Veranstaltungen
01. Februar 2012 in Arbeit in Thüringen, in Thüringen, Startseite, Veranstaltungen

- Neujahrsempfang in Thüringen

- Sahra Wagenknecht, MdB
Den Abschluss im Reigen der Neujahrs- empfänge bildete in diesem Jahr der Empfang der Thüringer LINKEN. Im wunderschönen Festsaal des Rathauses hatte die Stadt- und Landespartei, die Landtagsfraktion und die Thüringer Landesgruppe der Bundestagsfraktion eingeladen – und mehr als 400 Gäste kamen. Für mich die Gelegenheit, alte Bekannte wieder zu sehen, neue Kontakte zu knüpfen und interssante Gespräche zu führen. Die beiden Hauptredner beriefen sich jeweils auf berühmte Bücher und Schriften.

- Im Gespräch mit der Vizepräsidentin des Thüringer Landtages Birgit Klaubert und Jens Petermann, MdB
Bodo Ramelow zitierte u.a. aus der Bibel: „Der Eine trage des Anderen Last“ – und stellte den Bezug zur völlig falschen Sozial- und Steuerpolitik

- Im Gespräch mit OB Andreas Bausewein
der Bundesregierung her. Sara Wagenknecht hatte sich das Grundgesetz vorgenommen und stellte die Frage, wo denn die wirklichen Verfassungsfeinde säßen. Eigentum verpflichtet – Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen, so heißt es in Artikel 2. „Wenn wir diesen Satz Ernst nehmen, dann sitzen die wahren Verfassungsfeinde in den Türmen der Deutschen Bank. Denn hier dient Eigentum nicht dem Gemeinwohl – sondern die Zocker und Finanzjongleure lassen die Gemeinschaft für ihre Fehler zahlen“ sagte sie unter dem Beifall der Gäste.
14. Januar 2012 in Arbeit in Thüringen, in Thüringen, Veranstaltungen
Heute war ich beim Neujahrsempfang der LINKEN im Unstruth-Hainich-Kreis, in der Thomas-Müntzer-Stadt Mühlhausen zu Gast. Ich habe mich sehr über die Begrüßung des Kreisvorsitzenden Jörg Kubitzki gefreut, der mich „als eine von uns“ vorstellte. Und es stimmt, ich war schon sehr oft in Mühlhausen und komme immer wieder gern hierher.
Umrahmt von den sehr guten musikalischen Impressionen des Saxophonquintetts der Kreismusikschule eröffnete Thomas Bienert, Mitglied des Landesvorstands der LINKEN in Thüringen den Tag. Er begab sich auf einen sehr interessanten historischen Exkurs und beschrieb den Umbruch, den die Menschen vor 500 Jahre erlebten mit dem von heute. Der Erfindung des Buchdrucks, der Entdeckung der neuen Welt und dem Rücken der Sonne in das Zentrum des Universums stellte er die weltweite Finanzkrise, die Mordserie der Naziterroristen und die Unglaubwürdigkeit eines Bundespräsidenten Wulff und damit der Politik im Allgemeinen entgegen.
Nachdem die regionalen KandidatInnen für die Rathäuser in Herbsleben (Cordula Eger,links) und Mühlhausen (Jörg Kubitzki) ihr Programm präsentiert hatten, stellte ich den ZuhörerInnen die aktuelle politische Situation in Zusammenhang mit den Aufgaben der LINKEN dar. Scheinbar sind wir unseren großen politischen Zielen näher gekommen. Zum Beispiel dem Mindestlohn. Aber während auf der politischen Bühne über die Einführung (noch) gestritten wird, nehmen prekäre Beschäftigung und Leiharbeit weiter zu. Zum Beispiel dem deutschen Truppenabzug in Afghanistan. Während dieser vorbereitet wird, tobt dort der Krieg in unverminderter Härte weiter. Für mich ist und bleibt DIE LINKE der Stachel im politischen Fleisch, der ständig an das Mögliche erinnert.
Dazu muss DIE LINKE drei Punkte auf der politischen Agenda mit aller Kraft verfolgen: Zunächst muss sie für gerechtere Lohn-Arbeitsverhältnisse streiten. Dabei geht es nicht nur um die Höhe von Mindestlöhnen, sondern auch um gerechte Teilhabe der Menschen an ihren Arbeitsergebnissen und ihrer Arbeitssituation. Dann müssen wir uns für einen europäischen Sozialstatt einsetzen. Dem Europa des Kapitals und der Finanzmärkte müssen wir ein Europa der sozialen Gerechtigkeit entgegen setzen. Dies alles reicht aber nicht, wenn eine dritte Säule fehlt, nämlich der Erhalt unserer Gemeingüter. Diese Gemeingüter müssen für die Menschen zugänglich sein, sie werden durch teilen nicht weniger. Kunstwerke oder auch Wissen werden nicht kleiner wenn sie von vielen Menschen betrachtet oder vermittelt werden. Mühlhausen ist dafür ein besonders gutes Beispiel. Hier sind viele solcher Gemeingüter, Kirchen, Bibliotheken und Kunstwerke erhalten. Wir müssen dafür sorgen, dass sie sichtbar, begehbar und begreifbar bleiben. Dazu soll auch unsere Veranstaltung „Kultur neu denken“ zum Thema Müntzer im Mai dieses Jahres in Mühlhausen beitragen. Wir wollen Müntzer in einen gesellschaftlichen und religiösen Zusammenhang stellen und ihn damit wieder in die Mitte des reformatorischen Diskurses zurück holen.
Gestern Abend war ich in Apolda Mitveranstalterin beim Neujahrsempfang der LINKEN. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen Gabi Zimmer und Kersten Steinke sowie der LINKEN aus Weimar und dem Weimarer Land hatten wir in die Stadthalle geladen. Frank Lange, der neue Kreisvorsitzende, eröffnete einen unterhaltsamen Abend mit viel Kultur und politischen Gesprächen. Für die Kultur hatten wir den Kabarettisten Uli Masuth eingeladen, der mit Ausschnitten aus seinem Programm „Ein Mann packt ein“ begeisterte
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In kurzen Statements skizzierten die anwesenden Abgeordneten die Schwerpunkte ihrer Arbeit im europäischen Parlament und im Bundestag. Für mich ist der Weg hin zu fairen und sicheren Arbeitsverhältnissen, insbesondere im Bereich der sogenannten Kreativwirtschaft einer der Hauptaufgaben im Jahr 2012.
Daneben hatten auch die Kandidaten für das Apoldaer Rathaus (Michael Schade) und dem Landratsamt (Stefan Wogawa) Gelegenheit, sich zu präsentieren. Offenbar war auch der Reporter der Thüringer Allgemeinen von dieser Veranstaltung sehr beeindruckt. Denn heute morgen war dazu im Weimarer Regionalteil der Zeitung ein Artikel zu lesen, den sie hier herunter laden können (Spitzenkandidaten blicken auf die Wahl – TA vom 14.01.12) Und [HIER] noch ein weiterer – TA von 13.01.12…
28. November 2011 in Presse, Veranstaltungen

Die Pforzheimer Zeitung hat folgenden Artikel über meinen Besuch des Kulturhauses Osterfeld in diesem Monat gedruckt.
Bitte Lesen und Weitersagen!
05. November 2011 in Arbeit in Thüringen, in Thüringen, Veranstaltungen
Nach dem Programmparteitag in Erfurt nun der Landesparteitag in Sömmerda. Das Motto: „Genug gekürzt – Kommunen demokratisch und sozial gestalten“. Im Mittelpunkt der Tagesordnung die Kommunalfinanzen, die Diskussionen und Beschlüsse zur Strategie der Partei für die Landrats- und Bürgermeisterwahlen im kommenden Jahr und die Neuwahlen der Gremien des Landesverbandes.
Meine Rede dazu:
Liebe Genossinnen und Genossen, ich bin keine Delegierte des Parteitages und meine Kenntnisse des Landesverbandes von innen sind schmal. Dennoch will ich heute das Wort ergreifen. Und zwar wegen meines Blickes von außen, von Berlin, aus Kollegensicht in der Bundestagsfraktion und von meinen vielen Besuchen, Gesprächen und Erfahrungen in anderen Landesverbänden.
Wenn man diesen Vergleich hat, dann steht der Landesverband Thüringen sehr gut, ja außerordentlich gut da. Und dass muss ja irgendwie mit seiner Führung zusammen hängen. Auch und gerade mit dem Landesvorsitzenden. Auch die Ausrichtung des Programmparteitags in Erfurt muss hier erwähnt werden – eine große Leistung. Man wird beneidet, wenn man aus Thüringen kommt – so geht es mir seit 6 Jahren. Alles andere wäre gelogen.
Natürlich gibt es Probleme, aber das sind Probleme, die es überall gibt. Mitglieder-Rückgang, das Fehlen eines Großteils der jungen Generation, die umgekehrte Alterspyramide. Zu ihr möchte ich allerdings zu bedenken geben, was mich neulich eine Besuchergruppe gelehrt hat. Das waren sehr selbstbewusste Senioren aus Erfurt und dem Kyffhäuserkreis. „Ja wir sind eine Partei der Alten“ sagten sie, „aber, was wäre die Partei ohne uns – unseren Einsatz, unser Engagement. Und vergesst nicht: Wir sind viele – und wir werden immer mehr! Wenn DIE LINKE alle Alten dieser Gesellschaft, die sie dringend brauchen, an sich binden könnte: Das wären viele Prozente! Und noch eins: ob einer ein Zugpferd der Politik ist oder nicht – hängt doch nicht von seinem Alter ab!“ So weit unsere Basis.
Deshalb plädiere ich heute hier für Kontinuität. Insbesondere weil diese Kontinuität kein unreflektiertes „Weiter so“ bedeutet – und es auch um keine inhaltliche Neupositionierung auf der anderen Seite geht. Ich habe die Texte, die Knut und Steffen seit August veröffentlicht haben. Und wir haben als Thüringische Landesgruppe in der Bundestagsfraktion ja auch ein ausführliches Gespräch mit Steffen geführt. Die Programmunterschiede sind klein – mit einer Ausnahme: Steffen will entschieden mehr Kompatibilität unserer Positionen mit denen der Sozialdemokraten. Koalitionsfähigkeit forderte er an vielen Stellen ein.
Da allerdings möchte ich warnen: Nicht wir sollten uns ständig damit auseinandersetzen, ob und wie wir koalitionsfähig sind. Schon aus Selbstbewusstsein nicht und weil das gar nichts nützt! Ist eine rot-rote Koalition in Mecklenburg-Vorpommern an der Inkompatibilität der Positionen der LINKEN gescheitert? Nein, die SPD hat lieber Wählerbetrug begangen, als mit uns zusammen zu arbeiten. „Wählt uns und nicht die CDU“ heißt es vor der Wahl – und dann bekommen die SPD-Wähler die CDU in ihrer Regierung.
Also, nicht wir müssen uns koalitionsfähig machen – wir können das 24 Stunden am Tag tun und es bringt nichts – die SPD muss sich endlich ehrlich und koalitionsfähig machen! Diese Fixierung ist kein Weg für uns – in Thüringen nicht und anderswo auch nicht.
Wir sind wir – unverwechselbar für Frieden und soziale Gerechtigkeit! Und das müssen wir auch bleiben! Und zum Schluss eine Bitte: Liebe Genossinnen und Genossen, lasst keinen Riss durch unseren Landesverband gehen und stärkt dem Landesvorstand den Rücken!
Bei der Wahl zum Landesvorsitzenden ist Knut Korschewsky mit 68,4 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Dazu meinen herzlichen Glückwunsch!
Steffen Harzer, sein Mitbewerber erhielt 27 Prozent der Stimmen.
Herzlichen Glückwunsch auch an die beiden Stellvertreter Susanne Hennig (80,7%) und Sandro Witt (77,8%).
Hier im Nachgang noch ein Radiobericht vom MDR.
23. Oktober 2011 in in Thüringen, Presse, Veranstaltungen


Die szenische Lesung des Programmes der Sozialdemokratischen Partei von 1891 auf dem Erfurter Parteitag der LINKEN hat für einigen Wirbel gesorgt. Aber die Wurzeln der SPD sind auch die der LINKEN. Das habe ich gemeinsam mit Franz Sodann versucht mit dieser Lesung zu verdeutlichen.
Diese Lesung hat die Thüringer Landeszeitung zum Anlass für einen langen Artikel genommen.
Dort werde ich zitiert: „Die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Luc Jochimsen, erklärte, das Programm bilde das gemeinsame Fundament der Linken. 1891 habe sich die Linke den Namen SPD gegeben. Später habe diese sich aufgeteilt in Sozialdemokraten, Sozialisten und Kommunisten.”
Den gesamten Artikel können Sie HIER nachlesen.

Tagebuch:
Die TA, die auf Seite 1 unter der Überschrift „SPD-Chef bezeichnet Lafontaine als sektiererischen West-Linken“, darauf hinweist, dass die Linke in Erfurt ihr erstes Grundsatzprogramm beschließen will, beginnt dann auf Seite 2 ihre Berichterstattung über den Beginn des Parteitages so:


Genau. So sehen wir das. Und deshalb ist im Programm auch von einem „Willy-Brandt-Kongress“ für Katastrophenhilfe die Rede und Gregor Gysi sagte in seiner Rede über den verehrten Willy Brandt, der zuvor dem Radikalen –Erlass zugestimmt und zum Vietnam-Krieg geschwiegen habe – aber: beides später bereute! „Ab heute gehört er uns!“
Ja, es war ein Parteitag; der auf dem Fundament der Traditionen ein Programm für heute erarbeitete – Kapitel für Kapitel – und verabschiedete mit der imposanten Zustimmung von 96,6 Prozent. Und es ist richtig, was Oskar Lafontaine zum Schluss sagte „Wir haben jetzt das modernste Partei-Programm“ in diesem Land.
Übrigens mit der dichterischen Präambel: dem Gedicht von Bertolt Brecht Gedanken eines lesenden Arbeiters. Ja, wer baute das siebentorige Theben? Stellt sich diese Frage heute nicht genauso wie damals als Brecht diese Zeilen schrieb? „Wir werden gebraucht wie niemals in der Geschichte“ hat Oskar Lafontaine zum Schluss des Parteitages gesagt und: „Wenn einer in der Kneipe sagt „Du bist bei der Linken? Dann duckt euch nicht, sondern sagt: Du noch nicht?! So machen wir das in Zukunft“ – Besseres lässt sich vom Erfurter Parteitag der Linken 2011 nicht mit nach Hause nehmen.
26. August 2011 in Arbeit in Thüringen, in Thüringen, Veranstaltungen
Die Stadt Gera muss sich immer wieder gegen Naziaufmärsche wehren. Die Bürgerinnen und Bürger der Ostthüringischen Stadt tun dies sehr erfolgreich und mit sehr viel Fantasie. Umso wichtiger ist es aber, eigene Akzente zu setzen und zu zeigen wofür DIE LINKE, gerade auch in Gera, steht. Deshalb freut es mich sehr, dass am 27. September wieder das traditionelle LINKE Friedensfest in Gera stattfindet. Viel Politprominenz der LINKEN wird erwartet u.a. hält Lothar Bisky, Europaabgeordneter der LINKEN die Hauptrede. Ich selbst wäre auch sehr gern nach Gera gefahren, bin aber leider verhindert. Mehr dazu am Montag hier auf meiner Webseite.
Den GenossInnen in Gera wünsche ich ein erfolgreiches Friedensfest, um sich über das Programm zu informieren bitte weiterlesen …
04. Juli 2011 in Veranstaltungen
Die beiden Veranstaltungen beim Netzwerk Recherche vom NDR standen unter dem Motto: Wir wollen nicht nostalgisch sein und als alte Magazinmacher über die heutige Arbeit der Magazine herfallen.
Trotzdem blieb es bei der ersten Veranstaltung „Früher war alles besser?! TV-Magazine damals und heute“ nicht aus, dass Franz Alt und ich und in gewisser Weise auch der Moderator Hansjürgen Rosenbauer immer wieder Beispiele für bessere journalistische Arbeitsbedingungen von früher herangezogen haben. Die beiden „aktiven“ Magazinmacher Anja Reschke (Panorama) und Ilka Brecht (Frontal 21) erklärten für ihre Arbeit, dass sie für heute schwieriger und in gleichermaßen aufklärerisch sei.
Da blieb Widerspruch im Raum, den das Publikum auch aufgriff.
Bei der zweiten Veranstaltung am Samstag „Magazine auf Profilsuche. Der Blick von draußen“ ging es um die Spiegelung von Politik und Medien. Roland Jahn und auch ich versuchten den „doppelten Blick“ einzubringen, den jemand hat, der Jahrzehnte lang journalistisch und jetzt politisch arbeitet. Die Magazinmacher Reinhard Borgmann (Kontraste) und Stefan Wels (Panorama) begannen die Diskussion mit zwei Zitaten. Helmut Kohl habe den Journalismus der politischen Magazine der öffentlich-rechtlichen Sender als ein Klärwerk bezeichnet und ein anderer bekannter Politiker habe in diesem Zusammenhang von Hämorrhoiden gesprochen.
Da war man eigentlich gleich beim Hauptthema: Der deutschen Unkultur und dem Fehlen an Streitkultur.
Wenn die Politik so von Journalismus redet, dann gibt es keine konstruktive Kritik. Eigentlich ein pessimistisches Fazit einer aufklärerischen Veranstaltung.
27. Mai 2011 in Veranstaltungen
Heute bin ich zu einem Empfang anlässlich des 50-jährigen TV-Jubiläums von Panorama. Ich freue mich, viele bekannte Gesichter wieder zu sehen, Anekdoten auszutausen und über vergangene Zeiten zu plaudern. Aber auch das Neue bei Panorama interessiert mich und wird ganz sicher zu einem kurzweiligen Abend beitragen.
Derzeit finden Sie alle Panorama-Sendungen im Internet. Besonders möchte ich Ihnen die Sendung vom 2. Februar 1976 empfehlen. Den Beitrag über die Sexualmoral des Vatikans finden Sie hier.
04. Mai 2011 in in Berlin, Presse, Veranstaltungen
Die Zeit zwischen Alt und Neu ist immer eine Zeit für Rückblicke…
++ MACHT – FLÜCHTLINGE – FREIHEIT ++ „Kultur neu denken“ in Berlin

Neues Deutschland vom Freitag, 6. Mai 2011 mit einem Beitrag zu unserer Veranstaltung. Klicken Sie auf das Bild oder lesen Sie den Artikel unter www.neues-deutschland.de.

- Gruppenbild mit Dame am späten Nachmittag vor dem Kino Babylon: Dieter Kosslick, Costa-Gavras und Lothar Bisky (v.l.n.r.)


Gisela Zimmer, Redakteurin unserer Fraktion, führte mit Costa-Gavras folgendes Interview: „Zuwanderung: Herausforderung dieses Jahrhunderts“
Innerhalb der Veranstaltungsreihe „Kultur neu denken“ hatte Luc Jochimsen, die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, den europäischen Filmemacher Costa-Gavras für den 4. Mai 2011 ins Berliner Kino Babylon eingeladen. Der 78jährige Regisseur brachte zur Diskussion um Macht – Flüchtlinge – Freiheit seinen Kinostreifen „Eden is West“ mit. Erstmals bei der Berlinale 2009 uraufgeführt, wurde Gavras Filmgeschichte über Zuwanderung seitdem in keinem deutschen Kino gezeigt. Es geht um Zuwanderung, um die Odyssee des illegalen Einwanderers Elias und darum, wie wir in Europa mit Menschen aus der Fremde umgehen. Gisela Zimmer sprach mit dem griechisch-französischen Regisseur Costa-Gavras.
Der Film ist bereits zwei Jahre alt und könnte doch aktueller nicht sein. Man könnte glauben, das alles spielt sich jetzt, hier und heute vor der Insel Lampedusa ab. Hatten Sie einen siebten Sinn, geahnt, wie sich das Flüchtlingsdrama vor den Küsten Europas entwickeln wird?
Nein, diese Dimension hat wohl niemand vorausgesehen. Und die Situation jetzt ist auch noch viel dramatischer als zum Zeitpunkt des Drehens. Die Leute nehmen diese ungewisse Flucht auf sich, weil sie gar nichts mehr zu verlieren haben. Keine Arbeit im eigenen Land, Hunger, Verfolgung, Bürgerkriege. Die europäische Politik aber hat das Problem verdrängt, einfach nicht hingeschaut. Wir Künstler müssen hinsehen und Fragen stellen. Und ich glaube, wir stehen erst am Anfang. Das Flüchtlingsproblem ist das Problem dieses Jahrhunderts.
Sie erzählen die Geschichte eines jungen Mannes. Elias heißt er. Das sind leise Bilder, stille Momente von Einsamkeit, ein ewig Gejagter, immer die Angst, entdeckt zu werden, hin und wieder kleine Gesten von Solidarität, aber auch diese unbändige Hoffnung, doch anzukommen in der Fremde. Sie haben der Masse von Flüchtlingen ein Gesicht gegeben. Welcher Wunsch steckt dahinter? weiterlesen …
29. März 2011 in Kultur neu denken, Veranstaltungen
Was lange währt wird endlich gut – ich freue mich, Ihnen jetzt die Dokumentation einer bemerkenswerten Veranstaltung aus meiner Reihe KULTUR NEU DENKEN zur Verfügung stellen zu können:
„Fantasien für den Frieden“, unter diesem Titel hatte ich gemeinsam mit der LINKEN Landtagsfraktion in Thüringen am 25. Juni 2010 auf Schloss Friedenstein nach Gotha eingeladen. Es kamen KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen sowie Prominente aus Religion, Medienlandschaft und Politik, um neue Wege zum Frieden zu diskutieren. Ihrem jeweiligen Thema folgend wurde gefragt, was Religionen, Recht, Medien, Künste, Wissenschaft und natürlich die Politik tun können und müssen um den Weg zum Frieden zu ebnen. Und dies an einem historischen Ort: Erich der Fromme, der Herzog von Sachsen Gotha und Erbauer von Schloss Friedenstein, entschied sich in seinem Herzogtum auf Bildung und Wirtschaft zu setzen – und eben nicht auf kriegerische Machtfantasien.
Die Dokumentation macht es Ihnen möglich, die Diskussionen nach zu vollziehen oder einzelne Statements nachzulesen. Sie können die Dokumentation an dieser Stelle direkt herunter laden (Reader-FantasienfuerdenFrieden) oder als gedrucktes Exemplar in meinen Bürgerbüros in Weimar und Erfurt erhalten.
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