie sagte dazu: „Die Gefahr wäre sonst zu groß, dass das Band, als Maschine gedeutet, den menschlichen Charakter verfälschen könne“.
Die Themen der Frauen sind Liebe, Familie, Arbeit und wie sie diese im Vergleich zu den westlichen Bundesländern empfinden. So erzählt Kiki, dass das Thema Kinder einen viel höheren Stellenwert im Osten als im Westen einnimmt. Und damit einher geht auch das Thema Arbeit. Arbeit und Kinder unter einen Hut bringen war der Normalfall im Osten, im Westen eher der Ausnahmefall. Das ist das Motiv dieses Buches. Was haben die Frauen gelernt und was haben sie alles gemacht? Sie mussten sich immer wieder neu erfinden, einer neuen Situation anpassen. Dies wurde auch durch die ökonomische Unabhängigkeit der Frauen in einer Ost-Partnerschaft unterstützt. Hier gibt es ganz offensichtlich einen wesentlichen Unterschied zu den Frauen in den alten Bundesländern.
„Das Zusammenwachsen der beiden deutschen Staaten hätte die Chance geboten, aus einem Gesellschaftssystem Bewährtes in ein anderes zu übernehmen. Aber leider wurde diese Chance verpasst“ bemerkt Rellin im Vorwort zu ihrem Buch. Die positiven Erfahrungen in der Familienunterstützung, der Kinderbetreuung oder im Gesundheitswesen hätte man für das neue Gesamtdeutschland nutzen können. Dennoch darf man die negativen Erfahrungen der Menschen nicht außer Acht lassen, jeder hatte seine eigene Geschichte. Der eine hatte Probleme mit der Stasi, der andere kam nicht mit ihr in Berührung. Das zeigen auch die Gespräche mit den Frauen im Buch.
Was Rellin mit diesen einzelnen Lebensgeschichten schafft entspricht auch einem Grundanliegen unseres „Café Gedanken frei“: Eine Brücke zwischen Ost und West schlagen.
23. März 2012 in Café Gedanken frei

Wer sind sie, die Ost-Frauen? Was treibt sie an? Was unterscheidet sie von den West-Frauen? Was können wir von ihnen lernen? Rellins Buch beschreibt eine spannende Frauenwelt: Zuversichtlich und risikofreudig, mit Lust und Leidenschaft. Wie in einem Puzzle setzt die Autorin aus den Aussagen einzelner Frauen ein ganzes Gesellschaftsbild zusammen. Aber wie kommt die West-Frau Rellin dazu, ein Buch mit dem Titel „Klar bin ich eine Ost-Frau“ zu schreiben? Das wird zu diskutieren sein. Rellin ist Verlegerin und veranstaltet Schreibwerkstätten.
Was treibt sie selbst an, welche Ziele will sie noch erreichen? Um diese
Fragen geht es im Gespräch von Luc Jochimsen und Gabi Zimmer mit der Schriftstellerin.
Am Sonntag, den 25. März 2011 im Kaffee Treffpunkt, Wendenstr. 20, 99085 Erfurt – der Eintritt ist wie immer FREI!
26. Februar 2012 in Café Gedanken frei

Am Sonntag war Daniel Burkholz mit seinem Film „Brigadistas“ im Café Gedanken frei zu Gast. Im Spanischen Bürgerkrieg haben vor mehr als 70 Jahren Menschen aus ganz Europa mit der Waffe in der Hand versucht, die gewählte Republik Spanien gegen den Diktator Franco und den Faschismus zu verteidigen. Der Film zeigt wie 36 Mitglieder dieser Internationalen Brigaden, „Brigadistas“ genannt, sich 2007 auf eine Reise durch Spanien begaben. Auf den Spuren ihres Kampfes fuhren sie von Madrid über Zaragossa nach Barcelona. Quer durch ein Land, in dem sie noch immer begeistert gefeiert wurden. Diese Reise war für viele der „Brigadistas“ die letzte – und sie wussten das. Sie berichteten über das Erlebte und wollten ihre Ideen und Ideale weitergeben.
Der Filmemacher war in Stadtbibliothek Weimar und berichtete von der Entstehung des Films, sprach über die Aussichten für ein Folgeprojekt und beantwortete auch die Fragen von Dirk Möller, Karin Schrappe und dem Interessierten Publikum.
Von besonderem Interesse für alle Beteiligten vor Ort war die Einschätzung des Regisseurs Burkholz zur Aufarbeitung der Geschehnisse nach Francos Tod im Jahr 1975. „Es wurde stillschweigend eine Vereinbarung zwischen den Anhängern Francos und den linken Kräften im Land getroffen. Die Macht wechselt friedlich – dafür blieb die Aufarbeitung und vor allem die Strafverfolgung aus. Noch immer wird selbst innerhalb vieler Familien das Thema totgeschwiegen“.
06. Februar 2012 in Café Gedanken frei

30. Januar 2012 in Café Gedanken frei

- copyright Reiner von Zglinicki
Gestern fand das erste Café Gedanken frei in diesem Jahr statt. Diese Veranstaltung war mir aus aktuellem Anlass besonders wichtig – Ein Abgrund an Aufklärung! – mit Frank Tempel und Martina Renner. Der Bundestagsabgeordnete Frank Tempel konnte aus seiner langjährigen Erfahrung als Polizist über Ermittlungstechniken und -verfahren berichten und so gezielt die Täuschungen und „Halbwahrheiten“ der staatlich befassten Ämter und Behörden bei den ersten Verlautbarungen entlarven. Seine große Sorge ist, dass im Zuge der Aufklärung dieses unfassbaren Verbrechens nicht mehr das Versagen der staatlichen Einrichtungen im Fordergrund stehen wird, sondern vielmehr ein einfacher Kriminalfall untersucht wird, der das tatsächliche Ausmaß der Verstrickungen in den Hintergrund treten lässt.
Martina Renner, MdL und Expertin für Rechtsextremismus, wusste viel über die Netzwerke und Verbindungen von Zschäpe, Böhnhardt und Mundlos zu berichten. Sie sitzt im eingerichteten Untersuchungsausschuss im Thüringer Landtag. Nach ihrer Überzeugung werden „diese Mordfälle nur restlos aufgeklärt, wenn der öffentliche Druck so bleibt wie er ist. Oder noch steigt.“
Auch das Publikum in der Stadtbücherei Weimar stellte viele Fragen und sorgte so für eine rege Diskussion.
29. Januar 2012 in Café Gedanken frei
Im Rahmen unserer Reihe Café Gedanken frei werden zur ersten Veranstaltung im neuen Jahr Frank Tempel und Martina Renner mit mir über die eklatanten Abgründe bei der Aufklärung des Naziterrors diskutieren. Wir fragen uns: Was haben
zweieinhalb Monate Prüfung durch die zuständigen Behörden an Aufklärung gebracht? Welche Aufgaben kommen auf die nun endlich untersuchenden Parlamente zu?
Zwei Tage nach dem Holocaust-Gedenktag fragen wir auch: Welche Anstrengungen müssen wir alle unternehmen, um dieses Land von der Schande der rechter Gesinnung und Verbrechen zu befreien? ACHTUNG, ACHTUNG: Die Veranstaltung findet in der Stadtbücherei Weimar, Steubenstr. 1 statt! Der Eintritt ist wie immer frei!
23. Dezember 2011 in Arbeit in Thüringen, Café Gedanken frei
Eine sehr gute Nachricht erreichte heute, einen Tag vor Weihnachten, mein Bürgerbüro in Erfurt: Die 242 Euro Spenden für das BIR-Hospital in Katmandu wurden überwiesen und stehen nun den HelferInnen in Nepal zur Verfügung. Diese Summe war während eines Vortrages zustande gekommen, den die Textilgestalterin im Rahmen meiner Café Gedanken frei Matinee im Dezember in Weimar gehalten hatte. Für das Geld werden jetzt Medikamente gekauft, die an Arme und Bedürftige kostenlos abgegeben werden. Ein herzliches Dankeschön an Frau Drasdo und an die SpenderInnen.
12. Dezember 2011 in Arbeit in Thüringen, Café Gedanken frei
Das letzte Café Gedanken frei in diesem Jahr war ein ganz besonderes. Das war auch den knapp 40 Gästen, darunter viele neue BesucherInnen, bewusst, die am Sonntagmorgen den Weg in das Jugend- und Kulturzentrum „Mon Ami“ in Weimar gefunden hatten.
Zu Gast bei Gabi Zimmer und Dirk Möller war Ulrike Drasdo, die Bildweberin und Textilgestalterin aus Hohenfelden.
Nach einem kurzen Film, der ihre künstlerische Arbeit und die Gestaltung der Wandbehänge am Webstuhl dokumentierte, gab sie einige Auskünfte über sich und ihren Lebensweg. Wie kommt man dazu, Textilgestalterin zu werden, lautete eine Frage. Eine Krankheit war der Auslöser, Rückenprobleme ließen eine Weiterarbeit im erlernten Beruf der Physiotherapeutin nicht mehr zu. In der Ausbildung zur Textilgestalterin fand sie anschließend ihre Lebensaufgabe.
Und was bewegt eine Textilkünstlerin, sich auf das Dach der Welt zu begeben? Eine Expedition zur Erforschung der Höhenkrankheit führte sie 2002 erstmals in das Himalaya-Gebiet und sie begann sich nicht nur für die Natur sondern insbesondere für die Menschen zu interessieren. „Bereist 1 km neben den Touristenpfaden herrscht tiefstes Mittelalter“ so Drasdo zu Beginn ihres Diavortrags.
Insbesondere die Straßenkinder, darunter viele Mädchen, machten sie betroffen. „Viele Mütter, die von ihren Männern verlassen werden, müssen ihre Kinder auf die Straße schicken, da sie sie nicht mehr ernähren können. Und da Frauen und Mädchen in der nepalesischen Gesellschaft noch immer weniger zählen als Männer, sind besonders viele Mädchen von diesem Schicksal betroffen.“ weiterlesen …
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