Berliner Wandbilder: Thomas Flierl zur Antwort der Bundesregierung
13. April 2010 in Tagebuch
Wir haben Thomas Flierl die Antwort der Bundesregierung auf unsere Kleine Anfrage „Bergung und Sicherung der Wandbilder von Prof. Ronald Paris und von Prof. Walter Womacka in Berlin“ zugänglich gemacht. Er selbst hatte in seiner Funktion als Stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Berliner Abgeordnetenhaus eine Anfrage an den Senat gestellt. Hier nun sein Kommentar zur Antwort der Bundesregierung (HIER die komplette Antwort):
1. Es handelt sich um öffentlichen Kunstbesitz, den es, da beide Gebäude abgerissen werden, zu bergen und aus finanziellen, kunsthistorischen und zeitgeschichtlichen Gründen zu bewahren gilt.
2. Ihn zur privaten Veräußerung anzubieten, um die Demontage-, Restaurierungs- und Aufbewahrungskosten zu sparen, geht überhaupt nicht. Selbst ökologische Altlasten müssen mit öffentlichen Mitteln entsorgt werden. Und selbst ungeliebte kulturelle Hinterlassenschaften müssen bewahrt werden. Es bedarf hierzu auch keiner Eintragung als Denkmal in die Landesliste, da diese nur den Bau als ganzen, nie nur dessen Teile umfasst.
3. In beiden Fällen handelt es sich zudem um wichtige Kunstwerke ihrer Art und ihrer Zeit.
4. Die Finanzierung der Bergung und Restaurierung dürfte kein Problem sein, da die beiden attraktiven Liegenschaften gewinnbringend veräußert werden.
5. Für die Bewahrung, restauratorische Betreuung, historisch-kritische Aufarbeitung und öffentliche Präsentation gibt es genau für diesen Zweck geschaffene öffentliche Institutionen.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
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