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Arbeit in Thüringen

Ein Mitbringsel aus Meiningen

BrettAll denen, die sich schon immer nach den „Brettern, die die Welt bedeuten“ sehnten, konnte das Meininger Theater in den vergangenen Wochen helfen – und hat den alten Bühnenboden zum Verkauf angeboten. Dieser wurde kürzlich ausgetauscht und ab 10 Euro das Stück nun an interessierte BürgerInnen verkauft. Mit diesen Spenden wird der Förderverein Meininger TheaterFreunde e.V. unterstützt.

Das habe ich mir bei meinem Theater-Besuch in Meiningen am Wochenende natürlich nicht entgehen lassen, reiste mit einem Stück Bühnenboden im Gepäck zurück nach Berlin, wo es nun einen schönen Platz in meinem Büro bekommt. Hier stehen übrigens auch schon zwei alte Theaterstühle der Neuen Bühne Senftenberg…


Eisenach: „Künstler in der Krise!?“

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der Eisenacher KUNST Pavillon

Der Abschluss meiner Sommertour fand in Eisenach statt. Und der Abend entwickelte sich zu einem echten Höhepunkt. Zunächst wegen des Ortes: Der Kunstpavillon in Eisenach ist der ehemalige Schauraum der Wartburgwerke. „Heute Abend dreht sich im wahrsten Sinne des Wortes alles um die Kultur“ schmunzelte Peter Schäfer, ein bildender Künstler aus Eisenach, der den Kunstpavillon betreibt. Denn das Podium wurde auf der mitten im Raum befindlichen Drehscheibe installiert, auf der früher das jeweils aktuelle Automodell präsentiert wurde.

Eisenach2Und dann natürlich wegen des Besuchs: Mehr als fünfzig Interessierte waren gekommen, darunter auch meine Bundestagskollegin aus Hessen, Sabine Leidig. Sie alle beteiligten sich nach der Eröffnung durch die lokale Landtagsabgeordnete der LINKEN, Katja Wolf und einer musikalischen Einstimmung durch die Musikschule Eisenach an einer äußerst lebhaften Gesprächsrunde. Dabei wurde nicht nur mit den Podiumsgästen sondern auch untereinander viel diskutiert.

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Kultur-Diskussion in Meiningen am Sonntag

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Johannes Roesch vom Verein NEKST

In der Residenzstadt Meiningen war die erste öffentliche Diskussionsrunde der Sommertour geplant. Im Kunsthaus Meiningen ging es um die Frage: „Die Krise ist überall – wie kann die Kunst überleben?“ Gemeinsam mit meinem Kollegen Jens Petermann – der hier übrigens direkt gewählt wurde! – hatten wir uns interessante Gäste eingeladen: Ansgar Haag, den Doppelintendanten der Theater in Meiningen und Eisenach, Volker Kern, Museumsleiter und Stadtrat in Meiningen und Johannes Roesch vom Verein NEKST, der das Kunsthaus Meiningen betreibt.

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Ansgar Haag und Jens Petermann

Und wir bekamen Interessantes zu hören. Meine Eingangsfrage lautete, ob Meiningen nicht so etwas wie die Insel der Kulturglückseligkeit sei: ein Theater mit Orchester, ein Theatermuseum und eine freie Kunstinitiative, die erfolgreich und ohne staatliche Zuschüsse das Kunsthaus betreibt. Der Stadtrat Kern stellte diesen Eindruck schnell in Frage. Er beschrieb den Kampf und die Überzeugungsarbeit, die geleistet werden musste, bis die Stadt das Kunsthaus gekauft und dem Verein NEKST zur Verfügung gestellt hatte: „Am Schluss gab es im Stadtrat eine, sogar sehr knappe, Mehrheit dafür. Wir hatten eingesehen, das es Sinn macht, eine Immobilie zur Verfügung zu stellen, die dann von ehrenamtlichen Helfern und Künstlern mit Leben erfüllt wird. Und das ohne elementare städtische Hilfe.“ weiterlesen …


Meine ganz persönliche Sommertour durch Thüringen

Gemeinsam mit meinen thüringischen und hessischen KollegInnen veranstalten wir in diesem Jahr eine Sommertour durch Thüringen und Hessen. Mich führt diese Tour nach Erfurt, Elgersburg, Meiningen, Bad Salzungen und Eisenach.

FunkwerkErste Station waren die Studios von Radio Funkwerk in Erfurt. Man hat mich gebeten, einen Text für den „Fledermausfunk“ einzulesen. Diese Radiosendung ist so etwas wie das Sandmännchen für die Ohren. Viele Menschen, ob Promis oder nicht, können für dieses Programm Gute-Nacht-Geschichten für die kleinen HörerInnen einlesen. Ich habe mich für den Text „Die vier Brüder“ von Wladimir Worobjow entschieden. Eine wunderbare Geschichte: Vier Brüder ziehen hinaus in die Welt, drei von ihnen erhalten ein Werkzeug, der vierte, Mamas Liebling, entscheidet sich für ein Kopfkissen. Die Brüder mit den Werkzeugen gehen nach Norden, Osten und Westen und sind alle erfolgreich, arbeiten hart und sind glücklich dabei. Der vierte jedoch bekommt ein Kissen und entscheidet sich für den Süden. Er schaut anderen beim arbeiten zu und erkennt schnell: Müßiggang füllt den Magen nicht. Seine drei Brüder schreiben alle Dankesbriefe an die Eltern: Es geht ihnen gut, das Werkzeug hat ihnen sehr geholfen. Er aber schreibt: Mutter, backe einen Kuchen, ich komme wieder nach Hause. weiterlesen …


"Gebt das Geld den Menschen und nicht für Militär. Dann braucht ihr kein Militär mehr."

Ausstellung
Die neue Tafel der Afghanistan-Ausstellung im Schaufenster meines Weimarer Bürgerbüros in der Marktstraße 17.

Auch in den Ferien geht der Krieg weiter …

Büro_AusstellungDie neue Tafel der Afghanistan-Ausstellung im Schaufenster meines Weimarer Bürgerbüros in der Marktstraße 17.


Auch in den Ferien geht der Krieg weiter …

Afghanistan

Daran erinnert eine Ausstellung über Afghanistan, die seit einigen Wochen im Schaufenster meines Weimarer Bürgerbüros in der Marktstraße 17 zu sehen ist. Jede Woche gibt es dort eine neue Tafel – die Fotos und Texte wollen über die Situation in diesem Land berichten und unsere Alternativen zur Kriegspolitik der Bundesregierung darstellen.


Auch in den Ferien geht der Krieg weiter…

Schaufenster 3Das Leben der afghanischen Bevölkerung und die Opfer des Krieges werden in Deutschland aus der Debatte um den Krieg in Afghanistan weitgehend ausgeblendet. Selbst im Untersuchungsausschuss über den Bundeswehrangriff in Kundus waren die Meinungen der Betroffenen und deren Familien nicht gefragt.
Meine KollegInnen Christine Buchholz und Jan van Aken, Mitglieder dieses Ausschusses, reisten daher zu Beginn dieses Jahres nach Afghanistan. Sie sprachen mit Opfern und Hinterbliebenen des Luftschlags von Kundus und bekamen einen Eindruck von dem menschlichen Leid, das damit verursacht wurde. An vielen Stellen des Landes bekamen die beiden zu hören: Afghanistan braucht nicht mehr Militär, sondern nachhaltige Hilfe und Gelder für den Wiederaufbau, um seine Zukunft friedlich gestalten zu können.

Mit einer Ausstellung, die aus 9 Tafeln besteht, wollen wir jetzt die Reise, die Diskussion und unsere Alternativen zur Kriegspolitik der Bundesregierung in Afghanistan darstellen.
Die Tafeln sind den Sommer über im wöchentlichen Wechsel im Schaufenster meines Bürgerbüros in der Weimarer Marktstraße 17 zu sehen.


Mein Sonnabend in und um Erfurt herum

Neudietendorf
Auf dem Podium bei der Afghanistan-Konferenz (v.l.n.r.): Christian Hirte, MdB (CDU); Astrid Rothe-Beinlich, Vizepräsidentin des Thüringer Landtags (Bündnis 90/Die Grünen); der Moderator Gerwald Herter; Prof. Dr. Dietmar Herz, Staatssekretär Thüringer Justizministerium (SPD)

Der Tag startete mit einem Interview bei Salve TV in Erfurt und ging weiter beim Tag der offenen Tür im Landtag. Hier war ich am Vormittag Gast beim Kommunalpolitischen Forum Thüringen e.V., das in mehreren Gesprächsrunden „Die Kultur in der Krise!“ in den Mittelpunkt rückte. In der Kultur Tätige oder für Kultur Verantwortliche haben sich über die Situation von Kulturinitiativen ausgetauscht. Diskutiert haben wir über die finanzielle Situation, den von uns geforderten Schutzschirm für die Kultur und die Einheit von Kultur, Bildung und Sozialpolitik. LandtagDanach stand ich für einen Polit-Talk mit Bodo Ramelow auf der Landtags-Bühne und anschließend ging es nach Neudietendorf bei Erfurt, wo die Evangelische Akademie Thüringen und die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen zu einer Tagung zum Thema „Krieg in Afghanistan: Kurskorrektur, Auswege oder dauerhaftes militärisches Engagement?“ eingeladen haben. In der Diskussionsrunde „Abzug oder Aufstockung? Welche politische Strategie gibt es für den Afghanistan-Konflikt?“ habe ich noch einmal unterstrichen, dass die deutschen Truppen sofort aus diesem Land abgezogen werden müssen. Alle anderen Teilnehmer sprachen sich gegen solch einen sofortigen Abzug aus.


Nicht nur morgen muss es heißen: Auf die Plätze! Theater! Los!

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Der Theaterplatz in Weimar

Raus aus den Gebäuden – rauf auf die Plätze: Das ist das richtige Rezept, um die Vielfalt der Thüringer Kultur darzustellen und für sie zu werben. Ich kann also die gemeinsame Aktion der Thüringer Theater und Orchester am morgigen Samstag nur begrüßen.

In Thüringen gibt es eine hervorragend aufgestellte und qualitativ hochwertige Theater- und Orchesterlandschaft. Leider wird über diese viel zu oft nur in Zusammenhang mit finanzieller Unterstützung oder gar Streichungen gesprochen. Jetzt setzen die Theater das richtige Signal und gehen mit Konzerten, Lesungen und Aufführungen in die Öffentlichkeit – und zeigen damit: ‚Wir sind für die Bürger da!‘

Wer öffentlich um Zuschüsse wirbt muss auch öffentlich zeigen, was er zu bieten hat. Deshalb wäre es schön, regelmäßig solche Aktivitäten in Innenstädten, auf Marktplätzen oder in Einkaufszentren erleben zu können. Außerdem haben die Theater langfristig nur Erfolg, wenn sie gemeinsam gegenüber dem Land auftreten und sich nicht gegeneinander ausspielen lassen.

So treten u.a. das Theater Erfurt mit seinem Philharmonischen Orchester vor der Staatskanzlei in Erfurt und das Deutsche Nationaltheater auf dem Theaterplatz in Weimar jeweils von 11.00 bis 11.30 Uhr auf.


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