Wahlparteitag
22. Juni 2009 in Tagebuch
Ja, das war ein wichtiges Wochenende im Zeichen des Wahlparteitages. Sicher zur großen Enttäuschung der Journalisten. Was haben sie alles prophezeit: Streit, Flügelkämpfe, Erosion der Partei, die Zeit der LINKEN ist vorüber. Das hätten sie gern, aber den Gefallen tun wir ihnen nicht.
Wie wurde das Wahlprogramm – Sinn und Zweck dieses Parteitages – verabschiedet?
Von knapp 500 Delegierten, bei 7 Gegenstimmen und 4 Enthaltungen – also knapp 2 % Gegnerschaft. Das nennt man eine Zerreißprobe! Aber das ist den Zeitungen nun erst recht nicht recht. Jetzt titeln sie „Durchregiert und abgenickt“, „Schattenboxen in der linken Ecke“, „Debatte nur aufgeschoben“, „Modell für Absurdistan“ …usw.
Recht machen wird es diese Partei den deutschen Medien nie. Aber das darf uns „nicht klein kriegen. Im Gegenteil: Fighten Seit’ an Seit’“ – darum geht es ab heute. Geschlossen aber pluralistisch! Das geht nämlich. Für Gerechtigkeit und Freiheit. Und das geht auch, insbesondere, weil der eine Wert den anderen voraussetzt.
Die wichtigste Aufgabe für die nächsten Monate für uns heißt: der Bevölkerung klar zu machen, wie sehr die Frage von sozialer Gerechtigkeit und Friedlichkeit Deutschlands von uns abhängt: sind wir stark und werden wir stärker wird Deutschland sozialer und friedlicher. Ja, so einfach ist das. Der Grund: SPD und selbst CDU müssen auf unsere Forderungen reagieren. Je schwächer wir sind oder werden, desto schneller und rigider greifen die großen Volksparteien auf ihre Gesellschaftsmodelle à la Agenda 2010 zurück. Die Entwürfe warten schon in den Schubladen. Da liegt unsere Aufgabe.
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