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in Berlin

"Eines langen Tages Reise … Der Weg zur Demokratie"

Gysi vor Kameras_kleinSchorlemmer auf Bühne_kleinSteimle auf Bühne_kleinTschirner auf Bühne_kleinBisky auf Bühne_kleinBürger auf Bühne_klein

Das war also der „lange Tag“ gestern in Erinnerung an den 4. November 89.
Zunächst: das Wetter so miserabel, dass man keinen Hund vor die Tür jagen wollte. Wie gut, dass die Morgen-Veranstaltung im Kino stattfand.Film draußen3_klein
Ziemlich grotesk war die Berichterstattung im Rundfunk und Fernsehen. Radio 1 meldete seit 7 Uhr morgens, DIE LINKE veranstalte auf dem Alexanderplatz eine Groß-Demo – alle Berliner sollten sich dort versammeln. Die Abendschau hatte Uwe Steimle im Programm, der den Absage-Brief von Marianne Birthler verlas – allerdings gab es eine technische Panne und zur Verlesung kam es nicht. weiterlesen …


Zu unserer heutigen Veranstaltung „Eines langen Tages Reise … Der Weg zur Demokratie“

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Türen auf im Babylon

Erinnern ist keine einfache Angelegenheit.

„Ich habe den 4. November als warm und sonnig in Erinnerung“ schreibt Annett Gröschner im FREITAG, um dann anzufügen: „Der Wetterdienst verzeichnete als Tagesmittel nur 9,2 Grad, die Sonne schien insgesamt 10 Minuten und in 24 Stunden fielen 2,3 mm Regen.“ weiterlesen …


Heute ein HÖR-TAGEBUCH zu unserer Veranstaltung am 4. November

Foto, ohne allesHIER mein Hör-Tagebuch zum 4. November 1989 und zu unserer Erinnerungs-Veranstaltung „Eines langen Tages Reise … Der Weg zur Demokratie“ 20 Jahre danach.

ACHTUNG – am Sonntag Gottesdienst mit mir in der Erlöser-Kirchengemeinde in Berlin-Moabit. Aus dem Gemeindebrief:

„Zum Reformationsfestgottesdienst am 1.11. um 10 Uhr haben wir Luc Jochimsen bei uns zu Gast. Die bekannte Publizistin und Bundestagsabgeordnete (der Linken) wird die Predigt halten. Danach wird es – wenn gewünscht – ein Nachgespräch geben. Das Thema wird die Kirche der Zukunft sein.


Eines langen Tages Reise … Der Weg zur Demokratie

Elmer-Herzig_kleinDer Tagesspiegel von heute setzt die Vorberichterstattung über unsere Veranstaltung zum 4. November 1989 am kommenden Mittwoch noch fort. Unter der Überschrift „Einstige Gegenspieler erinnern gemeinsam an 4. November 1989“ berichtet Lars von Törne von unserer Pressekonferenz gestern im Babylon und nimmt vor allem Bezug auf Pfarrer und SDP-Mitgründer Konrad Elmer-Herzig, der mitmacht, weil sonst keiner sich des Tages erinnern will. Niemand will den Tag „einseitig und vollständig vereinnahmen“ und wir sind weit davon entfernt, uns als LINKE zum „Sachverwalter“ der Demonstration und Kundgebung von damals zu machen, auf der ja nicht nur Bürgerrechtler sprachen, sondern auch Staatsvertreter wie Günter Schabowski, Markus Wolf und Manfred Gerlach.

Übrigens: Konrad Elmer-Herzig will nächste Woche einen Teil seiner Rede vortragen, den er damals aus Zeitgründen nicht halten konnte. Geschichte – eingebracht nach 20 Jahren. Das wird spannend.


Vorbereitung auf eine besondere Veranstaltung

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Das Podium (v.l.n.r.): Konrad Elmer-Herzig, Prof. Dieter Klein und Florian Weis von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, und Marion Seelig von der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus.

Der Tagesspiegel stellte heute fest:

„Ex-Bürgerrechtler kritisieren Umgang der Linken mit 1989 – SED-Nachfolger würdigen Demo vom 4. November. Das missfällt den einstigen Kritikern des Regimes“. Entsprechend waren dann auch die Journalisten-Fragen in unserer Pressekonferenz heute Nachmittag im Babylon: Wieso macht sich DIE LINKE zum Sachwalter dieses Tages der Friedlichen Revolution am 4. November 1989? Meine Antwort: Wir machen uns keineswegs zum Sachwalter, wir versuchen die Erinnerung an diesen Tag lebendig zu erhalten – mit all seiner Vielfalt, der Hoffnungen und Veränderung. Wenn unsere Veranstaltung die einzige ist, kann man uns das schlecht zum Vorwurf machen, sondern all denen, die kein Interesse haben, den Tag ebenfalls zu gedenken. weiterlesen …


Vorbereitung auf eine besondere Veranstaltung

Foto_Groß-Plakat_kleinMit diesem Plakat werben wir ab heute für die Erinnerung an jenes Datum vor 20 Jahren, das in Berlin Symbol für die friedliche Revolution ist.

LESEN UND WEITERSAGEN

Am 28. Oktober findet im Babylon unsere Pressekonferenz statt. Von den Veranstaltern laden Dr. Florian Weis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Prof. Dr. Dieter Klein, Vorstandsmitglied der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Marion Seelig, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin und ich ein.


Der 4. November 1989/2009

Babylon 1Viele Gedenktage hat dieses Jahr und viele werden staatsfeierlich begangen. Nur ein besonderer Tag nicht: der 4. November ´89, jener historische Moment mit der größten Kundgebung, die es je in Berlin gab, als der Weg zur Demokratie eingeschlagen wurde. Wer über die friedliche Revolution spricht, darf diesen 4. November 1989 nicht vergessen, ausblenden, übergehen.
Deshalb will unsere Fraktion zusammen mit der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und der Rosa-Luxemburg-Stiftung an dieses historische Datum vor 20 Jahren erinnern: mit einer Wiederholung der Hoffnungen und Ideen der Kundgebungsteilnehmer von damals, wie sie in der 3 ½ stündigen Live-Fernseh-Übertragung überliefert sind und ihrer Kommentierung aus der Sicht von heute: mit Lothar Bisky, Annekathrin Bürger, Konrad Elmer-Herzig, Manfred Gerlach, Gregor Gysi, Steffen Mensching, Henning Schaller, Friedrich Schorlemmer und Joachim Tschirner. weiterlesen …


Erinnerung an die Bücherverbrennung 1933

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Auf dem Berliner Bebelplatz

Beim „Lesen gegen das Vergessen“, das heute von unserer Fraktion auf dem Berliner Bebelplatz veranstaltet wurde, habe ich einen Text von Gustav Landauer vorgetragen – geboren 1870 und umgebracht fast auf den Tag genau vor 90 Jahren, am 2. Mai 1919 von Freikorpssoldaten im Gefängnis Stadelheim.

Gustav Landauer war Kriegsgegner, Anarchist, hatte die Vision von einer „freien Demokratie von unten“, die vom Einzelnen ausging. Kurt Eisner rief Gustav Landauer im November 1918 nach München, „um an der Umbildung der Seelen mitzuarbeiten“. Im April 1919 wurde Landauer Beauftragter für Volksaufklärung in der Räteregierung. Nach der Niederschlagung der Räterepublik wurde der vollkommen wehrlose Häftling im wahren Wortsinn zu Tode geprügelt und erschossen.

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Kolloquium: Berlin und seine neuen Denkmäler

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Am Freitag lud die Bundestagsfraktion DIE LINKE zu einem Kolloquium in die Berliner Bauakademie ein – 100 Meter vom Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Standbilds entfernt mit Sicht auf den niedergerissenen Palast der Republik.

In letzter Zeit wurden von der Regierung große Denkmalprojekte durchgesetzt: Ein „Ehrenmal“ für die Bundeswehrtoten auf dem Antretplatz des Bundesverteidigungsministeriums. Ein „Freiheits- und Einheitsdenkmal“ auf dem Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Standbilds mitten in Berlin – und neuderdings sogar ein zweites in Leipzig. Dazu kommt das Dokumentationszentrum „Flucht – Vertreibung – Versöhnung“ … Besondere Erinnerungsorte, an denen in Zukunft, bildlich gesprochen, niemand vorbeikommen wird.

Schauen Sie sich hier meine Begrüßung an, in der ich erläutere, was Norman Paech, Thomas Flierl und ich uns bei der Konzeption dieser Veranstaltung an genau diesem Ort dachten.

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LESEN GEGEN DAS VERGESSEN – Carl von Ossietzky

Zur Mahnung an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933, habe ich beim „Lesen gegen das Vergessen“ auf dem historischen Berliner Bebelplatz an den deutschen Schriftsteller und Journalisten Carl von Ossietzky erinnert.
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