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in Berlin

Heute am Verfassungstag…

… findet unsere Konferenz zu Gesetz und Gesellschaft im Cecilienhof und im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte statt.
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Im Mittelpunkt der Diskussion steht eine Potsdamer Erklärung, die nach Beratung und Zustimmung der Teilnehmer der Konferenz beschlossen werden soll.

Die Redebeiträge der Referenten und Diskutanten werden an dieser Stelle in den nächsten Tagen veröffentlicht.


Der dritte Rosenstrauß

Heute war Beate Klarsfeld im Kino Babylon zu Gast. Eine Frau deren Beharrlichkeit und jahrelange Ausdauer im Kampf gegen Naziverbrecher, sie zu einem Vorbild für uns alle gemacht hat.

In der Diskussion nach dem Dokumentarfilm „Die Ohrfeige und andere Kampagnen der Beate Klarsfeld“ betonte sie, dass wir uns jetzt engagieren müssen. Und besonders die Jugend nahm sie in die Pflicht und forderte sie auf, den Kampf gegen Antisemitismus,  Rassismus und Fremdenfeindlichkeit stets und überall zu führen. „Hans und Spohie Scholls muss es auch heute wieder geben“!

Von Klaus Ernst bekam sie dann noch 50 Rosen geschenkt. Das erste Mal bekam sie einen solchen Strauß von Heinrich Böll als Antwort auf die Ohrfeige für Kiesinger. Als dieser dafür von Günther Grass öffentlich kritisiert wurde, schickte Böll gleich noch einmal 50 Rosen nach Paris. Und heute bekam Sie diese auch von Klaus Ernst als Dank und Anerkennung für ihre Verdienste.


Presserückblick

Der aktuelle Spiegel (23/2011) titelt:

Auch der Spiegel kommt nicht umhin, vom Fest der Linken und von der Neuauflage der Allende-Lesung zu berichten.
Ich frage mich war das wirklich so? Wer dabei gewesen ist, kann das beurteilen…


Allende-Lesung auf dem Fest der Linken

Wie schreibt das ND in seiner aktuellen Ausgabe mit nur einem einzigen Satz über die Allende-Lesung?: „Ein Publikumsmagnet war die szenische Lesung »Viva Allende« der Bundestagsfraktion.“

Roland Claus eröffnete im Palais in der Kulturbrauerei, Berlin-Prenzlauer Berg, die Allende-Lesung mit drei Sätzen:
Hier ist Berlin!
Hier ist DIE LINKE!
Hier sind Sie RICHTIG!

Roland Claus eröffnet die Allende-Lesung auf dem Fest der Linken
Die große Rede von Salvador Allende vor dem Kongress von vier Sprechern vorgetragen

 

Hier noch ein paar Schnappschüsse, die vor der Lesung entstanden: weiterlesen …


VIVA ALLENDE – Chile, 21. Mai 1971

Nach dem großen Erfolg unseres „Festes für Allende“ im vergangenen Herbst in der Berliner WABE, bringen wir die Szenische Lesung noch einmal auf die Bühne – im Rahmen des Festes der Linken.

Am 4. September 2010 – genau 40 Jahre nach dem Sieg Salvador Allendes bei den Präsidentschaftswahlen in Chile – erinnerten wir mit unserem Fest an den Anfang seiner Regierung, an den Beginn eines großen Wagnis‘, das die Herzen von vielen Millionen Menschen auf der ganzen Welt gewann (siehe ‚Veranstaltungen in Berlin‘). Am 21. Mai 1971 trat Allende vor den Kongress und präsentierte sein Regierungsprogramm – dieses Ereignis bringen wir fast auf den Tag genau 40 Jahre später in unser Bewusstsein:

Sonnabend, 28. Mai 2011, 18 Uhr

im Palais in der Kulturbrauerei, Berlin-Prenzlauer Berg

Es lesen u.a. Roland Claus, Gregor Gysi, Andrej Hermlin, Gesine Lötzsch, Gina Pietsch, Peter Sodann, Anita Tack, Sahra Wagenknecht

Moderation Astrid Landero

Regie Franz Sodann

Das „Fest der Linken“ findet vom 27. bis 29. Mai in der Kulturbrauerei statt – mit ND-Pressefest, Polit-Talk, Konzerten, Kinderfest, Literaturwerkstatt…


„Lesen gegen das Vergessen“

Heute fand zum Jahrestag der Bücherverbrennung von 1933 auf dem Bebelplatz das „Lesen gegen das Vergessen“ statt. Mitglieder der Bundestagsfraktion der LINKEN und des Berliner Landesverbandes, sowie Studentinnen und Studenten der Humboldt-Universität zu Berlin lasen Texte von Autoren, deren Bücher faschistischer Barbarei zum Opfer fielen.

Ich las einen Text von Stefan Zweig aus seinem wohl berühmtesten Werk „Schachnovelle“ – eine Hommage an das Buch selbst und das Lesen.

Es wird die Geschichte des Gestapo-Häftlings Dr. B., der Stunden auf die Vernehmung wartet und dabei in einem der Militärmäntel seiner Folterknechte ein Buch findet und stiehlt, erzählt.

„Ein Buch! mir begannen die Knie zu zittern: ein BUCH! Vier Monate lang hatte ich kein Buch in der Hand gehabt, und schon die bloße Vorstellung eines Buches, in dem man aneinandergereihte Worte sehen konnte, Zeilen, Seiten und Blätter, eines Buches, aus dem man andere, neue, fremde, ablenkende Gedanken lesen, verfolgen, sich ins Hirn nehmen könnte, hatte etwas Berauschendes und gleichzeitig Betäubendes.“
Stefan Zweig „Schachnovelle“

Mir schien ein solches Zitat an einem Platz, wo man Bücher barbarisch verbrannt hat unserer Erinnerung wert. Stefan Zweig ist am 28.11.1881 in Wien als Sohn eines jüdischen Tuchhändlers geboren. Er selbst bezeichnete sich später als einen „Juden aus Zufall“, da er  nicht religiös war. Er wurde nicht zuletzt durch die Teilnahme am 1. Weltkrieg zum überzeugten Pazifisten. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden auch seine Werke auf dem Bebelplatz in Berlin verbrannt. Nach einer Hausdurchsuchung 1934 emigrierte Stefan Zweig aus Österreich. 1942 nahm er sich im Exil in tiefer Verzweiflung das Leben.

Außer mir haben u.a. Carola Bluhm (Berliner Senatorin), Roland Claus (MdB), Paola Dannenberg (Studentin), Bella-Elisa Funke (Studentin), Gregor Gysi (MdB), Klaus Lederer (MdA), Katrin Lompscher (Berliner Senatorin) bedeutende Werke verfemter Dichter gelesen. Besonders beeindruckt hat mich Elfriede Brüning. Die 100-jährige Schriftstellerin war als junge Frau Zeugin der Bücherverbrennung und konnte ihre persönlichen Eindrücke schildern.


Jahresrückblick Mai 2011

Die Zeit zwischen Alt und Neu ist immer eine Zeit für Rückblicke…

++ MACHT – FLÜCHTLINGE – FREIHEIT ++ „Kultur neu denken“ in Berlin

Neues Deutschland vom Freitag, 6. Mai 2011 mit einem Beitrag zu unserer Veranstaltung. Klicken Sie auf das Bild oder lesen Sie den Artikel unter www.neues-deutschland.de.

Gruppenbild mit Dame am späten Nachmittag vor dem Kino Babylon: Dieter Kosslick, Costa-Gavras und Lothar Bisky (v.l.n.r.)


Gisela Zimmer, Redakteurin unserer Fraktion, führte mit Costa-Gavras folgendes Interview: „Zuwanderung: Herausforderung dieses Jahrhunderts“

Innerhalb der Veranstaltungsreihe „Kultur neu denken“ hatte Luc Jochimsen, die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, den europäischen Filmemacher Costa-Gavras für den 4. Mai 2011 ins Berliner Kino Babylon eingeladen. Der 78jährige Regisseur brachte zur Diskussion um Macht – Flüchtlinge – Freiheit seinen Kinostreifen „Eden is West“ mit. Erstmals bei der Berlinale 2009 uraufgeführt, wurde Gavras Filmgeschichte über Zuwanderung seitdem in keinem deutschen Kino gezeigt. Es geht um Zuwanderung, um die Odyssee des illegalen Einwanderers Elias und darum, wie wir in Europa mit Menschen aus der Fremde umgehen. Gisela Zimmer sprach mit dem griechisch-französischen Regisseur Costa-Gavras.

Der Film ist bereits zwei Jahre alt und könnte doch aktueller nicht sein. Man könnte glauben, das alles spielt sich jetzt, hier und heute vor der Insel Lampedusa ab. Hatten Sie einen siebten Sinn, geahnt, wie sich das Flüchtlingsdrama vor den Küsten Europas entwickeln wird?

Nein, diese Dimension hat wohl niemand vorausgesehen. Und die Situation jetzt ist auch noch viel dramatischer als zum Zeitpunkt des Drehens. Die Leute nehmen diese ungewisse Flucht auf sich, weil sie gar nichts mehr zu verlieren haben. Keine Arbeit im eigenen Land, Hunger, Verfolgung, Bürgerkriege. Die europäische Politik aber hat das Problem verdrängt, einfach nicht hingeschaut. Wir Künstler müssen hinsehen und Fragen stellen. Und ich glaube, wir stehen erst am Anfang. Das Flüchtlingsproblem ist das Problem dieses Jahrhunderts.
Sie erzählen die Geschichte eines jungen Mannes. Elias heißt er. Das sind leise Bilder, stille Momente von Einsamkeit, ein ewig Gejagter, immer die Angst, entdeckt zu werden, hin und wieder kleine Gesten von Solidarität, aber auch diese unbändige Hoffnung, doch anzukommen in der Fremde. Sie haben der Masse von Flüchtlingen ein Gesicht gegeben. Welcher Wunsch steckt dahinter? weiterlesen …


Erinnerung an Salvador Allende

Eine Stimme für Salvador Allende

Am 4. September 2010 feierten wir in der Berliner WABE unser FEST FÜR ALLENDE – ein Tag im Zeichen Salvador Allendes und seines Wahlsieges bei den Präsidentschaftswahlen in Chile vor genau 40 Jahren. Ab 14 Uhr präsentierten sich den ganzen Tag über lateinamerikanische Verbände und Vereine in Form eines Marktes vor dem Veranstaltungsort.
Und 16 Uhr hieß es dann Bühne frei für unsere Lesung, die den Kern des Festes bildete.

Die Berliner WABE war bis auf den letzten Platz gefüllt

Großer Applaus auf allen Seiten - ich danke dem Regisseur des Programms, Franz Sodann

Vor einem begeisterten Publikum lasen Roland Claus, Gregor Gysi, Gesine Lötzsch und ich aus Allendes programmatischer Rede vor dem Kongress vom 21. Mai 1971. Abgeordnete unserer Fraktion und liebe Gäste wie Peter Sodann, Gina Pietsch und André Hermlin setzten diese in Bezug zu Stellungnahmen, Urteilen und Spekulationen aus Zeitungsberichten und Bundestagsdebatten. Den Abschluss bildete ein ausgelassenes Konzert der chilenischen Gruppe „Chico Trujillo“. Es war ein ganz und gar wunderbarer Tag, mit dem es uns gelungen ist, auf besondere Art und Weise an den verheißungsvollen Anfang von Allendes Regierungszeit zu erinnern.

Dokumentation der Veranstaltung mit allen Texten, Fotos, einem ND-Bericht…


EIN FEST FÜR ALLENDE

PostkarteAm 4. September 1970 siegte Salvador Allende bei den Präsidentschaftswahlen in Chile. Ein Sozialist trat an die Spitze. Durch Wahlen. Dieses Ereignis liegt nun 40 Jahre zurück, und wir wollen es mit einem FEST FÜR ALLENDE feiern – am 4. September 2010, ab 14 Uhr in der Berliner WABE. Mein Fraktionskollege Roland Claus und ich – gemeinsam mit dem Schauspieler und Regisseur Franz Sodann haben wir diese Veranstaltung geplant und konzipiert – standen im „Interview der Woche“ auf der Internetseite unserer Fraktion Rede und Antwort: zum Hintergrund des Projektes, welche Erinnerungen wir mit Allendes Sieg verbinden, was uns das heute noch sagen kann usw.

Geplant ist eine Veranstaltung für Herz und Hirn: Kern des Festes ist unsere szenische Lesung. Mit Auszügen aus Allende-Reden, Interviews, Pressestimmen, filmischen Dokumenten und aus einer Bundestagsdebatte, vorgetragen von unseren Bundestagsabgeordneten und lieben Gästen, wollen wir die ersten Monate der Allende-Zeit lebendig werden lassen. Parallel zur Veranstaltung im Saal werden auf dem Vorplatz der WABE Vereine und Verbände, die sich der Verbindung mit Lateinamerika verschrieben haben, Gelegenheit haben, sich mit Ständen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Am Ende des Tages gibt es ein Konzert von CHICO TRUJILLO, einer Gruppe von in Deutschland lebenden lateinamerikanischen Künstlerinnen und Künstlern.

PROGRAMM

ab 14 Uhr Lateinamerikanischer Markt

16 – 18 Uhr Szenische Lesung mit: Marina Achenbach, Agnes Alpers, Dietmar Bartsch, Herbert Behrens, Matthias W. Birkwald, Roland Claus, Gregor Gysi, Andrej Hermlin, Barbara Höll, Luc Jochimsen, Sabine Leidig, Ralph Lenkert, Gesine Lötzsch, Petra Pau, Jens Petermann, Gina Pietsch, Kathrin Senger-Schäfer, Peter Sodann, Kirsten Tackmann, Heinz Vietze und Florian Weis

Moderation Astrid Landero
Regie Franz Sodann

ab 20.30 Uhr Konzert mit Chico Trujillo

Samstag, 4. September 2010
14 bis 23 Uhr, WABE

Danziger Straße 101, 10405 Berlin


ND-Interview zu unserem FEST FÜR ALLENDE

In der heutigen Ausgabe hat das Neue Deutschland ein Interview mit mir veröffentlicht. Auf der Meinungsseite berichte ich unter der Rubrik Fragwürdig, was ich mit Allende verbinde, warum wir am Sonnabend diesen 40. Jahrestag seines Wahlsieges feiern und was bei unserem Fest auf dem Programm steht.

Hier das komplette Interview als PDF oder unter www.neues-deutschland.de


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