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Berlin, 11 Uhr: Pressekonferenz mit dem Bundestagspräsidenten zum „Image der Politik“

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Auf dem Podium mit dem Bundestagspräsidenten und der Filmproduzentin Wackernagel-Jacobs

Heute stellte Norbert Lammert vor zahlreichen Journalisten das Projekt „Das Image der Politik und der Politiker“ der Bundeszentrale für politische Bildung vor. In seiner Begrüßung ging er darauf ein, dass es um das Image der Politiker – obwohl es das Image ja auch nicht wirklich gäbe – nicht zum besten stände, der Typus des Berufspolitikers sei nicht besonders beliebt. „Die Deutschen vertrauen weder der Regierung, dem Parlament, noch den Parteien. Wenn es aber wirklich schwierig wird, dann wird der Ruf nach dem Staat und den Politikern laut, die die Sache richten sollen.“ Insofern käme man an den Umfragen und öffentlichen Einschätzungen natürlich nicht vorbei, dürfe jedoch nicht dramatisieren und müsse sich stattdessen um einen differenzierteren Blick bemühen.

LogoUnd genau darum geht es der Bundeszentrale für politische Bildung mit ihrem heute vorgestellten neuen Band der Reihe ‚Themen und Materialien‘:„Das Image der Politik und der Politiker“. Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, unterstrich, dass dies kein PR-Material sei, sondern auf Differenzierung setzende politische Bildung – für den Einsatz im Unterricht, in Workshops und bei Projekttagen. „Jugendliche sollen sich selbst ein Urteil bilden und in unserer demokratischen Öffentlichkeit positionieren“, so Krüger.

Reihe
Images aus meinem Portrait

Im Mittelpunkt dieser Materialiensammlung stehen elf 15-minütige Politiker-Porträts, z.B. über Mathias Platzeck, Christian Wulff, Heiner Geißler – und eben über mich. Die Filmproduzentin Barbara Wackernagel-Jacobs begleitete mich mit ihrem Team über mehrere Tage und es entstand ein Film über meinen Werdegang, den Weg in die Politik und meinen jetzigen Arbeitsalltag. Mit dem fertigen Film sind wir dann ins Saarland gefahren und haben ihn Schülerinnen und Schülern gezeigt. Anschließend sprach ich mit ihnen über das Gesehene, mediale Wahrnehmung und Authentizität. Diese Schul-Diskussionen mit allen Portraitierten sowie umfangreiches didaktisches Begleitmaterial sind ebenfalls in der heute vorgestellten Mappe enthalten.

Frau Wackernagel-Jacobs ging es mit diesen Filmen darum, Jugendliche neugierig zu machen, ihnen Politik nahe zu bringen und sie dann mit den Politikern zu konfrontieren. „Ich wollte Inhalt via Personen vermitteln und dafür habe ich Prototypen ausgewählt, Personen, an denen man etwas erkennen kann.“ Bei mir hätte sie der Perspektivwechsel interessiert, meinen Weg vom Journalismus in die Politik. Als mich damals ihre Anfrage erreichte, war ich von der Projektidee sofort begeistert. Denn da ging es nicht um ein übliches Politikerportrait, sondern um einen Dialog, um eine reale Auseinandersetzung. Durch das Aufeinandertreffen der Rezipienten mit den Portraitierten, konnten sich Menschen ein Bild von Menschen machen. Hier fand auf drei Ebenen eine Reflexion statt: der Ebene der Politiker, der Filmemacher und des Publikums – das war das Faszinierende.

Mehr Informationen zu den Filmen und Ausschnitte der einzelnen Portraits unter www.politikerportraits.de

Ein Zitat von mir aus dem Film und der gedruckten Dokumentation:

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