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Tagebuch

Italienisches Tagebuch

Venedig: Ferientage. Kunstbiennale-Tage. Was diese Stadt alles bietet an Ansichten aus aller Welt!

Nicht nur die große Internationale Ausstellung mit den 36 Länder-Pavillons im Prachtgarten genannte „Guardini“ und im „Arsenale“ der mittelalterlichen Schiffswerft, sondern auch dutzende „Trabanten“, der von über 100 Künstlern und Künstlerinnen überall in den noch so entlegenen Winkeln der Stadt gestalteten Sonderschauen sind zu sehen. weiterlesen …


Fortsetzung der Diskussion zum Ausstellungsprojekt "40 Jahre – 40 Werke"

tubke_frankenhausen_klein Zur Erinnerung: was war der Vorschlag?
Am 28. Mai veröffentlichte ich im Freitag folgende Idee zu einer Ausstellung:
hier meine Gastkolumne

Bereits zwei Tage zuvor war dieser Text auf der Freitag-Homepage zu lesen, der von den Lesern wie folgt kommentiert wurde:
hier die Leserkommentare

Am 2. Juni schrieb Brigitte Tübke-Schellenberger:

„Im ersten Moment fand ich Ihre Idee ‚Klasse‘, beim Überlegen kamen mir Bedenken – zu oft habe ich in meiner Tätigkeit als Anwalt erlebt, wie ‚Vergeltungen‘ Menschen über Jahre entfremdet haben, es gab Risse, die sich auf Generationen vererbten.“

Hier die komplette Antwort

Von Christoph Hein erhielt ich ein Schreiben vom 3. Juni, in dem er seine Bedenken zu solch einer Ausstellung äußerte – hingegen wäre es

„viel spannender die Kunst Ost & West anzuschauen, zu vergleichen, das Trennende, die Gemeinsamkeiten, die staatsnahe und staatsferne Kunst Ost & West etc.“

Hier sein Brief

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Die schlechte Nachricht von gestern:

tribune_anzeige_kleinjpgIn Aquila tagen die Mächtigen dieser Welt, Gastgeber Berlusconi. In allen Zeitungen die gleichen Fotos, die gleichen Geschichten. Die lachenden Gesichter, das bisschen Annäherung in Klimafragen, das außer Acht lassen so gut wie aller anderen anstehenden Themen. Und der italienische Ministerpräsident mit nichts infrage gestellt. Was infrage zu stellen wäre, das beschreibt ausgerechnet eine Anzeige mit der Schlagzeile „Appell an die Internationale Gemeinschaft – die Demokratie ist in Gefahr in Italien“.
Die Anzeige macht die gesamte Seite der New York Herald Tribune von gestern aus und auch der Global Edition der New York Times und stammt von Antonio Di Pietro, dem legendären Staatsanwalt, der die Ermittlungen gegen Berlusconi wegen seiner vielfachen Betrügereien und Bestechungen geführt hat und heute Abgeordneter und Vorsitzender einer kleinen Partei namens „Italien der Werte“ ist. weiterlesen …


Die gute Nachricht von heute:

Der Bundesrat stimmt nun auch dem neuen Gesetz zur Patientenverfügung zu. Auch wenn der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus darüber nicht glücklich ist, bin ich davon überzeugt, dass es für Millionen von Menschen in diesem Land eine große Erleichterung darstellt.

BITTE LESEN UND WEITERSAGEN

Mehr Informationen darüber auch in unserer Handreichung (siehe in der Rubrik ‚Patientenverfügung‘ unter ‚Themen‘).


Achtung: 1% für die Kultur

Einer der interessantesten Theatermacher und Regisseure, Roberto Ciulli vom Mühlheimer Theater an der Ruhr fordert – und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 5. Juli 2009 hat es dankenswerter Weise veröffentlicht – Geld aus dem Banken-Rettungsfonds der Bundesregierung. „Von dem Geld, das zur Rettung einer Bank investiert wird, sollte 1 % für ein Theater oder für eine andere Kulturinstitution abgeführt werden. Es wäre unglaublich pervers, wenn man Banken durch Steuergeld rettet und Theater, die Kultur, in die Pleite gehen ließe.“

LESEN UND WEITERSAGEN


Bilanz dieser Legislatur in der "clara"

clara13_foto_kleinDie letzte Sitzungswoche des Parlaments ist durchgestanden, durchgewählt. Ein trauriges Schauspiel haben die Sozialdemokraten aufgeführt.
Die Wahlrechtsreform stand am letzten Tag auf der Tagesordnung. Sie soll mit der Ungerechtigkeit, die durch die Überhangmandate entstehen kann, Schluss machen – eine Auflage des Bundesverfassungsgerichts.
Es gibt Rechnungen, nach denen kann die CDU/CSU durch diese Überhangmandate mehr Abgeordnetensitze im September erhalten – als sie prozentual tatsächlich erhalten hat. weiterlesen …


Diskussion mit Oskar Lafontaine im Hamburger Schauspielhaus

marat
Chor, Foto: A. T. Schaefer

Gesternabend im Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Eine total ausverkaufte Vorstellung von Volker Löschs Inszenierung „Marat, was ist aus unserer Revolution geworden?“ nach Peter Weiss. Ein „Chor der Armen“: Rentner und Rentnerinnen, Hartz IV-Empfänger, Arbeitslose – keine Schauspieler – kämpft ums Überleben in einer überdimensionalen Gummizelle, verliest die Adressen Hamburger Millionäre und die Summen ihrer Vermögen: weiterlesen …


+++ NEU +++ NEU +++ NEU +++

namentliche_abstimmung_2_kleinAb heute gibt es ein neues Kapitel auf der Homepage: ‚Namentliche Abstimmungen‘.
Unsere parlamentarische Demokratie verfügt über zwei einfache aber sehr wirkungsvolle Instrumente: Debatte und namentliche Abstimmung. Jede Fraktion hat das Recht zu einem Tagungsordnungspunkt Debatte zu verlangen und namentliche Abstimmung. Damit haben wir uns seit 2005 im Parlament recht unbeliebt gemacht. Nun können Gesetze nicht mehr einfach abgenickt werden – ohne dass auch nur über sie diskutiert wird. Und bei namentlichen Abstimmungen wird das Verhalten aller 613 Abgeordneten offen gelegt. weiterlesen …


Berichterstattung zur Aberkennung des Weltkulturerbetitels für das Dresdner Elbtal

waldschloesschenbruecke

Es ist höchste Zeit, eine Art „Tagesschau-Watch“ einzurichten, um täglich die Desinformation dieser bedeutenden Nachrichtensendung aufzudecken. Beispiel die gestrige Berichterstattung zur Aberkennung des Weltkulturerbetitels für das Dresdner Elbtal.
Was also haben wir da gesehen und gehört – immerhin war es die Nachricht Nr. 1, mit der die Sendung aufmachte. Bilder von der Baustelle, Computeranimation von der Brücke, ein paar Einstellungen von der Konferenz in Sevilla, ein kurzes Statement des Komitee-Vorsitzenden über die Kompromissfähigkeit der Verantwortlichen – und dann eine längere, vollkommen unverständliche Aussage der Dresdner Oberbürgermeisterin von der CDU, dass sie mit irgendeinem Plan jetzt zum Stadtrat zurückfahre, um später noch einmal einen Antrag zu stellen – und dann wird alles wieder gut.

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Erhöhung des Kulturetats 2010

Eine wirklich erfreuliche Nachricht: Der Kulturhaushalt des Bundes wird 2010 um 19 Millionen Euro erhöht. Das ist nicht viel, wenn man es in Relation zu den Milliardenrettungsbeträgen für Banken und Firmen setzt, aber auch nicht wenig, wenn man die Drohungen hört, für was in Zukunft kein Geld mehr da sein wird.
Insofern ein guter Kabinettsbeschluss.

Bizarr ist allerdings, was der kulturpolitische Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen, aus dieser Nachricht macht. „Die Erhöhung des Kulturetats ist die Antwort der Union auf die Staatszieldebatte“ erklärt er heute öffentlich.

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