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Tagebuch

Kulturlos: Rückblick auf die Regierungserklärung und ihre Debatte in Sachen Kultur

Also, kein Wort zur Kultur findet sich in der Regierungserklärung der Kanzlerin. 2005 war das noch anders, da hat sie prinzipiell von der „Kulturnation Deutschland“ gesprochen und auch – sehr begrüßenswert – erklärt, dass Kulturförderung „keine Subvention sei, sondern Investition in unsere Zukunft.“ Ein viel zitierter Satz seitdem und ein ehrenwertes Motto.
Von all‘ dem diesmal nichts.
Aber dann: auch kein Wort zur Kultur von der größten Oppositionsfraktion. Kein Wort dazu bei Franz Walter Steinmeier – wie den übrigen SPD-Rednern. Dafür beklagt dann Siegmund Ehrmann in einer Pressemitteilung „kein Wort zur Kultur von der Kanzlerin und auch nichts zum Staatsziel Kultur“. Ja, warum hat er das nicht in der Debatte gesagt? weiterlesen …


Ein Museum „modifiziert“!

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Update: Bilder einer Ausstellung – ein Ausstellungsbesuch von Florian Horn

Am Donnerstag habe ich mich auf den Weg ins Deutsche Historische Museum gemacht, um mir selbst ein Bild von der zensierten Ausstellung „Fremde? Bilder von den Anderen in Deutschland und Frankreich seit 1871“ zu machen. Mein Resümee: Eine in vielerlei Hinsicht sehr gelungene Ausstellung, nur haben die Zensoren leider schlampig gearbeitet! So sind zurzeit drei unterschiedliche Versionen des Textes der Tafel „1989-2009 Deutschland“ in Umlauf.  Hier nun ein kurzer Vergleich.

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Schlechte Nachricht / Gute Nachricht

Die schlechte Nachricht zuerst. Staatsminister Bernd Neumann hat einen neuen Titel „Bundesbeauftragter für Propaganda“. Er wird ihm in der neuesten Ausgabe der Wochenzeitschrift DIE ZEIT verliehen.DHM-1DHM-2
Anlass: In der Ausstellung „Fremde? Bilder von den Anderen in Deutschland und Frankreich seit 1871“ im Deutschen Historischen Museum in Berlin wurde auf ausdrücklichen Wunsch des Kulturstaatsministers eine große Texttafel gegen eine durch das Ministerium selbst formulierte genehme ausgetauscht. weiterlesen …


"Eines langen Tages Reise … Der Weg zur Demokratie"

Gysi vor Kameras_kleinSchorlemmer auf Bühne_kleinSteimle auf Bühne_kleinTschirner auf Bühne_kleinBisky auf Bühne_kleinBürger auf Bühne_klein

Das war also der „lange Tag“ gestern in Erinnerung an den 4. November 89.
Zunächst: das Wetter so miserabel, dass man keinen Hund vor die Tür jagen wollte. Wie gut, dass die Morgen-Veranstaltung im Kino stattfand.Film draußen3_klein
Ziemlich grotesk war die Berichterstattung im Rundfunk und Fernsehen. Radio 1 meldete seit 7 Uhr morgens, DIE LINKE veranstalte auf dem Alexanderplatz eine Groß-Demo – alle Berliner sollten sich dort versammeln. Die Abendschau hatte Uwe Steimle im Programm, der den Absage-Brief von Marianne Birthler verlas – allerdings gab es eine technische Panne und zur Verlesung kam es nicht. weiterlesen …


Zu unserer heutigen Veranstaltung „Eines langen Tages Reise … Der Weg zur Demokratie“

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Türen auf im Babylon

Erinnern ist keine einfache Angelegenheit.

„Ich habe den 4. November als warm und sonnig in Erinnerung“ schreibt Annett Gröschner im FREITAG, um dann anzufügen: „Der Wetterdienst verzeichnete als Tagesmittel nur 9,2 Grad, die Sonne schien insgesamt 10 Minuten und in 24 Stunden fielen 2,3 mm Regen.“ weiterlesen …


Predigt zum Reformationsgottesdienst in der EVANGELISCHEN ERLÖSER-KIRCHENGEMEINDE am 1. November 2009

Gott-Plakat_kleinDer Anfang oder die Apostelgeschichte

Gestern telefonierte ich mit einem befreundeten katholischen Theologen, der bis vor kurzem einen hohen Posten in der ARD, also beim öffentlichen Fernsehen des Ersten Programms innehatte. Er meinte, mit der evangelischen Kirche sei es wohl schon ganz schön weit gekommen, wenn Sie nun sogar Leuten der LINKEN das Wort zum Sonntag übergäbe. Und dann gab er mir – ungefragt – den Rat, ich solle am besten mit der Apostelgeschichte anfangen, da wäre ja alles enthalten, worüber jemand wie ich zu einer Kirchengemeinde sprechen wolle: Gleichheit, Gerechtigkeit, Armut… Das war mir bekannt und ich denke, Ihnen ist das erst bekannt – und deshalb lassen wir das als eine Anregung, ein kurzes Vorwort.

Und ich beginne mit einer persönlichen Geschichte, die viele Jahre zurückliegt, in der es um den Verlust des Glaubens geht und die Angst und die leere, die diesen Verlust auslösen kann. weiterlesen …


Heute ein HÖR-TAGEBUCH zu unserer Veranstaltung am 4. November

Foto, ohne allesHIER mein Hör-Tagebuch zum 4. November 1989 und zu unserer Erinnerungs-Veranstaltung „Eines langen Tages Reise … Der Weg zur Demokratie“ 20 Jahre danach.

ACHTUNG – am Sonntag Gottesdienst mit mir in der Erlöser-Kirchengemeinde in Berlin-Moabit. Aus dem Gemeindebrief:

„Zum Reformationsfestgottesdienst am 1.11. um 10 Uhr haben wir Luc Jochimsen bei uns zu Gast. Die bekannte Publizistin und Bundestagsabgeordnete (der Linken) wird die Predigt halten. Danach wird es – wenn gewünscht – ein Nachgespräch geben. Das Thema wird die Kirche der Zukunft sein.


Eines langen Tages Reise … Der Weg zur Demokratie

Elmer-Herzig_kleinDer Tagesspiegel von heute setzt die Vorberichterstattung über unsere Veranstaltung zum 4. November 1989 am kommenden Mittwoch noch fort. Unter der Überschrift „Einstige Gegenspieler erinnern gemeinsam an 4. November 1989“ berichtet Lars von Törne von unserer Pressekonferenz gestern im Babylon und nimmt vor allem Bezug auf Pfarrer und SDP-Mitgründer Konrad Elmer-Herzig, der mitmacht, weil sonst keiner sich des Tages erinnern will. Niemand will den Tag „einseitig und vollständig vereinnahmen“ und wir sind weit davon entfernt, uns als LINKE zum „Sachverwalter“ der Demonstration und Kundgebung von damals zu machen, auf der ja nicht nur Bürgerrechtler sprachen, sondern auch Staatsvertreter wie Günter Schabowski, Markus Wolf und Manfred Gerlach.

Übrigens: Konrad Elmer-Herzig will nächste Woche einen Teil seiner Rede vortragen, den er damals aus Zeitgründen nicht halten konnte. Geschichte – eingebracht nach 20 Jahren. Das wird spannend.


Vorbereitung auf eine besondere Veranstaltung

Podium_Frank
Das Podium (v.l.n.r.): Konrad Elmer-Herzig, Prof. Dieter Klein und Florian Weis von der Rosa-Luxemburg-Stiftung, und Marion Seelig von der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus.

Der Tagesspiegel stellte heute fest:

„Ex-Bürgerrechtler kritisieren Umgang der Linken mit 1989 – SED-Nachfolger würdigen Demo vom 4. November. Das missfällt den einstigen Kritikern des Regimes“. Entsprechend waren dann auch die Journalisten-Fragen in unserer Pressekonferenz heute Nachmittag im Babylon: Wieso macht sich DIE LINKE zum Sachwalter dieses Tages der Friedlichen Revolution am 4. November 1989? Meine Antwort: Wir machen uns keineswegs zum Sachwalter, wir versuchen die Erinnerung an diesen Tag lebendig zu erhalten – mit all seiner Vielfalt, der Hoffnungen und Veränderung. Wenn unsere Veranstaltung die einzige ist, kann man uns das schlecht zum Vorwurf machen, sondern all denen, die kein Interesse haben, den Tag ebenfalls zu gedenken. weiterlesen …


Montag, 11 Uhr

AG_Kultur_kleinDie Arbeitsgemeinschaft Kultur & Medien im Arbeitskreis III Innovation, Bildung, Wissenschaft, Kultur und Medien konstituiert sich im Russischen Birkenwäldchen der Bundestagsliegenschaft Unter den Linden 50:

Neben mir (v.l.n.r.): Philipp Otto, Mitarbeiter im Bereich Neue Medien; Jürgen Scheele, Medienpolitischer Referent; Kathrin Senger-Schäfer, MdB, Medienpolitische Sprecherin; Herbert Behrens, MdB, Mitglied im Unterausschuss Neue Medien; Annette Mühlberg, Kulturpolitische Referentin und mein wissenschaftlicher Mitarbeiter, Florian Horn.


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