Zum Menü zum Inhalt

Tagebuch

Unterwegs in Thüringen

Hildburghausen_klein
Gestern in Hildburghausen

Heute bei der Frauentour in Bad Berka und bei der Bodo-Ramelow-Tour in Suhl, morgen wiederum mit Bodo Ramelow in Schmalkalden und am Sonntag in Eisenach (siehe ‚Wahlkampf-Termine‘) – auf diese Weise komme ich nicht zum Tagebuchschreiben…

Ein Nachtrag ist allerdings wichtig:
Der Blumenbeet-Protest beginnt. Die Linksfraktion im Erfurter Stadtrat wird Ende August den Problemfall ‚großes Blumenbeet‘ auf die Tagesordnung der Stadtratsfraktionssitzung bringen.

Weiteres aus Thüringen ab Montag.


Stolpersteine in Arnstadt

stolperstein-lucHeute früh wurden in Arnstadt achtzehn „Stolpersteine“ verlegt. In der Erfurter und in der Bahnhofstraße, also mitten in der Stadt, vor Häusern, die vor der nationalsozialistischen Diktatur jüdischen Familien gehörten, die in ihnen arbeiteten und lebten, mit Kindern und Kindeskindern. weiterlesen …


"Café Gedanken frei" mit Hugo Müller-Vogg

Plakat_kleinAm Sonntag bei unserer Weimarer Matinee
„Café Gedanken frei“, die dieses mal wegen der großen Nachfrage in der Stadtbücherei stattfindet, lassen wir uns auf ein doppeltes Experiment ein.

Wir sind in dem Fall der Journalist und Buchautor Hugo Müller-Vogg und ich. Hugo Müller-Voggs Experiment besteht darin, dass er – eine Seltenheit im deutschen Journalismus – in Großbritannien und den USA ist das ganz anders – – eine politische Fiktion geschrieben hat, eine erfundene Gegenwartsgeschichte. Sie bricht ein Tabu, das Tabu, dass DIE LINKE niemals mitregieren darf, kann, will…

Seine erfundene Geschichte beginnt am 27. September 2009 um 21.27 Uhr, wenn der Bundeswahlleiter folgendes, fiktives Endergebnis bekanntgibt:Buchcover

CDU/CSU 35,8
SPD 30,1
FDP 11,4
Linke 11,5
Grüne 7,1
Sonstige 4,1

Und nun nehmen die Dinge ihren Lauf. Für Schwarz-Gelb reicht es nicht, sonst aber ist alles möglich – und am Ende, ein gutes Jahr später sogar ROT-ROT-GRÜN. Das ist Hugo Müller-Voggs Experiment. Es steht unter dem Motto von William Faulkner, der gesagt hat: Fiktion kommt der Wahrheit manchmal näher als der Journalismus. weiterlesen …


PORRJAMOS – Das Verschlungene

Aufzeichnungen von der Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag der “Liquidierung des Zigeunerlagers“ am Sonntag, den 2. August 2009.

Auschwitz_Luc_kleinSengende Hitze stand über der riesigen Ruinenfläche von Auschwitz-Birkenau.
Der Bus fuhr am ehemaligen Eingangstor vorbei, die unzähligen Holzbaracken entlang zu einem weit entfernten Tor im Drahtzaun: dem Grasfeld mit Schotterweg, wo einmal das „Zigeunerlager“ war.

Nun standen schwarze Limousinen im Gras und PKW und Kleinbusse mit polnischen, deutschen und slowakischen Kennzeichen und hunderte von Männern und Frauen machten sich auf den langen Weg ins Innere des Lagergeländes. Viele trugen Kränze und Blumensträuße, viele hatten Regenschirme aufgespannt als Schutz vor der glühenden Sonne. Von weitem sah das wie ein bunter Sommergästezug aus, der unterwegs war zu einer Landpartie. weiterlesen …


Ferienerinnerung an den letzten Tag in Venedig

Luc_Wolfgang_klein.jpg

Besuch von meinem Fraktionskollegen Wolfgang Neskovic. Die Fahne im Hintergrund kommt von der „roten Insel“ Giudecca – siehe Tagebucheintrag vom 28. Juli 2009.

Morgen ist hier zu lesen, was ich in Auschwitz bei der Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag der „Liquidierung des Zigeunerlagers“ erlebt habe.


Ende der Ferien…

Die Bücher ausgelesen: Daniela Dahn: „Wehe dem Sieger“, Ferdinand von Schirach: „Verbrechen“ und Wladimir Kaminer: „Es gab keinen Sex im Sozialismus“. Die Bilder der Biennale gespeichert, die Fassungslosigkeit über den jämmerlichen deutschen Pavillon inklusive.
Jetzt geht es zurück. Erste Station am Freitag ist Weimar. Treffen mit den Mitarbeitern und den ehrenamtlichen Helfern, die soviel Arbeit im Kommunalwahlkampf geleistet haben und nun in den Landtags- und in den Bundestagswahlkampf einsteigen. weiterlesen …


Venezianisches Tagebuch

Auf der Insel GIUDECCA: Nummer 424 heißt das Haus, von dem aus man einen spektakulären Blick auf den Dogenpalast gegenüber hat. Es ist das Quartier der RIFONDAZIONE, der Neugründung der Partito Communista. Früher war hier der Sitz der PCI, der Italienischen Kommunistischen Partei. Da haben 30 bis 40% der Leute hier PCI gewählt, die GIUDECCA war die Insula rosso, die „rote Insel“ Venedigs und ist es auf gewisse Weise immer noch. Büro, Kneipe, Bildergalerie, Bücherei ist das Ladenlokal, im Schaufenster: die Werke von Gramsci und ein vergilbtes Foto von Berlinguer – wie eine Votiv-Tafel. Und ein Foto aus den sechziger Jahren, schwarz-weiß, das zeigt, wie vier Männer eine riesige Hammer-Sichel-Stern-Dekoration aus Holz aufrichten, haushoch ist sie – und im Hintergrund überm Wasser der Dogenpalast ganz klein.
Es ist Sonntag, als ich das sehe. Ich frage eine Gruppe alter Männer, die vor dem Ladenlokal sitzen, ob ich mir eine Fotokopie davon machen dürfte. Sie verweisen an die Signora Mittia. Sie sei jeden Werktag morgens hier. Gestern hat es geklappt. weiterlesen …


Italienisches Tagebuch

Venedig: Ferientage. Kunstbiennale-Tage. Was diese Stadt alles bietet an Ansichten aus aller Welt!

Nicht nur die große Internationale Ausstellung mit den 36 Länder-Pavillons im Prachtgarten genannte „Guardini“ und im „Arsenale“ der mittelalterlichen Schiffswerft, sondern auch dutzende „Trabanten“, der von über 100 Künstlern und Künstlerinnen überall in den noch so entlegenen Winkeln der Stadt gestalteten Sonderschauen sind zu sehen. weiterlesen …


Fortsetzung der Diskussion zum Ausstellungsprojekt "40 Jahre – 40 Werke"

tubke_frankenhausen_klein Zur Erinnerung: was war der Vorschlag?
Am 28. Mai veröffentlichte ich im Freitag folgende Idee zu einer Ausstellung:
hier meine Gastkolumne

Bereits zwei Tage zuvor war dieser Text auf der Freitag-Homepage zu lesen, der von den Lesern wie folgt kommentiert wurde:
hier die Leserkommentare

Am 2. Juni schrieb Brigitte Tübke-Schellenberger:

„Im ersten Moment fand ich Ihre Idee ‚Klasse‘, beim Überlegen kamen mir Bedenken – zu oft habe ich in meiner Tätigkeit als Anwalt erlebt, wie ‚Vergeltungen‘ Menschen über Jahre entfremdet haben, es gab Risse, die sich auf Generationen vererbten.“

Hier die komplette Antwort

Von Christoph Hein erhielt ich ein Schreiben vom 3. Juni, in dem er seine Bedenken zu solch einer Ausstellung äußerte – hingegen wäre es

„viel spannender die Kunst Ost & West anzuschauen, zu vergleichen, das Trennende, die Gemeinsamkeiten, die staatsnahe und staatsferne Kunst Ost & West etc.“

Hier sein Brief

weiterlesen …


Die schlechte Nachricht von gestern:

tribune_anzeige_kleinjpgIn Aquila tagen die Mächtigen dieser Welt, Gastgeber Berlusconi. In allen Zeitungen die gleichen Fotos, die gleichen Geschichten. Die lachenden Gesichter, das bisschen Annäherung in Klimafragen, das außer Acht lassen so gut wie aller anderen anstehenden Themen. Und der italienische Ministerpräsident mit nichts infrage gestellt. Was infrage zu stellen wäre, das beschreibt ausgerechnet eine Anzeige mit der Schlagzeile „Appell an die Internationale Gemeinschaft – die Demokratie ist in Gefahr in Italien“.
Die Anzeige macht die gesamte Seite der New York Herald Tribune von gestern aus und auch der Global Edition der New York Times und stammt von Antonio Di Pietro, dem legendären Staatsanwalt, der die Ermittlungen gegen Berlusconi wegen seiner vielfachen Betrügereien und Bestechungen geführt hat und heute Abgeordneter und Vorsitzender einer kleinen Partei namens „Italien der Werte“ ist. weiterlesen …


Seiten: « 1 2 3 ...13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 »

nach oben