Vertriebene Erinnerung
18. März 2009 in Erinnerungskultur, Pressemitteilungen
Zum Auftritt der Bundeskanzlerin vor den Vertriebenen und zur Erinnerungspolitik der CDU/CSU:
„Durch die Erklärungen der letzten Tage und Wochen wird immer deutlicher, dass der ‚Bund der Vertriebenen’ sein Geschichtsbild zu einem nationalkonservativen erhoben hat. Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg kommen in der vertriebenen Erinnerung nicht mehr vor.
Bundeskanzlerin Angela Merkel teilt dieses nationalkonservative Geschichtsbild, wie ihr Auftritt auf dem Jahresempfang des ‚Bundes der Vertriebenen’ gestern zeigte. Heute wird sie das auf der Veranstaltung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ‚Wandel durch Erinnerung’ erneut demonstrieren.
Die ausgerufene Politik des ‚leeren Stuhls’ (Merkel) ist nichts anderes als das Warten auf geänderte Mehrheitsverhältnisse im nächsten Deutschen Bundestag. Dann wird Erika Steinbach in den Stiftungsrat der ‚Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung’ nachrücken.“