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Kandidatur für das Bundespräsidentenamt

"Ich weiß, dass es schwerer ist für mich"

100608 LJ stellt sich vor 6-200dpiHeute, kurz vor 7 Uhr lief im Deutschlandfunk folgendes Interview mit mir, was HIER auch anzuhören ist:

Interview mit Luc Jochimsen, Bundespräsidentschaftskandidatin der Linken

Sie hält Joachim Gauck für nicht geeignet, gegen Christian Wulff habe sie es schwer, doch Luc Jochimsen lässt sich nicht beirren. Sollte sie Bundespräsidentin werden, werde sie versuchen, „die Direktwahl durchzusetzen“.

Gerwald Herter: Die Linkspartei macht wieder einmal ihr eigenes Ding. Auch ihre Vertreter werden Ende des Monats in der Bundesversammlung sitzen, um nach dem Rücktritt von Horst Köhler ein Staatsoberhaupt zu wählen. Dass die Linkspartei den Kandidaten der Bundesregierung, Christian Wulff, nicht unterstützt, wird vielleicht nicht verwundern. Dass aber auch der Kandidat der SPD und der Grünen, Joachim Gauck, von der Linkspartei keine Stimmen bekommen soll, hat Kritik und Mutmaßungen ausgelöst. Darüber habe ich mit der Präsidentschaftskandidatin der Linkspartei, der Bundestagsabgeordneten Lukrezia Luise Jochimsen gesprochen und ich habe sie nach ihren Chancen gefragt, gewählt zu werden. weiterlesen …


Ich will täglich für mehr Frieden in der Gesellschaft werben

Hildburghausen_kleinIm Interview mit CLARA, dem Magazin unserer Fraktion, habe ich über meine Motivation für die Kandidatur gesprochen. Hier sind schon jetzt Auszüge des Gesprächs zu lesen. Das komplette Interview gibt es dann in der nächsten Ausgabe.

Luc, deine Präsidentschaftskandidatur gilt wegen der Mehrheitsverhältnisse als aussichtslos. Warum stellst du dich dennoch zur Wahl?

Erstens braucht man bei einer Wahl mehrere Kandidatinnen und Kandidaten, sonst würde letztlich nur einer oder eine per Akklamation das Amt besetzen. Eine solche Wahl muss aber auch mehr sein, als nur das Duell zwischen zwei Menschen. Zudem habe ich in meinem Leben die Erfahrung gemacht – und das spätestens mit meinem Bundestagsmandat seit 2005 –, dass es nicht nur darauf ankommt, sich sofort nur mit seiner Meinung und Haltung durchzusetzen und zu siegen.

Sondern?

Dass man die Themen, von denen man überzeugt ist, dass sie für die Gesellschaft wichtig sind, aussprechen muss. Auch wenn die anderen sich dafür nicht interessieren und deine Vorschläge im Parlament gnadenlos niederstimmen, passiert etwas Hochinteressantes. Wir haben beispielsweise Anträge zum Frieden, zu Afghanistan und zum Mindestlohn gestellt und alle wurden von den anderen Parteien reflexartig abgelehnt, aber diese Forderungen sind in der Gesellschaft geblieben und wurden von der Bevölkerung für immer wichtiger befunden. Deswegen geht es mir nicht darum, als Siegerin aus dieser Wahl hervor zu gehen, sondern hörbar zu machen, was meine Vorstellungen sind. weiterlesen …


So viele positive Reaktionen …

Brief SitteEs gibt unendlich viel Zustimmung und Ermutigung – in Briefen, E-Mails und Anrufen, die mir sehr gut tun. Hier nur ein ganz besonderer Brief von Willi und Ingrid Sitte.

Hier der Brief


Warum ich für das Bundespräsidentenamt kandidiere

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So eine Kandidatur hat immer mit dem eigenen Leben zu tun.

Meine Kindheit wurde durch den Krieg beherrscht. Deshalb wurde Frieden, Eintreten für den Frieden mein Lebensthema. Meine Jugend nach 1945 prägte die amerikanische Re-Education. Schlüsselbegriffe sind seitdem für mich: Freiheit, Demokratie und die Würde des Einzelnen – auch das Streben nach Glück.
Als junge Soziologin und Journalistin erlebte ich dann die Zeit des Kalten Krieges – sie entwickelte meine Kritik.

- Kritik an bedingungsloser Westbindung
- Kritik an der Wiederbewaffnung
- Kritik an der Einbeziehung der Nazis, am Umgang mit der Geschichte der Nazi-Diktatur.
- Kritik am zunehmenden kapitalistischen Einfluss – und der war damals ein Kinderspiel im Vergleich zu heute. weiterlesen …


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