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Erhöhung des Kulturetats 2010

Eine wirklich erfreuliche Nachricht: Der Kulturhaushalt des Bundes wird 2010 um 19 Millionen Euro erhöht. Das ist nicht viel, wenn man es in Relation zu den Milliardenrettungsbeträgen für Banken und Firmen setzt, aber auch nicht wenig, wenn man die Drohungen hört, für was in Zukunft kein Geld mehr da sein wird.
Insofern ein guter Kabinettsbeschluss.

Bizarr ist allerdings, was der kulturpolitische Sprecher der CDU/CSU Bundestagsfraktion, Wolfgang Börnsen, aus dieser Nachricht macht. „Die Erhöhung des Kulturetats ist die Antwort der Union auf die Staatszieldebatte“ erklärt er heute öffentlich.

Da bringt jemand, der es besser wissen müsste, aber zwei Dinge durcheinander. Gelder für die Kultur lassen sich doch nicht ausspielen gegen den Verfassungsrang der Kultur als Mittel unserer nationalen Identifikation.
Das ist die billige Formel: Und was haben wir, was habe ich davon? Was kann ich mir dafür kaufen?

Darum geht es eben genau nicht. Wir bleiben bei unserer Forderung, Kultur endlich in der Verfassung festzuschreiben – und freuen uns über jede, auch moderate Erhöhung des Kulturetats.