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Die endlose Steinbach Story

Laut FOCUS und Frankfurter Rundschau von heute „werden in der Bundesregierung konkrete Anreize diskutiert, um die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen zu einem Verzicht auf den Platz im Stiftungsrat zu drängen. So werde diskutiert, die Stiftung stärker finanziell zu unterstützen als mit den geplanten 2,5 Millionen Euro jährlich. Auch werde erwogen, dem Bund mehr Sitze im Beirat einzuräumen.“
Im Kulturausschuss habe ich stets den Standpunkt vertreten, dass die Einrichtung des Dokumentationszentrums „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ unabhängig von der Person Erika Steinbach gesehen werden muss.
Drei Sitze im Stiftungsrat für den Bund der Vertriebenen und nur zwei für Vertreter des Bundestages sind ein Skandal – ob nun Erika Steinbach einen dieser Sitze innehat oder nicht.
Der Bund der Vertriebenen geht mit der Legende hausieren, dass in der Nachkriegszeit das Schicksal der Vertriebenen verschwiegen und aus der Erinnerungskultur ausgeklammert worden sei. Das Gegenteil ist richtig: Die Nachkriegszeit in der alten Bundesrepublik wurde dominiert von der revanchistischen Politik des Bundes der Vertriebenen. Man denke nur an die jährlichen Pfingsttreffen! Was wurden da für Reden gehalten!? Wer durfte dort auftreten? Was waren das für Massen-Scharaden? Von Versöhnung keine Spur.
Dieser Legende muss entgegengewirkt werden – die Stiftung in Berlin und das geplante Museum sollen aber genau eine solche Aufarbeitung verhindern. Deswegen sind auch die Gedankenspiele um mögliche „Kompensationen“ skandalös.
Was wird Frau Steinbach angeboten für den Fall, dass sie verzichtet? Mehr Geld für das Ausstellungszentrum, noch mehr Sitze im Stiftungsrat… Alles macht die Sache nur schlimmer und deutlich, welche Lobby-Macht hinter diesem Verband steht.

BITTE LESEN UND WEITERSAGEN

Man kann natürlich noch grundsätzlicher werden, wie die Vizepräsidentin des Bundestags, Petra Pau, in ihrer Pressemitteilung: „Zentrum gegen Krieg“ statt „Stiftung gegen Vertreibung“