Arbeit in Thüringen
01. Februar 2012 in Arbeit in Thüringen, in Thüringen, Startseite, Veranstaltungen

- Neujahrsempfang in Thüringen

- Sahra Wagenknecht, MdB
Den Abschluss im Reigen der Neujahrs- empfänge bildete in diesem Jahr der Empfang der Thüringer LINKEN. Im wunderschönen Festsaal des Rathauses hatte die Stadt- und Landespartei, die Landtagsfraktion und die Thüringer Landesgruppe der Bundestagsfraktion eingeladen – und mehr als 400 Gäste kamen. Für mich die Gelegenheit, alte Bekannte wieder zu sehen, neue Kontakte zu knüpfen und interssante Gespräche zu führen. Die beiden Hauptredner beriefen sich jeweils auf berühmte Bücher und Schriften.

- Im Gespräch mit der Vizepräsidentin des Thüringer Landtages Birgit Klaubert und Jens Petermann, MdB
Bodo Ramelow zitierte u.a. aus der Bibel: „Der Eine trage des Anderen Last“ – und stellte den Bezug zur völlig falschen Sozial- und Steuerpolitik

- Im Gespräch mit OB Andreas Bausewein
der Bundesregierung her. Sara Wagenknecht hatte sich das Grundgesetz vorgenommen und stellte die Frage, wo denn die wirklichen Verfassungsfeinde säßen. Eigentum verpflichtet – Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen, so heißt es in Artikel 2. „Wenn wir diesen Satz Ernst nehmen, dann sitzen die wahren Verfassungsfeinde in den Türmen der Deutschen Bank. Denn hier dient Eigentum nicht dem Gemeinwohl – sondern die Zocker und Finanzjongleure lassen die Gemeinschaft für ihre Fehler zahlen“ sagte sie unter dem Beifall der Gäste.
30. Januar 2012 in Arbeit in Thüringen, Erinnerungskultur, Startseite
Nach dem gestrigen Café Gedanken frei bin ich nun zwei Tage lang wieder in Erfurt und Weimar unterwegs. Heute stand zunächst ein Besuch des Erinnerungsortes Topf & Söhne in Erfurt auf dem Programm. Diese Firma lieferte der SS die Verbrennungsöfen für Buchenwald und Auschwitz, waren somit die „Techniker des Holocaust“. Die Pädagogische Leiterin, Frau Schubert, erläuterte mir die Geschichte und die Entstehung dieses Erinnerungsortes. Sie stellte klar, dass die Firma keinesfalls gezwungen wurde, diese Öfen zu produzieren. Sondern sich freiwillig zum Bau und zur Lieferung entschied und sich sogar damit rühmte, die Technik und die Effizienz der Ofen eigenständig weiter zu entwickeln. Ich diskutierte mit Frau Schubert ausführlich die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Ethik und Wirtschaft und verwies unter anderem auch auf die Wissenschaftler, die mit großem Eifer die Atombombe entwickelten. Wohl wissend, damit ein Instrument zum massenhaften Töten von Menschen zu bauen.
Neben vielen Dokumenten, die auf erschreckende Weise den technischen Umgang mit dem Mord an Millionen von Menschen darlegen, wird aber auch der Opfer gedacht. Dieser Raum hat mich besonders beeindruckt. Hier kann man Berichte von Zeugen des Mordens lesen, von jüdischen Häftlingen, die gezwungen wurden, an den Öfen zu arbeiten. Die meisten dieser Zeugen wurden später selbst umgebracht, sie haben aber ihre schrecklichen Erlebnisse aufgeschrieben und vergraben um das Geschehen zu dokumentieren.
Abschliessend wurde mir das pädagogische Konzept vorgestellt, dass mich sehr überzeugt hat. In unterschiedlich langen Bildungseinheiten werden insbesondere Jugendliche mit der Frage konfrontiert, wie es geschehen konnte, ethische und moralische Grundsätze völlig zu vergessen und den Massenmord technisch zu organisieren. Und welche Bezüge es zu heute gibt. Ich hoffe, möglichst viele Menschen besuchen diesen Ort um zu erfahren, wie das Ungeheuerliche zur Normalität werden konnte.
Dieser Ort gehört genauso zur Geschichte Erfurts, wie viele Zeugnisse jüdischen Lebens, der Dom oder die weltberühmte Krämerbrücke. Ich hatte mich gefreut, von der Tourismus-GmbH zur „Botschafterin“ für Erfurt ernannt worden zu sein. Diese GmbH hat ihre Büros in einem der ältesten Gebäude der Stadt. Heute habe ich in einem langen Gespräch mit Frau Dr. Hildebrandt, der Geschäftsführerin, und Frau Oertel, die sich um die BotschafterInnen kümmert, dieses Ehrenamt diskutiert und meine Möglichkeiten ausgelotet. Ich habe einiges Neues über die Stadt, das Wohnen und Leben in Erfurt erfahren. Mit viel Material im Gepäck verließ ich die wunderschön restaurierten Räume direkt neben dem Rathaus.
Den Abschluss des Tages bildete eine Lesung im Frauenzentrum „Brennessel“. Ich las aus meinem Buch über Theodor Herzl „Dieses Jahr in Jerusalem“ und diskutierte anschließend auch über allgemeine Themen wie „Frauen in der Politik“.
18. Januar 2012 in Arbeit in Thüringen, Startseite
Die Thüringer Allgemeine berichtete in Ihrer Lokalausgabe Mühlhausen über unseren Neujahrsempfang. Bitte Lesen und Weitersagen…!
14. Januar 2012 in Arbeit in Thüringen, in Thüringen, Veranstaltungen
Heute war ich beim Neujahrsempfang der LINKEN im Unstruth-Hainich-Kreis, in der Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen zu Gast. Ich habe mich sehr über die Begrüßung des Kreisvorsitzenden Jörg Kubitzki gefreut, der mich „als eine von uns“ vorstellte. Und es stimmt, ich war schon sehr oft in Mühlhausen und komme immer wieder gern hierher.
Umrahmt von den sehr guten musikalischen Impressionen des Saxophonquintetts der Kreismusikschule eröffnete Thomas Bienert, Mitglied des Landesvorstands der LINKEN in Thüringen den Tag. Er begab sich auf einen sehr interessanten historischen Exkurs und beschrieb den Umbruch, den die Menschen vor 500 Jahre erlebten mit dem von heute. Der Erfindung des Buchdrucks, der Entdeckung der neuen Welt und dem Rücken der Sonne in das Zentrum des Universums stellte er die weltweite Finanzkrise, die Mordserie der Naziterroristen und die Unglaubwürdigkeit eines Bundespräsidenten Wulff und damit der Politik im Allgemeinen entgegen.
Nachdem die regionalen KandidatInnen für die Rathäuser in Herbsleben (Cordula Eger,links) und Mühlhausen (Jörg Kubitzki) ihr Programm präsentiert hatten, stellte ich den ZuhörerInnen die aktuelle politische Situation in Zusammenhang mit den Aufgaben der LINKEN dar. Scheinbar sind wir unseren großen politischen Zielen näher gekommen. Zum Beispiel dem Mindestlohn. Aber während auf der politischen Bühne über die Einführung (noch) gestritten wird, nehmen prekäre Beschäftigung und Leiharbeit weiter zu. Zum Beispiel dem deutschen Truppenabzug in Afghanistan. Während dieser vorbereitet wird, tobt dort der Krieg in unverminderter Härte weiter. Für mich ist und bleibt DIE LINKE der Stachel im politischen Fleisch, der ständig an das Mögliche erinnert.
Dazu muss DIE LINKE drei Punkte auf der politischen Agenda mit aller Kraft verfolgen: Zunächst muss sie für gerechtere Lohn-Arbeitsverhältnisse streiten. Dabei geht es nicht nur um die Höhe von Mindestlöhnen, sondern auch um gerechte Teilhabe der Menschen an ihren Arbeitsergebnissen und ihrer Arbeitssituation. Dann müssen wir uns für einen europäischen Sozialstatt einsetzen. Dem Europa des Kapitals und der Finanzmärkte müssen wir ein Europa der sozialen Gerechtigkeit entgegen setzen. Dies alles reicht aber nicht, wenn eine dritte Säule fehlt, nämlich der Erhalt unserer Gemeingüter. Diese Gemeingüter müssen für die Menschen zugänglich sein, sie werden durch teilen nicht weniger. Kunstwerke oder auch Wissen werden nicht kleiner wenn sie von vielen Menschen betrachtet oder vermittelt werden. Mühlhausen ist dafür ein besonders gutes Beispiel. Hier sind viele solcher Gemeingüter, Kirchen, Bibliotheken und Kunstwerke erhalten. Wir müssen dafür sorgen, dass sie sichtbar, begehbar und begreifbar bleiben. Dazu soll auch unsere Veranstaltung „Kultur neu denken“ zum Thema Müntzer im Mai dieses Jahres in Mühlhausen beitragen. Wir wollen Müntzer in einen gesellschaftlichen und religiösen Zusammenhang stellen und ihn damit wieder in die Mitte des reformatorischen Diskurses zurück holen.
Gestern Abend war ich in Apolda Mitveranstalterin beim Neujahrsempfang der LINKEN. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen Gabi Zimmer und Kersten Steinke sowie der LINKEN aus Weimar und dem Weimarer Land hatten wir in die Stadthalle geladen. Frank Lange, der neue Kreisvorsitzende, eröffnete einen unterhaltsamen Abend mit viel Kultur und politischen Gesprächen. Für die Kultur hatten wir den Kabarettisten Uli Masuth eingeladen, der mit Ausschnitten aus seinem Programm „Ein Mann packt ein“ begeisterte
.
In kurzen Statements skizzierten die anwesenden Abgeordneten die Schwerpunkte ihrer Arbeit im europäischen Parlament und im Bundestag. Für mich ist der Weg hin zu fairen und sicheren Arbeitsverhältnissen, insbesondere im Bereich der sogenannten Kreativwirtschaft einer der Hauptaufgaben im Jahr 2012.
Daneben hatten auch die Kandidaten für das Apoldaer Rathaus (Michael Schade) und dem Landratsamt (Stefan Wogawa) Gelegenheit, sich zu präsentieren. Offenbar war auch der Reporter der Thüringer Allgemeinen von dieser Veranstaltung sehr beeindruckt. Denn heute morgen war dazu im Weimarer Regionalteil der Zeitung ein Artikel zu lesen, den sie hier herunter laden können (Spitzenkandidaten blicken auf die Wahl – TA vom 14.01.12) Und [HIER] noch ein weiterer – TA von 13.01.12…
12. Januar 2012 in Arbeit in Thüringen
Es ist ein alter und schöner Brauch:
Das neue Jahr beginnt mit NEUJAHRSEMPFÄNGEN – überall jetzt in diesen Tagen. Am Freitag geht es los in Apolda.
Jahrelang sind die Genossen, Sympathisanten und Interessierten der LINKEN von Apolda nach Weimar zum gemeinsamen Treff gekommen – dieses Jahr ist es umgekehrt: Weimar fährt nach Apolda! Und Apolda hat sich ein großartiges Programm ausgedacht: der Kabarettist Uli Massuth mit Teilen aus seinem Programm „EIN MANN PACKT EIN“ wird der Politik und damit auch uns die Leviten lesen. Ob da unsere politischen Gespräche mithalten können? Wir werden sehen…
Am Samstag geht es nach Mühlhausen. Ab 10 Uhr kommen wir in der Gaststätte „Zur Quelle“ zusammen, Thomas Bienert wird dabei sein und Jörg Kubitzki, viele Gäste, Saxophonmusik und ich werde über unsere Thomas-Müntzer-Veranstaltung am 12. und 13. Mai berichten. Ich lese dazu gerade die 1921 erschienene und 1960 wiederaufgelegte Monographie von Ernst Bloch „Thomas Münzer als Theologe der Revolution“. Ein Jugendwerk von Bloch, Coda des Buches „Der Geist der Utopie“ und Vorläufer des Werkes „Das Prinzip Hoffnung“. Sein Vorwort zu „Münzer“ (bei ihm so geschrieben) liest sich wie ein Motto für unsere Veranstaltung: „… die Toten kommen wieder, ihr Tun will mit uns nochmals werden. Münzer brach am jähesten ab und hat doch das Weiteste gewollt… Münzer vor allem ist Geschichte im fruchtbaren Sinn; er und das Seine und alles Vergangene, das sich lohnt, aufgeschrieben zu werden, ist dazu da, uns zu verpflichten, zu begeistern, das uns stetig Gemeinte immer breiter zu unterstützen.“ Genau darum geht es: DAS UNS GEMEINTE IMMER BREITER ZU UNTERSTÜTZEN!
Parallel zu diesen Neujahrsempfängen in Thüringen begeht die Fraktion DIE LINKE das neue Jahr mit einer besonderen Klausur.
Es geht um die Fragen: was die Menschen zur Zeit bewegt und welche Erwartungen sie an uns haben? Es geht auch um eine Außensicht auf unsere Arbeit im Bundestag. Da wird uns Hans-Ulrich Jörges vom stern die Leviten lesen. Schade, dass ich das nicht anhören kann. Für diese Klausur haben Harald Pätzolt und Olaf Miemiec ein Papier verfasst, dessen Kapitel II mir von ganz besonderer Bedeutung erscheint, deshalb hier das Zitat:
„[…] Gerade aufgrund der neoliberalen Modernisierung, ist ein weiteres Feld sichtbar geworden – das der sogenannten Commons.
Commons sind Güter, die im Gegensatz zu dinglichen Waren, nicht dadurch knapper werden, dass sie „konsumiert“ werden. Es sind teilbare Güter. Als Paradigma dient oft Wissen oder das Kunstwerk. Ob ein Gemälde von 10 oder 1000 Menschen am Tag rezipiert wird, ändert nichts an diesem Werk. […]“
Das gesamte Kapitel können Sie [HIER] lesen!
12. Januar 2012 in Arbeit in Thüringen
Hier eine Pressemitteilung zur notwendigen Überarbeitung des Untersuchungsausschussgesetzes im Land Thüringen.
DIE LINKE hält Novellierung des Untersuchungsausschussgesetzes für dringlich
Bodo Ramelow, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Thüringer Landtag, fordert ein wirksameres Untersuchungsausschussgesetz und informiert darüber, dass seine Fraktion eine Gesetzesnovelle in den Landtag einbringen wird. Nachdem die Fraktionen im Landtag sich bei der Frage eines Untersuchungsausschusses im Falle der terroristischen Neonazi-Gruppe NSU und dem Organisationsversagen Thüringer Sicherheitsbehörden aufeinander zubewegen, macht Ramelow in diesem Zusammenhang deutlich: „Ein Untersuchungsausschuss macht dann wirklich Sinn, wenn seine Instrumente auch geeignet sind. Aufklärungsbemühungen dürfen nicht an der Verschwiegenheit der einst und aktuell Beteiligten scheitern. Das gegenwärtige Untersuchungsausschussgesetz ist nur ein stumpfes Schwert der parlamentarischen Kontrolle.“
Die Fraktion DIE LINKE erarbeitet derzeit ein Änderungsgesetz, das noch im Januar in den Landtag eingereicht werden soll und somit in der Februarsitzung verabschiedet werden könnte. „So kann ein überarbeitetes Gesetz mit gestärkten Kontrollrechten für das Parlament Grundlage für den Untersuchungsausschuss werden“, fügt die Innenpolitikerin der LINKEN, Martina Renner, hinzu.
Im Kern gehe es darum, die bestehende ausgedehnte Reichweite der
Ablehnungsgründe für die Zulassung von Beweisanträgen und die Herausgabe von Akten sowie die Gründe für den Ausschluss der Öffentlichkeit auf das verfassungsrechtlich notwendige Maß zu beschränken, so Renner, die sich nicht
vorstellen kann, dass eine derartige Novellierung gerade im Hinblick auf den durch alle Fraktionen stets zum Ausdruck gebrachten Aufklärungswillen im Thüringer Landtag grundsätzlich Ablehnung erfährt.
23. Dezember 2011 in Arbeit in Thüringen, Café Gedanken frei
Eine sehr gute Nachricht erreichte heute, einen Tag vor Weihnachten, mein Bürgerbüro in Erfurt: Die 242 Euro Spenden für das BIR-Hospital in Katmandu wurden überwiesen und stehen nun den HelferInnen in Nepal zur Verfügung. Diese Summe war während eines Vortrages zustande gekommen, den die Textilgestalterin im Rahmen meiner Café Gedanken frei Matinee im Dezember in Weimar gehalten hatte. Für das Geld werden jetzt Medikamente gekauft, die an Arme und Bedürftige kostenlos abgegeben werden. Ein herzliches Dankeschön an Frau Drasdo und an die SpenderInnen.
14. Dezember 2011 in Arbeit in Thüringen
Aufruf der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag zur Protestaktion „Weggeschaut – Verharmlost – Finanziert – Für die sofortige Auflösung des Thüringer Verfassungsschutzes“ am 15. Dezember um 18 Uhr vor dem Landesamt für Verfassungsschutz.
GRUND:
„Die mehr als zweifelhafte Rolle des Verfassungsschutzes im Zusammenhang mit der in Thüringen entstandenen Neonazi-Terrorzelle allein ist Grund genug, diese Behörde aufzulösen und deren Wirken und Verstricken unabhängig und restlos aufzuklären. Die Mär vom demokratischen Frühwarnsystem haben bürgerschaftlich Engagierte schon lange nicht mehr geglaubt. Zu lang ist die Liste der Verharmlosungen rechter Gewalt und Kriminalisierung von antifaschistischem Protest. Was die Öffentlichkeit über Rechtsextremismus weiß, hat sie von eben jenen Bürgerbündnissen, antifaschistischen Initiativen und aufmerksamen Medien erfahren, während der Verfassungsschutz schwieg oder desinformierte“
Die Linksfraktion wird einen Gesetzesvorschlag zur Umwandlung des Landesamtes für den Verfassungsschutz in eine Informations- und Dokumentationsstelle für Menschenrechte, Grundrechte und Demokratie als eine unabhängige oberste Landesbehörde ohne nachrichtendienstliche Befugnisse in den Landtag einbringen.
Bitte LESEN und WEITERSAGEN!!!
12. Dezember 2011 in Arbeit in Thüringen, Café Gedanken frei
Das letzte Café Gedanken frei in diesem Jahr war ein ganz besonderes. Das war auch den knapp 40 Gästen, darunter viele neue BesucherInnen, bewusst, die am Sonntagmorgen den Weg in das Jugend- und Kulturzentrum „Mon Ami“ in Weimar gefunden hatten.
Zu Gast bei Gabi Zimmer und Dirk Möller war Ulrike Drasdo, die Bildweberin und Textilgestalterin aus Hohenfelden.
Nach einem kurzen Film, der ihre künstlerische Arbeit und die Gestaltung der Wandbehänge am Webstuhl dokumentierte, gab sie einige Auskünfte über sich und ihren Lebensweg. Wie kommt man dazu, Textilgestalterin zu werden, lautete eine Frage. Eine Krankheit war der Auslöser, Rückenprobleme ließen eine Weiterarbeit im erlernten Beruf der Physiotherapeutin nicht mehr zu. In der Ausbildung zur Textilgestalterin fand sie anschließend ihre Lebensaufgabe.
Und was bewegt eine Textilkünstlerin, sich auf das Dach der Welt zu begeben? Eine Expedition zur Erforschung der Höhenkrankheit führte sie 2002 erstmals in das Himalaya-Gebiet und sie begann sich nicht nur für die Natur sondern insbesondere für die Menschen zu interessieren. „Bereist 1 km neben den Touristenpfaden herrscht tiefstes Mittelalter“ so Drasdo zu Beginn ihres Diavortrags.
Insbesondere die Straßenkinder, darunter viele Mädchen, machten sie betroffen. „Viele Mütter, die von ihren Männern verlassen werden, müssen ihre Kinder auf die Straße schicken, da sie sie nicht mehr ernähren können. Und da Frauen und Mädchen in der nepalesischen Gesellschaft noch immer weniger zählen als Männer, sind besonders viele Mädchen von diesem Schicksal betroffen.“ weiterlesen …
03. Dezember 2011 in Arbeit in Thüringen
Nach Gera – zum Geburtstag von Otto Dix

Gera steht am 2. Dezember ganz im Zeichen des Malers Otto Dix. Sein 120. Geburtstag wird gefeiert.
Otto Dix retrospektiv – heißt die Ausstellung in der Kunstsammlung Gera – Orangerie, die am Freitag eröffnet wird. Aus diesem Anlass kommt auch die Schauspieltruppe Ghislain Roussel vom Nationaltheater Luxemburg nach Gera und zeigt das Stück „MONOCLE. PORTRÄT DER S. VON HARDEN“. Der Monolog schildert die Journalistin und das Modell für viele Bilder von Otto Dix, Sylvia von Harden, eine „Ikone“ Berlins der Zwanziger Jahre.
Außerdem werde ich die Galerie „M1 Kunstzone“ besuchen. Ich treffe mich dort mit Künstlerinnen und Künstlern aus Gera und bekomme so die Möglichkeit, meinen Einblick auf Kunst und Kultur aus der Sicht freier Künstler zu vertiefen. Daneben möchte ich mit ihnen über ihre Arbeitsbedingungen ins Gespräch kommen.
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