Tagebuch 6.2.2012 – Besuch mit Thomas Nord in Beeskow.
06. Februar 2012 in Arbeit im Bundestag
Eine kleine mittelalterliche Stadt, eine Burg mit Bergfried, Salzhaus, Atelierhaus und ein Archiv-Magazin, genannt Dokumentationszentrum…
Und darin tausende Bilder aus DDR-Zeiten, große und kleine, frühe und späte, vergessene, verfemte…
Tausende wie gesagt, man kommt aus dem Staunen überhaupt nicht heraus: ein Kunst-Kosmos aus vier Jahrzehnten. Dringend warten diese Bilder auf Licht und Räume, auf Ausstellungs- möglichkeiten. Die Burg hat einen Ruinenteil, der sich aufs Beste eignet für einen Anbau. Es hat auch einen Architekten- wettbewerb gegeben – und 2010 den ersten Preis: Max Dudler, Berlin hat ihn gewonnen mit einer Riesen-Giebelscheune, einer modernen Burg.
Seit Jahren kämpft das Kunstarchiv Beeskow um diesen Erweiterungsbau. Er wäre auch im Rahmen des Denkmal-Programms des Bundes ein Glanzstück – allerdings müssten die Länder bzw. das Land Brandenburg die Finanzkosten mittragen.
Darüber reden wir und über Ausstellungen wie „Seitenwechsel“ und „Schichtwechsel“, „Leinwandszenen“ oder Bilderbühnen“. In den kurzen beiden Stunden kann ich nur einen Bruchteil von dem erahnen, was es hier alles gibt und was alles möglich wäre. Jedenfalls ein Juwel in Brandenburg – ein Muss für ein Wiedersehen.
