Gestern in Berlin: Opel-Betriebsräte zu Gast
25. November 2009 in Tagebuch

- Die Thüringer MdBs mit den Vertretern von Opel: Ralph Lenkert, Kersten Steinke, Uwe Laubach, Harald Lieske, Frank Tempel und Jens Petermann (v.l.n.r.)
Am Dienstag besuchten vier Opel-Betriebsräte die Sitzung der Linksfraktion im Bundestag, um den Abgeordneten ein aktuelles Bild der Situation an den Opel-Standorten und der Stimmung unter den Beschäftigten geben zu können. Wichtig war den Betriebsräten, dass die Opel-Standorte nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen.
Harald Lieske, einer der geladenen Opel-Betriebsräte, ist Betriebsratschef am Opelstandort Eisenach, Uwe Laubach ist von der IG-Metall Eisenach. Sie berichteten über die Wut und die große Enttäuschung die sich unter den Mitarbeitern des Standorts seit bekanntwerden des Scheitern des Magna-Deals breitgemacht haben. In Eisenach sei man besonders besorgt, da dort keine Entwicklung und Forschung stattfinden würde und der Standort daher bei manchen lediglich als verlängerte Werkbank angesehen würde. Entsprechend besorgt zeigten sich Harald Lieske und Uwe Laubach darüber, dass dieser Standort von dem bevorstehenden Stellenabbau bei Opel betroffen sein könnte.
Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) warnte unterdessen, dass durch eine Schließung des Standorts Eisenach neben den 1800 Opel-Mitarbeitern auch die Jobs von weiteren 20 000 Menschen im gesamten Bundesgebiet, beispielsweise bei Zulieferern, gefährdet seien.
Ersten Meldungen vom heutigen Mittwoch zufolge sollen in Eisenach 300 Arbeitsplätze gestrichen werden, das ist jede sechste Stelle!