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Zeichen für den Frieden setzen – Kein öffentliches Antreten in Gera!

Mit Entsetzen habe ich die Nachricht zur Kenntnis genommen, dass die Rückkehr des Panzerbataillons 701 am 8.April in Gera mit einer militärischen Inszenierung auf dem Marktplatz begangen werden soll.
Als Kind habe ich das Grauen des Krieges selbst miterlebt und musste mit ansehen, wie einst gefeierte Kriegshelden als zerbrochene Menschen zurückkehrten. Ich hätte niemals geglaubt, dass Krieg in Deutschland wieder gefeiert wird.
Stattdessen fordere ich, mit einer Kundgebung für den Frieden ein Zeichen gegen den Krieg und die schleichende Remilitarisierung zu setzen. Dabei muss auch der zivilen Opfer des militärischen Engagements der Bundeswehr gedacht werden.
Ich halte es für absolut inakzeptabel, dass einem „Gera 4569 Kilometer“ überschriebenen Bericht der OTZ vom 12. Februar zufolge Theater & Philharmonie Thüringen die Soldaten zum Erleben eines „künstlerischen Gefechts“ ins Theater eingeladen hat.
Wenn ich mich im Bundestag für einen Schutzschirm für Theater und Museen einsetze, dann tue ich dies in der festen Überzeugung, dass die Kultur in unserem Land die Basis für ein friedliches Miteinander der Menschen ist. Diese Art der Inszenierung jedoch ist ein Rückfall in Zeiten, die ich überwunden glaubte.
Alle Geraer sind nun dazu aufgerufen, am 8. April gegen das öffentliche Antreten zu protestieren. Dieser Unkultur und Militarisierung müssen wir ein starkes Zeichen für den Frieden entgegensetzen.