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Verpflichtung zur Versöhnung

Ich begrüße den heutigen Beschluss des Bundeskabinetts zur Errichtung der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“. Das vorgestellte Konzept enthält jetzt auch die Aufgabe der Versöhnung. Das ist positiv. Wie diese Aufgabe allerdings in Berlin mit den bisher bekannten kargen Ansatzpunkten zu leisten ist, steht weiterhin aus.

Insbesondere der Hinweis auf die Ausstellung „Flucht, Vertreibung, Integration“ der Stiftung „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“ wirkt nicht sehr ermutigend, da sie in Bezug auf eine Versöhnung alles schuldig geblieben ist.

Offen ist bislang auch die Besetzung der Gremien, und es wird ganz genau zu beobachten sein, welche Rolle dem ‚Bund der Vertriebenen’ zugeteilt wird. Versöhnung ist eine große Verpflichtung. Wir werden die Regierung beim Wort nehmen.